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Fußball-Landesliga Rhein-Neckar

Alperen Yilmaz ist einer der Gewinner bei Türkspor Eppingen

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Der Flügelstürmer hat unter dem neuen Trainer Mehmet Öztürk viel dazugelernt. Zum Rückrundenauftakt empfängt Türkspor Eppingen den VfB St. Leon. Die SG Kirchardt trifft am Kettendwald auf Türkspor Mannheim.

Alperen Yilmaz (rechts) hat mehr als die Hälfte aller Saisontore von Türkspor Eppingen erzielt. 13 von 22 Treffern gehen auf sein Konto.
Alperen Yilmaz (rechts) hat mehr als die Hälfte aller Saisontore von Türkspor Eppingen erzielt. 13 von 22 Treffern gehen auf sein Konto.  Foto: Michael Nachreiner

Zum Start der Rückrunde müssen die SG Kirchardt und Türkspor Eppingen zu Hause ran. Die SGK möchte dabei den Hinspielerfolg gegen Türkspor Mannheim wiederholen. Türkspor sinnt dagegen auf Revanche für die Auftaktpleite beim VfB St. Leon. Anpfiff in Kirchardt und in Eppingen ist am Sonntag um 14.15 Uhr.

SG Kirchardt

Durchschnaufen bei Denis Schwager. Das Lazarett in Kirchardt lichtet sich von Woche zu Woche. Dennoch wird es nach Einschätzung des SGK-Trainers nicht einfach, den Hinspielerfolg bei Türkspor Mannheim am Sonntag (14.15 Uhr) am Kettendwald zu wiederholen. Zum einen „haben die Mannheimer jetzt einen anderen Kader zur Verfügung als zu Saisonbeginn. Darüber hinaus haben sie sich als Team nach dem Umbruch gefunden“, erklärt Schwager. „Und wir sind nicht auf dem Fitnessniveau wie im Sommer, auch wenn jetzt einige wieder zurückkommen.“

Deshalb wird der Kopf bei seinen Spielern eine entscheidende Rolle spielen. „Wir müssen uns den einen oder anderen Prozentpunkt mehr über die Einstellung und das Engagement holen, da der Körper nicht zu hundert Prozent mitmacht“, fordert Schwager.

Türkspor Eppingen

Immer wieder moniert Trainer Mehmet Öztürk, dass der ein oder andere Spieler Sachen nicht annimmt, die er einfordert. Explizit ausgenommen hat er immer Alperen Yilmaz, der seiner Ansicht nach hart an sich gearbeitet hat. „Er hat mich zwar nie gestreichelt in den 15 Wochen, war immer etwas negativ zu mir. Aber was er mit mir gemacht hat, hat mich weitergebracht. Vielleicht bin ich jetzt auch da, wo ich bin, wegen ihm“, berichtet der Flügelstürmer der Eppinger. „Ich habe Fußball vorher nicht so ernst genommen, weil ich selbstständig bin. Durch ihn habe ich das ganz anders gesehen. Ich bin jetzt viel zielstrebiger geworden. Und auch meine Defensivarbeit ist jetzt besser“, berichtet Yilmaz.

Auch in Zahlen schlägt sich das nieder. Von den 22 Saisontoren von Türkspor hat Yilmaz 13 erzielt. Oftmals brachte er die Eppinger in Führung. Punkte sprangen aber kaum heraus. „Die Hinrunde war grausam. Es ist frustrierend, fast jedes Mal mit drei, vier, fünf Toren Unterschied nach Hause geschickt zu werden“, berichtet Yilmaz. „Wir Spieler sind auch privat gut befreundet. Deshalb ist es schade, wenn wir geschlachtet werden – 1:9, 1:5 oder 1:4.“ Telefonanrufe von der Familie, von befreundeten Fußballern oder ehemaligen Trainern nimmt er nach solchen Niederlagen gar nicht mehr an. Textnachrichten beantwortet er einsilbig.

Trotz bereits neun Punkten Rückstand auf den Abstiegsrelegationsplatz will der Offensivakteur die Flinte noch nicht ins Korn werfen. „Das Ziel ist weiterhin, die Liga zu halten. Es ist ja nicht so, dass wir grottenschlecht sind. Die Qualität bei den Spielern ist da, wir funktionieren nur als Team nicht“, erklärt Yilmaz. „Deshalb bin ich mir sicher: In der Rückrunde werden wir einige Überraschungen sehen.“

Die erste Überraschung wollen die Eppinger bereits am Sonntag (14.15 Uhr) gegen den VfB St. Leon schaffen. Mit dem Verbandsliga-Absteiger haben die Kraichgauer noch eine Rechnung offen. In der ersten Runde des Verbandspokals verloren sie nach früher 2:0-Führung deutlich. Beim Saisonauftakt wurden sie dann regelrecht vorgeführt. „Keiner mag es, wenn er im Fußball abgeschlachtet wird. Man sieht sich immer zwei oder drei Mal – oder sogar noch öfter. Eine Rückzahlung wird es auf jeden Fall geben, wir sind heiß aufs Spiel“, sagt Yilmaz.

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