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Erster Test des FSV Hollenbach lässt hoffen

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Fußball-Oberligist FSV Hollenbach überrascht mit einem 3:1-Sieg gegen Regionalligist Würzburger Kickers. FSV zeigt sich dabei auch spielerisch gut in Schuss.

Rico Hofmann (Zweiter von links) erzielt den 1:1-Ausgleich des FSV Hollenbach gegen die Würzburger Kickers. Der Oberligist gewann den Test mit 3:1.
Rico Hofmann (Zweiter von links) erzielt den 1:1-Ausgleich des FSV Hollenbach gegen die Würzburger Kickers. Der Oberligist gewann den Test mit 3:1.  Foto: Herbert Schmerbeck

Das erste Testspiel des Fußball-Oberligisten FSV Hollenbach konnte sich durchaus sehen lassen. Gegen den bayrischen Regionalligisten FC Würzburger Kickers gewann die Mannschaft von Trainer Reinhard Schenker mit 3:1 und überzeugte vor allem in der zweiten Halbzeit auch spielerisch.

Karlheinz Sprügel zeigt sich zufrieden, will das Testspiel aber nicht überbewerten

Ohne den Sieg und das Ergebnis überbewerten zu wollen, sagte Manager Karlheinz Sprügel: „Wir können zufrieden sein. Am Anfang waren die sehr stark, da hatten wir Schwierigkeiten. In der zweiten Halbzeit, glaube ich, war der Sieg dann letztendlich verdient für uns.“

Dabei benötigte der FSV zunächst etwas Anlaufzeit. „Die ersten 20, 25 Minuten haben wir gebraucht, um reinzukommen“, analysierte Schenker. Vor allem nach Ball-Eroberungen unterliefen seinem Team zu viele einfache Fehler, so dass Würzburg früh ins Gegenpressing gehen konnte. „Da sind wir dann hinterhergelaufen“, sagte Schenker. „Aber wir waren viel in Bewegung. Das war die Vorgabe heute, dass wir hauptsächlich im Block kompakt in Bewegung sind, immer mit Ballhöhe verschieben.“ Hollenbach ließ auch in dieser Phase nicht mehr als die 1:0-Führung der Würzburger durch Tarsis Bonga in der 22. Minute zu. Rico Hofmann glich dann nach knapp einer halben Stunde aus.

Hollenbach ist nach der Pause das bessere Team

Nach dem Seitenwechsel steigerte sich der FSV deutlich. Mit einer leicht veränderten Ausrichtung – mit einer Raute wie zu Beginn der Saison. „Wir haben wenig einfache Fehler gemacht und die Tore sehr schön rausgespielt“, lobte Schenker. „Besonders das dritte Tor über sechs, sieben Stationen mit wenigen Kontakten.“ Hannes Scherer erzielte nach einer Stunde die 2:1-Führung des FSV und Peter Engelmann (73.) schloss beim dritten Treffer ab. Auch das 1:1 durch Rico Hofmann noch vor der Pause wusste zu gefallen. „Rico hat sich total bemüht. Also, man hat gemerkt, dass er sich aufgerieben hat. Er ist, glaube ich, so viel gelaufen, wie er konnte“, sagte Schenker und meinte zum Tor: „Mit zwei Kontakten in einer Bewegung – das war wirklich stark.“ Insgesamt habe ihm gefallen, dass die Treffer weniger aus Einzelaktionen entstanden, sondern aus dem kollektiven Zusammenspiel.

Trainer Schenker legt in der Vorbereitung auch wert auf Ergebnisse

„Natürlich freut man sich immer über ein Tor“, meinte Hofmann, der aufgrund einer langwierigen Verletzung fast die komplette Hinrunde verpasst hatte und erst gegen Ende immer wieder zu Einsätzen kam. „Meine Fitness ist noch nicht so gut, dass ich 90 Minuten spielen könnte, aber ich arbeite daran“, sagte Hofmann. „Die Vorbereitung ist schon anstrengend. Wir haben auch am Freitag keine Rücksicht auf das Spiel gegen Würzburg genommen. Die erste Vorbereitungswoche war schon intensiv.“

In dieser Vorbereitung legt auch Schenker Wert auf Ergebnisse. „Normalerweise sage ich, ein Ergebnis in der Vorbereitung ist mir egal. In unserer aktuellen Situation ist es aber so, dass ich den Jungs auch vorm Spiel gesagt habe, es ist schwer, fünf, sechs Wochen zu sagen, das Ergebnis ist mir egal, wenn wir gut spielen. Und dann verlierst du, sollst aber dann zum Auftakt gegen Denzlingen den Schalter umlegen und dann geht es wieder in erster Linie um das Ergebnis“, erklärte er, war aber auch mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden. Die Hollenbacher nutzten eben aus, dass Würzburg nicht unbedingt am Leistungslimit spielte.

Fokus liegt erstmal auf der körperlichen Grundlage, dann kommt das Feintuning

In den kommenden Wochen liegt der Fokus nun zunächst klar auf der körperlichen Grundlage. „Mit dem Trainingslager werden wir dann anfangen, so ein bisschen ins Feintuning zu gehen und mehr im taktischen Bereich machen“, sagt Schenker. „Wir werden mit Sicherheit auch, was wir in der Vergangenheit selten gemacht haben, weil es einfach die Zeit nicht hergegeben hat, uns um Standardsituationen kümmern. Das wird sicher im Trainingslager auch ein Thema sein.“ In den beiden letzten Wochen vor Beginn der Restrückrunde wird dann nochmal an Explosivität und Spritzigkeit gearbeitet. „Und wir versuchen, dann, wie gesagt, an den Details zu arbeiten, was den taktischen Bereich angeht“, sagt Schenker.

Der erste Test zeigte zumindest, dass die Mannschaft auch nach der Winterpause voll da ist und dass der Klassenerhalt machbar erscheint.

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