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Fußball-Oberliga: Hollenbacher Trendwende soll endlich her

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Sieglos seit dem Trainerwechsel: Am Mittwochabend ist mit dem TSV Essingen ein Oberliga-Tabellennachbar zu Gast beim FSV Hollenbach.

Die Hollenbacher um Lorenz Minder (li.) haben seit dem Abgang von Trainer Martin Lanig nicht mehr gewonnen. FSV-Manager Karl-Heinz Sprügel stellt sich vor Coach Dirk Prediger und fordert von der Mannschaft Wiedergutmachung.
Foto: Marc Schmerbeck
Die Hollenbacher um Lorenz Minder (li.) haben seit dem Abgang von Trainer Martin Lanig nicht mehr gewonnen. FSV-Manager Karl-Heinz Sprügel stellt sich vor Coach Dirk Prediger und fordert von der Mannschaft Wiedergutmachung. Foto: Marc Schmerbeck  Foto: Marc Schmerbeck

Dirk Prediger nimmt die Situation mit einer gehörigen Portion Galgenhumor. "Mein Chef sagt immer, einfach kann jeder", meint der Trainer des FSV Hollenbach angesichts der Sieglosserie des Oberligisten von zuletzt fünf Spielen. Der Tiefpunkt war das 0:2 beim Schlusslicht Offenburger FV. "Dirk kann ja nichts dafür", sagte Manager Karlheinz Sprügel. "Er ist die ärmste Sau. Er versucht alles, und die Mannschaft lässt ihn total im Stich."

Schon am Mittwoch (18.30 Uhr) kann das Team Wiedergutmachung betreiben, wenn der TSV Essingen zu Gast in der Jako Arena ist. "Das ist das Schöne am Fußball, wir können es besser machen", sagt Prediger. "Das wird auch ein ganz anderes Spiel gegen einen Gegner auf Augenhöhe."

Prediger ist sicher: Der Sieg wird kommen

Seit dem Trainerwechsel von Martin Lanig zu Dirk Prediger nach dem Sieg gegen Tabellenführer Großaspach hat Hollenbach nicht mehr gewonnen. "Es geht nicht um mich", sagt der Coach. "Mir war die Situation bewusst, die Unruhe und dass es erstmal schwer wird. Wir werden in den letzten vier Spielen auch noch gewinnen. Ich bereite mich auf jeden Gegner vor, als würde es um Alles gehen, wähle meine Ansprache und bin im Austausch mit den Jungs."

Es wird viel geredet derzeit, doch noch ist die scheinbare Blockade nicht gelöst. Die Mannschaft wirkt etwas verunsichert. Das große Problem ist, dass der Gegner durch eigene Fehler aufgebaut wird. Gegen Offenburg wurden zudem viele Chancen liegen lassen.

"Es war ja schon mal gut, dass wir uns diese erarbeitet haben", sagt Dirk Prediger. "Die haben gekämpft und wir haben den unbedingten Willen vermissen lassen. Diesen müssen uns wieder erarbeiten. Und wenn es nicht läuft, geht der Ball eben wie in Holzhausen oder Offenburg an die Latte und nicht rein."

Mit Essingen erwartet er eine kompakte Mannschaft mit einigen Bekannten. "Mit Patrick Auracher habe ich bei den Stuttgarter Kickers zusammengespielt. Und Patrick Funk, der auch schon für den VfB Stuttgart in der Bundesliga gespielt hat, wie Simon Köpf kenne ich gut", sagt Prediger. "Die werden in einem 4-4-2 kommen. Das ist eine Mannschaft, die zusammenhält." Lachend fügt er hinzu: "Die haben eine Bar in ihrer Kabine. Das ist eine geschlossene Einheit mit sehr, sehr guten Fußballern drin."

Der Mannschaftsrat ist gefragt

Aber die Essinger haben auch nur zwei Punkte mehr geholt als Hollenbach. "Mit einem Sieg könnten wir an denen vorbeiziehen", sagt Prediger, "aber wir müssen aufpassen, dürfen denen keine Räume anbieten." Im Spiel mit dem Ball zeigten die Hollenbacher zuletzt Defizite. Gegen Holzhausen begann der FSV zwar gut, verlor aber schnell den Faden und baute den Gegner auf. Am Montagabend wollten sich Sprügel und Prediger auch daher nochmal mit dem Mannschaftsrat besprechen. "Ich habe auch überlegt, ob ich den Jungs sage, sie sollen die Laufschuhe mitbringen", sagte Prediger eher scherzhaft. "Aber das ist nicht meine Art, daran liegt es auch nicht. Wir müssen uns da jetzt einfach rausarbeiten."

Im Vergleich zum Wochenende rückt Juan Faßbinder nach überstandener Krankheit wieder in den Kader, der ansonsten gleichbleibt. So sagt auch Karlheinz Sprügel: "Wir haben jetzt wieder ein paar Alternativen. Wir wollen das Gesicht des FSV Hollenbach zeigen, unsere Stärken reinbringen, mit großer Kompaktheit auftreten. Auf jeden Fall erwarte ich, dass die Mannschaft anders Auftritt wie in Holzhausen oder Offenburg und im Idealfall einen Dreier holt. Das würde dem Trainer und auch dem Team guttun. Dann können wir auch gewinnen."

Wichtig wird sein, die Fehler zu minimieren und die Chancen zu nutzen. "Denn es geht ja in erster Linie um die eigene Leistung. Wir wollen die Saison mit einem guten Gefühl abschließen", sagt Prediger.

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