Blick aufs Tableau wichtiger als Derby-Charakter
Der Verbandsliga-Zweite FSV Hollenbach spielt am Samstag um 14 Uhr beim Schlusslicht Sportfreunde Schwäbisch Hall

Für den FSV Hollenbach steht das letzte Derby für diese Saison auf dem Programm. Vier Siege und ein Unentschieden lautet die Hollenbacher Bilanz in den Hohenloher-Vergleichen bisher. Wenn es nach Manager Karl-Heinz Sprügel geht, soll nun am Samstag (Spielbeginn 14 Uhr) in Schwäbisch Hall Sieg Nummer fünf folgen: "Wir wollen gegen Hall gewinnen. Das muss auch unser Anspruch sein. Wir unterschätzen die nicht. Aber ich erwarte auch eine Trotzreaktion auf das Spiel vom vergangenen Samstag." Da verspielte der FSV eine 2:0-Führung. Nun wollen die Hollenbacher mit einem Derbysieg den Anschluss an die Spitze halten.
Die Ausgangslage: Der Tabellendritte fährt zum Schlusslicht. Die Vorzeichen sind also klar: Hollenbach geht als Favorit in die Partie. Für die Sportfreunde scheint der Abstieg mit erst 13 Punkten und elf Punkten Rückstand zum rettenden Ufer so gut wie besiegelt. Der Rückstand auf den Nichtabstiegsplatz beträgt elf Zähler. Hollenbach (40 Punkte) hat mit einem Spiel weniger als Spitzenreiter Dorfmerkingen (43) und Normannia Gmünd (42) noch alle Möglichkeiten im Aufstiegskampf. "Die Tabellensituation ist für uns weitaus wichtiger als der Derbycharakter", sagt Trainer Marcus Wenninger. "Wir wollen oben dranbleiben. Dafür müssen wir gewinnen. Für uns ist es ohnehin egal, ob wir gegen Hall oder Dorfmerkingen spielen. Wenn wir 100 Prozent geben, können wir jeden schlagen. Wenn nicht, bekommen wir gegen jeden Probleme."
Die Personalsituation: Beim FSV Hollenbach drohen wie schon in der Vorwoche einige Ausfälle. Fabian Czaker, Timo Brenner und Daniel Breitinger fallen weiter aus. "Timo Brenner könnte sogar länger fehlen", meint Wenninger. "Er hat eine Meniskusverletzung, die sogar das Rundenende bedeuten könnte." Auch für Dennis Hutter und Arne Schülke, der vielleicht wieder in den Kader rutschen könnte, kommt ein Einsatz wohl noch zu früh. Trotzdem sagt Wenninger: "Die Situation hat sich im Vergleich zur letzten Woche zumindest nicht verschlechtert. Sogar eher etwas verbessert." Denn Boris Nzuzi hat das Training wieder aufgenommen. Aber auch bei Hall gibt es einige Ausfälle. So ist Steffen Engelhardt gesperrt. Tim Großberndt, der erst im Winter von Hollenbach zu den Sportfreunden wechselte, könnte die Verletzung von letzter Woche gar das Saisonaus bedeuten. Visar Mustafa steht ebenfalls nicht zur Verfügung. Gar nicht mehr für Hall in dieser Saison spielt Serdal Kocak. Sein Vertrag wurde in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst.
Die Einschätzung: "Das gibt keinen Selbstläufer", sagt Wenninger. "Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass die viele gute Einzelspieler mit hoher Qualität haben. Gerade im Spiel nach vorne mit Selcuk Vural der immer 100 Prozent gibt oder Serhat Ayvaz. Aber die haben es in den vergangenen Spielen nicht geschafft, als Mannschaft aufzutreten." Die Basis für den Erfolg seiner Mannschaft sieht Wenninger in der stabilen Defensive. "Es ist bei uns nach wie vor so, dass wir uns darüber definieren müssen, so wenige Tore zu bekommen wie möglich. Eines oder zwei schießen wir immer." Am vergangenen Samstag erzielten Lukas Ryl und Christoph Rohmer ihr jeweils erstes Tor für die Hollenbacher. "Es ist gut, dass jeder in die Bresche springen kann, das weiß die Mannschaft mittlerweile auch", sagt Wenninger.
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