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Der Traum vom Finale ist ausgeträumt

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Die SG Sindringen/Ernsbach scheitert wie im vergangenen Jahr im Halbfinale des Bezirkspokals

Von Marc Schmerbeck
Edgart Sehfert von der SG Sindringen/Ernsbach versucht, den Vorwärtsdrang vom Satteldorfer Martin Kreiselmeyer zu stoppen.Foto: Marc Schmerbeck
Edgart Sehfert von der SG Sindringen/Ernsbach versucht, den Vorwärtsdrang vom Satteldorfer Martin Kreiselmeyer zu stoppen.Foto: Marc Schmerbeck

Die Enttäuschung war vorhanden. Deutlich. Trotz allem zeigte sich Wolfgang Ungerer, Abteilungsleiter der SG Sindringen/Ernsbach fair: "Die waren spielerisch besser." Der Bezirksliga-Zweite unterlag am Mittwochabend dem Ligakonkurrenten Spvgg Satteldorf (3.) im Halbfinale des Bezirkspokals zu Hause mit 1:3. Erneut ist die SG im Halbfinale gescheitert. Im vergangenen Jahr war gegen die TSG Bretzfeld im Elfmeterschießen Schluss.

Verdient

"Ich denke, Satteldorf ist ein verdienter Sieger", sagte der Bezirksvorsitzende Ralf Bantel. "Allerdings war es deutlicher als ich gedacht habe." Die Gäste hatten die Partie dominiert. Sie setzten die spielerischen Akzente. Sindringen/Ernsbach hatte da nur wenig entgegenzusetzen. "Ich war zufrieden", sagte Satteldorfs Spielertrainer Dominik Streicher. "Es hat gepasst, vom Engagement und von der Laufbereitschaft her. Bei so einem Highlight will doch jeder dabei sein."

Beide Mannschaften gingen zu Beginn offensiv ans Werk. Davon zeugen drei Möglichkeiten in den ersten drei Minuten. Für die SGSE vergab Christian Baier (1./3.) zwei Mal. Dazwischen scheiterte Michael Krantz (3.). In der 13. Minute tauchte dann der Sindringer Rico Megerle noch einmal gefährlich vor dem Satteldorfer Tor auf.

Das 0:1 erzielte dann Andreas Etzel per Kopf in der 28. Minute. Es war gleichzeitig der Halbzeitstand. Kurz nach der Pause fiel der Ausgleichstreffer. Ebenfalls per Kopf. Jochen Seiß war in der 53. Minute erfolgreich. Die SGSE war wieder dran. Doch Satteldorf schlug zurück. Schon in der 59. Minute erzielte Stephan Ilgenfritz das 1:2.

Danach gab es eine kurze Drangphase der Gastgeber: Aber erneut verwerteten Baier und (65.) und Megerle (67.) ihre Möglichkeiten nicht. Kurz darauf war Satteldorf wieder im Spiel und der Ball krachte in der 73. Minute zwei Mal an die Latte des Gehäuses von SGSE-Torhüter Ruben Götz. Die Partie stand danach wegen eines Gewitters kurz vor dem Abbruch. Spätestens als drei Flutlichtmasten in der Folge eines Blitzes den Geist aufgaben, war ein Abbruch ziemlich nahe. Doch es ging weiter.

Entscheidung

Als Dominic Kreft in der 75. Minute das 1:3 gelang, war die Partie entscheiden − auch weil der SGSE ein möglicher Elfmeter verwehrt blieb, als Sven Müller acht Minuten vor dem Ende im Strafraum gefoult wurde. "Wir haben heute zu viel hergeschenkt", sagte SG--Kapitän Thilo Baier. "Die haben dann die Qualität, es auszuspielen. Aber wir sind jetzt drei Mal in Folge mindestens im Halbfinale gestanden, das kann sich sehen lassen. So wie wir gehört haben, hat das im Bezirk noch keine andere Mannschaft geschafft."

Vor zwei Jahren holte die SG noch den Pokal.

SG Sindringen/Ernsbach: Götz, Chudyka, Thilo Baier, Christian Baier, Seiß, Sehfert (64. Lieb), Scherba, Megerle, Papakostas, Can (70. Tsimtsiridis), Chartomatsidis (78. Müller).

Spvgg Satteldorf: Schoppel, Kirchherr, Streicher (86. Guttknecht), Etzel, Krantz, Kreiselmeyer (90. Hägele), Eberlein, Moritz, Ilgenfritz, Hörle, Kreft.

Schiedsrichter: Marcel Beck (Künzelsau)

Tore: 0:1 (28.) Andreas Etzel, 1:1 (53.) Jochen Seiß, 1:2 (59.) Stephan Ilgenfritz, 1:3 (76.) Dominic Kreft Karte: Gelb/Rot: (88.) Christian Baier (SGSE).

Zuschauer: 300.

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