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Fußball-Verbandspokal, Baden

43 Minuten lang geht der Gommersdorfer Plan gegen den SV Sandhausen auf

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Trainer Manuel Hofmann kann seiner Mannschaft nach einem starken Pokal-Kampf gegen Sandhausen nur Komplimente machen. Trotzdem verpasste der VfR Gommersdorf den Einzug ins Finale. 

Der Gommersdorfer Torhüter Nils Leidenberger streckt sich im Spiel gegen Sandhausen.
Der Gommersdorfer Torhüter Nils Leidenberger streckt sich im Spiel gegen Sandhausen.  Foto: Herbert Schmerbeck

Nils Leidenberger hob kurz sein Trikot an, zeigte die schwarzen Tapes auf seinem Bauch. „Es war lange unklar, ob es zum Spiel reichen wird“, sagte der Torhüter des VfR Gommersdorf. Beim Viertelfinal-Erfolg gegen den SV Waldhof Mannheim war er noch einer der Matchwinner gewesen. Nun musste er bei der 1:6 (1:2)-Halbfinal-Niederlage gegen den SV Sandhausen gleich sechs Mal den Ball aus dem Netz holen und parierte noch einen Foulelfmeter.

Torwart Nils Leidenberger findet die Kulisse megageil

„Sabine Hirschlein hat alles versucht, mich fit zu bekommen“, sagte Leidenberger. Und es gelang auch. „Wir hatten heute nicht das Glück wie gegen Waldhof“, meinte Leidenberger, der die beiden Innenverteidiger Timo Pöthe und Till Marekker lobte. „Es war schon richtig gut, was die gegen gestandene Drittliga-Spieler geleistet haben“, sagte Leidenberger. „Und egal, wie das Spiel ausgegangen ist, es war vor der Kulisse megageil zu spielen.“

Rouven Schmidt (links) versucht im Spiel gegen Sandhausen den Ball zu behaupten.
Rouven Schmidt (links) versucht im Spiel gegen Sandhausen den Ball zu behaupten.  Foto: Herbert Schmerbeck

Zunächst schien der Plan des Landesligisten aufzugehen. „Wir wollten nicht gleich von Anfang an tief stehen, sondern auf das Überraschungsmoment lauern und auf einen Fehler von Sandhausen hoffen“, sagte Trainer Manuel Hofmann. Und so kam es auch: Bei einem Eckball in der sechsten Minute verschätzte sich SV-Torhüter Nikolai Rehnen, der Ball sprang Justin Butler an den Fuß und von dort ins Tor – 1:0 für den krassen Außenseiter

Die Gommersdorfer wussten, dass sie nicht viele Chancen bekommen würden

„Es wächst dann natürlich der Glaube“, sagte Hofmann. „Aber man muss es nüchtern betrachten: Wir wussten, dass wir nicht viele Chancen bekommen. Aber wir haben gut verteidigt, ein Kompliment an die ganze Mannschaft. Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen, sie haben alles rausgehauen.“

Danach ging es fast nur noch auf das VfR-Tor. Doch die Gommersdorfer verteidigten mit allem, was sie hatten. Till Marekker rettete auf der Linie, der Ball klatschte gegen das Aluminium und Leidenberger hielt stark. Immer wieder schafften es die Gastgeber gemeinsam, den SVS am Abschluss zu hindern. Nach vorne setzte der VfR nur noch kleine, zarte Nadelstiche.

Gommersdorf geht in der 6. Minute in Führung und kassiert kurz vor der Pause einen Doppelschlag

Bis zur 43. Minute, dann fiel der Ausgleich. Nach einer Ecke stand der Heilbronner Jeremias Lorch am langen Pfosten frei und traf per Kopf. Ärgerlich war, dass Viktor Granath beinahe mit dem Schlusspfiff noch mit einem Volleyschuss von der Strafraumgrenze das 2:1 für den SV Sandhausen erzielte.

Die Gäste machten auch nach der Pause weiter Druck. Und als Dominic Baumann in der 56. Minute das 3:1 nachlegte, war die Vorentscheidung gefallen. Bis zur 75. Minute hielten die Gommersdorfer dem Druck stand, dann lenkte Marekker bei einem Rettungsversuch eine Hereingabe zum 1:4 ins lange Eck. Baumann legte in der 85. Minute noch das 5:1 nach und Besar Halimi (83.) setzte einen direkten Freistoß genau in den Winkel zum 1:6-Endstand aus VfR-Sicht. Zwei Minuten vor dem Ende verhinderte Leidenberger mit einem parierten Elfmeter noch den siebten Gegentreffer.

Am Ende prangte auf der manuellen Anzeigetafel in Gommersdorf ein 1:6.
Am Ende prangte auf der manuellen Anzeigetafel in Gommersdorf ein 1:6.  Foto: Marc Schmerbeck

„Der Anfang mit dem Gegentor und das Ende mit dem verschossenen Elfmeter waren zwar nicht so gut, doch jetzt freuen wir uns auf das Finale“, sagte Sandhausen-Trainer Kenan Kocak.

Statistik zum Spiel

VfR Gommersdorf: Leidenberger – Heim, Marekker, Spitznagel, Reuther (46. R. Schmitt), Haspelt (68. Walter), Pöthe, Geißler (77. S. Schmitt), Pfeiffer, Schmidt (77. Beck), Siegfried (46. Rudolph).SV Sandhausen: Rehnen – Lorch (46. Halimi), Butler (46. Stolze), Granath (70. Ehlich), Iwe (46. Fehler), Lewald, Zander, Schikora, Wolf (77. Lokaj), Baumann, Weik.Tore: 1:0 (6./ET) Justin Butler, 1:1 (43.) Jeremias Lorch, 1:2 (45.) Viktor Granath, 1:3 (56.) Dominic Baumann, 1:4 (75./ET) Till Marekker, 1:5 (79.) Dominic Baumann, 1:6 (83.) Besar Halimi.Schiedsrichter: Roy Dingler.Zuschauer: 1500.

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