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David Pfeiffer verlässt den VfB Eppingen

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Der Trainer des badischen Verbandsligisten wagt den Sprung nach oben und verantwortet von Sommer an den Oberligisten TSG Backnang.

Seit 2017 gibt David Pfeiffer die Kommandos beim Verbandsligisten VfB Eppingen. Künftig trainiert er mit der TSG Backnang einen Oberligisten.
Foto: Archiv/Krüger
Seit 2017 gibt David Pfeiffer die Kommandos beim Verbandsligisten VfB Eppingen. Künftig trainiert er mit der TSG Backnang einen Oberligisten. Foto: Archiv/Krüger  Foto: Krüger, Klaus

Die Chancen auf den Oberliga-Aufstieg sind für den Verbandsliga-Vierten VfB Eppingen aktuell eher gering. Ein Eppinger steigt aber sicher auf: VfB-Trainer David Pfeiffer verantwortet vom Sommer an den Oberligisten TSG Backnang, der als Vierter eine überraschend starke Saison in Liga fünf spielt. Erst im Februar hatte Pfeiffer seinen Vertrag in Eppingen verlängert, doch eine sechste gemeinsame Spielzeit wird es nicht geben. "Mir wäre auch lieber gewesen, wenn das Angebot schon im Januar gekommen wäre", sagt David Pfeiffer über den Zeitpunkt seines Abschieds aus dem Kraichgau.

Mündliche Ausstiegs-Vereinbarung

Es ist keine schriftliche Klausel, die den Pfeiffer-Exit ermöglicht, sondern eine mündliche Vereinbarung. "Der Verein hat immer gewusst, wenn was von oben kommt, was ich unbedingt machen will, sprechen wir", sagt der 39-Jährige, der die VfB-Verantwortlichen stets in seine Überlegungen mit einbezog: "Es ist mir sehr schwer gefallen, weil ich sehr am VfB Eppingen hänge."

Und der Club an Pfeiffer. Für Sportvorstand Stefan Wild ist dies zunächst ein Schlag gewesen. "Doch wir haben uns entschieden, David die Türen zu öffnen. Er hat sich um unseren VfB sehr verdient gemacht, dafür sind wir ihm dankbar", heißt es in einer Mitteilung. Nicht nur sportlich haben der Verein und Pfeiffer zueinander gepasst, auch menschlich harmoniert es.

Doch nun stehen die Eppinger vor der kniffligen Aufgabe, im April einen Trainer zu suchen und schnell zu finden. Pfeiffer will gerne mithelfen, auch in Sachen Kaderplanung. "Das ist in den fünf gemeinsamen Jahren meine Mannschaft geworden. Ich will, dass es da gut weiter geht", sagt David Pfeiffer. Das ist Aufgabe des Sportlichen Leiters Oliver Späth. Er hat Pfeiffer zum VfB geholt, jetzt führt er Gespräche mit möglichen Nachfolgern.

Pfeiffer hatte mit seinem Eppinger Team bei einem Test in der Winterpause in Backnang offenbar nachdrücklich Eindruck hinterlassen. Einst kickte Pfeiffer mit dem VfL Brackenheim zu Landesligazeiten häufiger gegen die TSG. Deren Weg führte über die Jahre kontinuierlich nach oben - ähnlich wie der Weg des Trainers Pfeiffer.

Ein bisschen mehr Fahr-Aufwand

Natürlich wäre der Brackenheimer am liebsten mit dem VfB Eppingen in die Oberliga aufgestiegen. So viel Geld auszugeben, dass man auf jeden Fall aufsteige, das sei in Eppingen nicht möglich, sagt Pfeiffer, der Rektor an der Grundschule in Klingenberg ist. Künftig ist er 15 Minuten länger unterwegs, wenn es drei Mal die Woche zum Training nach Backnang geht. "Der Aufwand ist nicht so viel größer", sagt Pfeiffer, der die A-Lizenz besitzt und einst in Stuttgart Sport studierte. Nach dem Training am Montagabend erfuhr die Mannschaft, dass nur noch neun gemeinsame Verbandsligaspiele anstehen. "Ich bin noch einen Tick hungriger seit die Entscheidung gefallen ist. Es wäre überragend, noch in die Relegation zu kommen", meint David Pfeiffer. Abschiedsschmerz kommt noch nicht auf.

In Backnang beerbt er Mario Marinic. Den Spielertrainer zieht es aus familiären Gründen in seine Heimat, zum SV Fellbach.

In Julian Schieber ist ein ehemaliger Bundesligaspieler (VfB Stuttgart, Borussia Dortmund, Hertha BSC) bei der TSG Backnang aktuell Co-Trainer. Schieber sieht seine persönliche Zukunft jedoch eher im Jugendfußball. Wer zu Pfeiffers Trainerteam gehört, das ist noch nicht geklärt.

"In der gleichen Liga wäre ich nicht gewechselt. Ich mache den Sprung, weil ich die Chance suchen möchte, mich für mehr zu empfehlen", sagt David Pfeiffer. Mehr, das ist der Profifußball. Es ist kein Muss, meint Pfeiffer: "Aber wenn sich irgendwann mal die Chance ergeben würde, dann würde ich mir das sicher überlegen."

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