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FSV Hollenbach startet in die Wintervorbereitung: „Es wird härter als im Sommer“

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Der FSV Hollenbach ist zurück auf dem Platz und startet mit frischem Schwung in die Wintervorbereitung. Trainer Reinhard Schenker setzt auf harte Einheiten und einen starken Konkurrenzkampf, um gut in die Rückrunde zu starten.

Nicht über- aber gut gefüllt war der Kunstrasen der Hollenbacher Jako Arena beim Trainingsauftakt des Oberligisten.
Nicht über- aber gut gefüllt war der Kunstrasen der Hollenbacher Jako Arena beim Trainingsauftakt des Oberligisten.  Foto: Marc Schmerbeck

Überfüllt war der Kunstrasenplatz in der Jako Arena nicht gerade. Doch es standen wieder deutlich mehr Spieler auf dem Feld, als noch zum Ende der Hinrunde. Und diese zeigten viel Dynamik und versprühten jede Menge gute Laune.

Am Sonntag fehlten beim Trainingsauftakt des Oberligisten FSV Hollenbach noch die Urlauber Arne Schülke und Juan Faßbinder, die dann am Montagabend in die Wintervorbereitung einsteigen. Außerdem mussten Rico Hofmann und Marco Specht verletzungsbedingt noch aussetzten. Auf beide hatte Trainer Reinhard Schenker Ende des vergangenen Jahres noch gehofft.

Hollenbach-Training: So hart wird die Vorbereitung auf die Rückrunde

Hofmann braucht nach seinem Kreuzbandriss noch ein paar Wochen länger als gedacht, kann aktuell nur dosiert trainieren. Bei Specht wurde zumindest die Ursache seiner andauernden Probleme ermittelt, so ist auch mit ihm bald wieder zu rechnen.

Erfreulich für Schenker war, dass Boris Nzuzi wieder voll mitziehen kann. Der Mittelfeldspieler laborierte die komplette erste Saisonhälfte an einer Verletzung und hatte keine Einsatzminute. „Mir fehlt noch etwas die Luft, aber ansonsten passt es“, meint er lachend und schnaufend.

FSV-Trainer Reinhard Schenker (links) mit Noah Krieger.
FSV-Trainer Reinhard Schenker (links) mit Noah Krieger.  Foto: Marc Schmerbeck

Comeback-Hoffnung beim FSV Hollenbach: Zwei Langzeitverletzte wieder im Training

Ebenfalls passt es wieder bei Lorenz Minder, der sich im Spiel gegen den VfR Mannheim verletzte und seitdem pausierte. „Ich habe noch etwas Angst, gerade auf dem rutschigen Kunstrasen, aber ansonsten ist wieder alles in Ordnung“, sagt Minder, der schmerzfrei ist. Mit dabei waren auch die beiden Winter-Neuzugänge Noah Krieger und Nico Purtscher.

Fünfmal die Woche werden die Hollenbacher in den nächsten Wochen zusammen auf dem Platz stehen. „Die Vorbereitung wird hart“, sagt Schenker, „härter als die im Sommer, auch weil wir eine längere Pause hatten.“ Am 1. März geht es dann mit dem Heimspiel gegen Normannia Gmünd in der Oberliga weiter. Die Hinrunde beendete der FSV mit einer Negativserie.

Hoffnung auf guten Rückrundenstart

Diesem Spiel gilt aktuell auch der Fokus. „Weil ich glaube, dass es wichtig ist, gut in die Rückrunde zu starten, um nicht gleich unter Druck zu geraten“, sagt Schenker, der die Situation in der Liga wegen des „breiten Mittelfelds nach unten“ spannend findet. „Aber ich bin total zuversichtlich, weil ich weiß, was in der Mannschaft steckt und welches Potenzial noch in ihr schlummert, das sie bisher noch nicht abgerufen hat“, sagt Schenker.

„Wenn wir einen guten Konkurrenzkampf haben, wenn wir andere Voraussetzungen haben wie ab Spieltag sieben, die 13 Spiele lang wegen der Ausfälle nicht gut waren, dann ist schon etwas möglich. Denn ich glaube, ohne Konkurrenzkampf ist eine Entwicklung nur schwer möglich. Denn dadurch werden die Leute gepusht.“ In der Hinrunde hatte er phasenweise das Problem, dass nur zwölf Spieler trainieren konnten.

 Foto: Marc Schmerbeck

Vertrauen in die Mannschaft: Wenig Veränderung im Kader

Wie sehr Schenker und die anderen Verantwortlichen der Mannschaft vertrauen, zeigt auch die Tatsache, dass das Team fast komplett beieinander bleibt. „Wir haben nicht den großen Druck, dass wir viel tun müssen“, sagt Schenker. „Auch wenn Lorenz Minder uns mit seiner Qualität schon sehr fehlen wird.“ 

 Dazu gilt es den Weggang von Boris Nzuzi im Mittelfeld zu kompensieren. „Wenn es so ist, wie wir es uns vorstellen, haben wir noch zwei, drei Positionen zu besetzen, die wir mit bedacht vergeben“, sagt Schenker, der selbst einige Spielergespräche geführt hat. Das mit Ivan Beslic steht noch aus, weil dieser länger verreist war.

„Wenn wir ihn halten können, sind wir fast komplett“, sagt Schenker. Dann liegt die Priorität in erster Linie darauf, einen erfahrenen zentralen Mittelfeldspieler zu holen. „Da wollen wir schon Qualität dazu holen, weil uns die Konstanz auf der Position etwas gefehlt hat“, sagt Schenker. Dies lag unter anderem an den Verletzungsproblemen – aber eben nicht nur. 

Seine ersten beiden Testspiele bestreitet der FSV Hollenbach gegen Regionalligisten: TSG Hoffenheim II und Astoria Walldorf. Weitere Gegner sind der VfR Heilbronn, Schwäbisch Hall, Satteldorf und der Ligakonkurrent FSV Bietigheim-Bissingen.

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