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Das T in TSG meint Talententwicklung

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Die TSG Hoffenheim setzt auf Kontinuität bei Trainer und Personal. In der neuen Saison soll aber mehr her als Rang elf.

Christoph Baumgartner jubelt über ein Tor und schlägt dabei einen Salto. "Er kann ein absoluter Topstar werden", sagt TSG-Sportchef Alexander Rosen.
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Christoph Baumgartner jubelt über ein Tor und schlägt dabei einen Salto. "Er kann ein absoluter Topstar werden", sagt TSG-Sportchef Alexander Rosen. Foto: dpa  Foto: Uwe Anspach

Anders als viele Bundesligakonkurrenten setzt die TSG Hoffenheim auf dem Trainerposten auf Konstanz. Sebastian Hoeneß geht beim Kraichgauverein in seine zweite Spielzeit. Die erste war vom Verletzungspech und vielen Coronafällen dominiert - und endete auf Rang elf. In der zweiten gelten nun andere Maßstäbe und höhere Ziele.

Für was will die TSG Hoffenheim in ihrer mittlerweile schon 14. Bundesligasaison stehen?

Nach drei Europapokal-Qualifikationen in vier Spielzeiten landete die TSG Hoffenheim zuletzt im tabellarischen Niemandsland. Drum stellt man im Kraichgau gern ein positives Alleinstellungsmerkmal in den Vordergrund: In der Vorsaison war die TSG 1899 der einzige Erstligist, der gleich vier 18-Jährige einsetzte. "Welcher andere Bundesligist macht das? Sie werden keinen anderen finden", sagt TSG-Sportchef Alexander Rosen. Das T im Vereinsnamen, es steht für Talententwicklung. Das Motto Jugend forsch(t) dürfte auch in dieser Saison seine Fortsetzung finden.

Auf wen sollte man dabei achten?

Tom Bischof ist gerade erst 16 geworden, schon absolviert er die Vorbereitung mit dem Profiteam. "Er ist eines der größten Talente, die wir haben", sagt Trainer Sebastian Hoeneß. Gleich 14 Spieler aus der eigenen Akademie waren im Trainingslager dabei. "Jahr für Jahr bringen wir die meisten Akademiespieler hoch, dafür wollen wir weiter stehen", sagt Rosen. Klar ist aber auch: Hoffenheim muss attraktiveren Fußball liefern als noch in der Vorsaison. Sonst herrscht ziemlich schnell ziemlich schlechte Stimmung unter den Fans. Egal, ob im Stadion verbal geäußert oder im Internet schriftlich.

Wer hat das Zeug zum neuen TSG-Topstar?

Christoph Baumgartner will immer gewinnen, selbst wenn es nur im Trainingslager am Tegernsee per Fahrrad vom Fünf-Sterne-Seehotel zum Trainingsplatz geht. Da zeigte der 21-Jährige beim Zielsprint seine Qualitäten und distanzierte die Kollegen. Noch stärker ist der offensive Mittelfeldmann auf dem Spielfeld, das war auch bei der EM zuletzt zu sehen. "Er kann ein absoluter Topstar werden", sagt Rosen über den Österreicher, der im Testspiel gegen Fürth zuletzt sogar die Kapitänsbinde trug.

Was hat sich personell getan?

Sebastian Rudy war eigentlich gar nicht weg (zwei Mal von Schalke ausgeliehen). Nun ist der Hoffenheimer Rekordspieler (252 Bundesligaeinsätze) wieder fest im Kraichgau - und beide Seiten wissen vor ihrer zehnten gemeinsamen Erstligasaison, was sie aneinander haben. Als Herausforderer startet Mittelfeldmann Angelo Stiller bei der TSG. Sein Vorteil: Er spielte bereits in der FC-Bayern-U 23 unter Coach Sebastian Hoeneß. Das Zeug zum Stammspieler bringt David Raum mit, der die TSG gerade bei Olympia vertritt. Raum erfüllt das klassische Beuteschema von Sportdirektor Rosen. Herausragendes, ablösefreies Talent der 2. Liga. Dazu dürfte Raum die ideale Lösung auf der TSG-Problemposition hinten links sein. Der Kader wird bis zu Saisonbeginn noch verschlankt. Profis wie Joshua Brenet und Ishak Belfodil sind ohne Perspektive. Ein Innenverteidiger dürfte noch kommen, der Chris Richards heißen soll (erneute Leihe vom FC Bayern?). Schmerzhaft wäre der Sommer-Verlust von 20-Tore-Stürmer Andrej Kramaric und Florian Grillitsch, ihre Verträge laufen in einem Jahr aus.

Was ist für die Hoeneß-Elf nach der durchwachsenen Vorsaison drin?

Sicherlich mehr als in der lange sehr mauen Spielzeit 2020/21. Die obere Tabellenhälfte ist Pflicht mit diesem Kader. Alexander Rosen spürt die Unzufriedenheit bei seinen Profis: "Wir sind besser als Platz elf." Was es dafür braucht? Man müsse an beiden Enden des Spielfelds mehr Matchwinner haben, sagt der Sportdirektor. Der Kader bietet einen breit aufgestellten Mix aus Jugend und Erfahrung. Die personelle Fluktuation ist gering, Trainer und Mannschaft kennen einander, sind aufeinander eingestellt. Ohne Europa-League-Teilnahme ist mehr Training möglich. Die Hoffnung ist deshalb sehr groß, nicht mehr nur bei den teaminternen Corona-Fällen oder Verletzten in der Bundesliga-Tabelle oben zu stehen.

 

Wer kam, wer ging

Zugänge: Sebastian Rudy (FC Schalke 04, ablösefrei), Angelo Stiller (FC Bayern U23), David Raum (Greuther Fürth), Jacob Bruun Larsen (war ausgeliehen, RSC Anderlecht)

Abgänge: Justin Hoogma (Leihe, Greuther Fürth), Ilay Elmkies (Leihe, Admira Wacker), Chris Richards (war ausgeliehen, FC Bayern), Ryan Sessegnon (Tottenham, war ausgeliehen), Daniel Klein (FC Augsburg, 0,2 Millionen)

 
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