SG Kirchardt: Feeser – Herfel, Weber, Stefan Stötzel, Betz (60. Breve) – Danecker, Janjac (83. Baran) – Reitarow, Schumacher (46. Babanatsas), Baronas (75. Isik) – Frey (79. Wohlfarth),
Tore: 0:1 Schaller (37.), 0:2 Eshun (44.), 0:3 Köhler (69.).
Der Vorsprung der SG Kirchardt auf den ersten Abstiegsplatz der Landesliga Rhein-Neckar beträgt nach eigener Niederlage und Sieg von Rheinau nur noch zwei Punkte. Türkspor Eppingen geht beim Tabellenzweiten Srbija Mannheim unter.

Alle anderen hatten den Platz am Kettendwald bereits verlassen, da saß Fabian Feeser immer noch zusammengesunken wie ein Häufchen Elend auf der Auswechselbank. Der Torwart war aber am wenigsten daran Schuld, dass die SG Kirchardt gegen die Spvgg Ketsch mit 0:3 verlor. Nun wird die Lage langsam richtig brenzlig. Denn der SC Rot-Weiß Rheinau gewann beim FC Victoria Bammental und rückte den Kraichgauern, die auf dem Abstiegsrelegationsplatz stehen, bis auf zwei Punkte auf die Pelle. Nichts zu holen gab es dagegen für Türkspor Eppingen bei Srbija Mannheim. Der Tabellenzweite gewann nach dem 8:0 im Hinspiel auch das Rückspiel gegen den Landesliga-Neuling mit 8:0.
Die Kirchardter begannen engagiert, der Matchplan mit Martin Frey in der Sturmspitze und David Reitarow, Michael Baronas und Jan Schumacher dahinter ging auf. Doch letztlich waren die Abschlüsse von Schumacher (6. Minute), Frey per Kopf (9.) sowie Reitarow (24./29.) zu harmlos, um Julian Herzog in Bedrängnis zu bringen. Und in der 34. Minute parierte der Spvgg-Schlussmann glänzend, als Frey aus fünf Metern unbedrängt zum Kopfball kam. „Ich bin mir sicher, wenn wir in Führung gegangen wären, dann hätten wir das Spiel auch gewonnen“, sagt Stefan Stötzel, der spielende Co-Trainer der SGK, der den bei seinem Neugeborenen weilenden Denis Schwager vertrat.Die Ketscher hatten sich zu diesem Zeitpunkt aber schon ein optisches Übergewicht erarbeitet, ohne allerdings daraus Kapital schlagen zu können. „Wir wollten die Ketscher auf den Flügeln spielen lassen. Und das ging auf, ihnen versprang ganz häufig der Ball“, berichtet Stötzel.
SG Kirchardt: Feeser – Herfel, Weber, Stefan Stötzel, Betz (60. Breve) – Danecker, Janjac (83. Baran) – Reitarow, Schumacher (46. Babanatsas), Baronas (75. Isik) – Frey (79. Wohlfarth),
Tore: 0:1 Schaller (37.), 0:2 Eshun (44.), 0:3 Köhler (69.).
Dann leisteten sich die Kirchardter aber „vorgezogene Ostergeschenke“ (Stötzel). Durch eine Körpertäuschung ließ Bernard Umoru Jan-Niklas Weber aussteigen. Jakob Schaller vollendete dann nach einem Pfostentreffer Umorus (37.). Und nach einem tief in der Kirchardter Hälfte eroberten Ball ließ Leonard Eshun das 2:0 folgen (44.).Direkt nach dem Seitenwechsel traf zwar Weber zum vermeintlichen 1:2. Doch Schiedsrichter Mateo Tubach entschied davor auf Stürmerfoul (47.). Spätestens nach dem 0:3 durch Etienne Köhler (69.) – erneut nach einem Ballverlust der Gastgeber tief in der eigenen Hälfte – war die Partie entschieden, was Thomas Hafner auf die Palme brachte. „Letztes Jahr hatten wir eine qualitativ nicht so gute Mannschaft. Aber da haben wir gekämpft bis zum Schluss“, echauffiert sich der Spielausschussvorsitzende der SGK. Stötzel nimmt seine Mannschaftskameraden aber in Schutz: „Das war mental auch schwierig. Das 3:0 war ja erst der dritte oder vierte Torschuss, den Ketsch überhaupt hatte.“ Die Kirchardter hatten aber auch Glück, dass sie in der Folge nicht komplett abgeschossen wurden.
Einen Bärendienst erwies David Reitarow seinem Team. Der Flügelstürmer hatte erst eine Rot-Sperre von drei Spielen abgesessen, flog aber in der 78. Minute nach einem Frustfoul an Daniel Marzoll erneut mit glatt Rot vom Feld.
16 Buden hat Srbija Mannheim Türkspor Eppingen in den beiden Spielen in dieser Saison eingeschenkt. „Srbija ist eine richtig starke Truppe. Aber die beiden Ergebnisse sprechen Bände. Sich so zu ergeben, ist schade“, erklärt Türkspor-Coach Mehmet Öztürk. Dabei hatten auch die Kraichgauer ihre Möglichkeiten in der Offensive. „Abdul Kadir Taskin „alleine hätte in der ersten Halbzeit drei Tore machen müssen, nicht können“, ärgert sich Öztürk. „Er hätte einfach nur abschließen müssen. Doch er hat kläglich den Ball verloren.“ Auch das Verhalten bei ruhenden Bällen gegen sich regte den Eppinger Trainer auf. „Fünf Gegentore fielen nach Standards“, berichtet Öztürk. „Die Mannheimer haben die gut getreten. Aber wir standen zu weit weg, falsch oder haben zu spät reagiert.“
Türkspor Eppingen: De Pizzol – Gräßle, Yildirim, Leyan Yilmaz – Burak Simsek, Kücükzeybek, Aslantas, Arslanoglu – Ferraz Andrade (64. Ciftci) – Taskin (67. Bongongne), Alperen Yilmaz.
Tore: 1:0 Stjepanovic (8.), 2:2 Markovic (11.), 3:0 Katava (23.), 4:0 Stankovic (34.), 5:0 Joksimovic (49.), 6:0 Stjepanovic (61.), 7:0 Rokvic (69.), 8:0 Kurt (77.).
Die Tore für die Mannheimer erzielten David Stjepanovic (8./61.), Anton Markovic (11.), Matej Katava (23.), Milos Stankovic (34.), Miljan Joksimovic (49.), Luka Rokvic (69.) und Aiman Kurt (77.).
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