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Fußball Verbandsliga Baden

Eppingen bei GU-Türk. SV Pforzheim: Dem VfB fehlt etwas die Kaltschnäuzigkeit

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In einem engen Verbandsliga-Spiel muss sich der VfB Eppingen bei der GU-Türk. SV Pforzheim mit 1:2 geschlagen geben.

Laufduell zweier Torschützen an Ostermontag: Eppingens Amin Yazji (rechts) legt den Ball im Hinspiel an Pforzheims Ion-Paul Fratea vorbei.
Laufduell zweier Torschützen an Ostermontag: Eppingens Amin Yazji (rechts) legt den Ball im Hinspiel an Pforzheims Ion-Paul Fratea vorbei.  Foto: Archiv/Michael Nachreiner

„Mir tut es auch für die Jungs unheimlich leid. Denn sie machen Vieles richtig“, sagt David Pfeiffer enttäuscht. Doch der VfB-Trainer musste doch anerkennen, dass seinen Spielern aufgrund ihrer Jugend und Unerfahrenheit etwas die „Kaltschnäuzigkeit hinten wie vorne abgeht“, während die GU-Türk. SV Pforzheim einige Spieler in ihren Reihen hat, die schon bewiesen haben, dass sie Leistungsträger in der Oberliga sein können. Dementsprechend behielten die Pforzheimer die drei Punkte in der Goldstadt und gewannen das Verbandsliga-Duell gegen den VfB Eppingen mit 2:1 (1:1).

Nach der vierten Niederlage im sechsten Spiel seit der Winterpause und nun neun Punkten Rückstand auf den Aufstiegsrelegationsrang ist der Zug nach ganz vorne für die Eppinger abgefahren. „Mit einem Sieg in Pforzheim wären wir noch mal an Platz zwei herangerückt – und hätten nur noch Gegner, die hinter uns in der Tabelle stehen“, berichtet Pfeiffer. „Um aber ganz vorne reinzukommen – zumindest in dieser Saison –, fehlt punktuell noch die individuelle Qualität. Aber ich bin mir sicher, dass wir diese noch entwickeln. Wir sind ja noch sehr jung.“

Trainer David Pfeiffer: Wir waren wieder nicht zwangsläufig das schlechtere Team

Die Niederlage in Pforzheim schmerzt dennoch. „Es ist enttäuschend, mit null Punkten nach Hause zu fahren, weil wir wieder nicht zwangsläufig die schlechtere Mannschaft waren“, sagt Pfeiffer. Die Eppinger kamen auch gut in die Partie. Nach nur acht Minuten ersprintete Amin Yazji einen Ball, umkurvte Pforzheims Torwart Xaver Pendinger und schob zum 1:0 ein.

„Wir kassieren aber viel zu schnell den Ausgleich“, bemängelt Pfeiffer. Was den VfB-Trainer besonders aufregte, war dabei die Tatsache, dass „wir den Pforzheimern wieder einen Standard schenken“, ärgert sich Pfeiffer. Bogdan Cristescu wuchtete die Flanke per Kopf zum 1:1 in die Maschen.

GU-Türk. SV Pforzheim: Pendinger – Trampus (84. Vladul), Fratea, Dumbra (90.+2 Folea), De Santis, Abromavicius, Correia Dos Santos, Bulut (73. Söylemez), Dobros (77. Kizilarslan), Cristescu, Rusinovci.

VfB Eppingen: Mack – Rauh, Lambert, Schnabel, Zentler (64. Kradija) – Ulusoy, Lorch, Cianciolo (85. Madbouly) – Feljauer (80. Sasso), Yazji, Hazrati (73. Kritter).

Tore: 0:1 Yazji (8.), 1:1 Cristescu (13.), 2:1 Fratea (65.).

Schiedsrichter: Sami Maliha (Karlsruhe), Philipp Getz, Noah Kittel. 

Nach dem Seitenwechsel hatte erneut Yazji die große Chance auf die Führung der Eppinger auf dem Fuß. Doch statt den Ball direkt volley über Pendinger zu lupfen, wollte er das Spielgerät am Schlussmann vorbeilegen und wurde abgelaufen. Besser machte es Ion-Paul Fratea auf der anderen Seite. Nach einem zu kurz geklärten Eckball hämmerte der Pforzheimer das runde Leder aus dem Rückraum zum 2:1 in die Maschen (65.).

Beide Teams hatten Chancen, noch Tore nachzulegen

Die Gäste hatten aber durchaus Chancen auf den Ausgleich. Antonio Sasso zögerte beispielsweise zu lange. Und in der letzten Aktion ging eine Flanke der Eppinger an den Arm eines Pforzheimers. „Ich sage nicht, dass es ein klarer Elfmeter war. Aber ohne die Handberührung wäre der Ball gefährlich in den Strafraum gekommen“, berichtet Pfeiffer. Die Gastgeber hätten aber auch früher den Sack zumachen können. „Wir sind irgendwann hinten zu fahrig geworden, so dass die Pforzheimer über Konter gefährlich wurden“, erklärt der VfB-Coach.

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