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Eine Hinrundenbilanz: Teamgeist treibt den Erfolg der Hoffenheimer U23 voran

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Die U23 der TSG Hoffenheim sorgt in der Hinrunde der 3. Liga für Furore: Eine Analyse bei Halbzeit der Saison.

Paul Hennrich (hinten) war nach dem nun abgewanderten Ayoube Amaimouni-Echghouyab mit acht Treffern der zweitbeste Torschütze der Hoffenheimer U 23 in der Hinrunde.
Paul Hennrich (hinten) war nach dem nun abgewanderten Ayoube Amaimouni-Echghouyab mit acht Treffern der zweitbeste Torschütze der Hoffenheimer U 23 in der Hinrunde.  Foto: Herbert Schmerbeck

Mit 31 Zählern aus 19 Partien hat die U 23 der TSG Hoffenheim die Hinrunde der 3. Liga als zweitbeste zweite Mannschaft in der Geschichte der dritthöchsten Fußball-Spielklasse Deutschlands abgeschlossen. „Sensationell“, freut sich Michael Feichtenbeiner, der Sportliche Leiter des TSG-Nachwuchsleistungszentrums. „Besser, als wir uns das je erträumt haben. Aber wenn man die Spiele gesehen hat, haben wir jeden Punkt verdient geholt.“

Und Trainer Stefan Kleineheismann ergänzt freudestrahlend: „Wir haben uns das hart erarbeitet, sind immer hungrig geblieben. Auch aufgrund der Negativerlebnisse in der Vorbereitung, die wir immer wieder als mahnende Beispiele heranziehen konnten, und haben eine Topentwicklung genommen – sowohl einzelne Spieler als auch die gesamte Mannschaft als Gruppe.“

Trainer Kleineheismann sieht den Zusammenhalt im Team als Schlüssel zum Erfolg an

Schlüssel zum Erfolg ist für den Coach das Kollektiv. „Es ist ein Teamerfolg. Auch die Spieler, die weniger gespielt haben, geben im Training immer Vollgas, wodurch sich alle weiterentwickeln können“, erklärt Kleineheismann. „Das wird sich auch in der Rückrunde weiter auszahlen.“

Luka Duric ist sich aber auch sicher, dass viel individuelle Qualität im Kader steckt. „Wir geben uns auch nie zufrieden, laufen viel und schmeißen uns alles reinschmeißen. Außerdem spielen wir gemeinsam als Mannschaft Fußball“, berichtet der Mittelfeldmotor der Hoffenheimer U 23.

Große Zuschauerkulissen geben den Hoffenheimern einen Extra-Push

Auch große Zuschauerkulissen haben die Kraichgauer Nachwuchsfußballer nicht erstarren lassen, was vor der Saison noch von dem einen oder anderen befürchtet wurde. Vor 21 272 Fans schlugen die Hoffenheimer Alemannia Aachen auf dem Tivoli. Hansa Rostock besiegten die sogar vor 24 126 Zuschauern im Ostseestadion. Und das 5:1 bei 1860 München verfolgten 15 000 Menschen im ausverkauften Stadion an der Grünwalder Straße mit – in etwa genauso viele wie das 4:0 der TSG an der Bremer Brücke beim VfL Osnabrück. „Wir sind junge Jungs, die einfach Spaß am Fußballspielen haben. Der ganze Lärm außen rum beschäftigt uns nicht wirklich, gibt uns eher sogar noch mal einen Extra-Push. Denn es macht richtig Spaß, vor einer großen Kulisse zu spielen.“, erklärt Duric.

Verbesserungspotenzial sieht Kleineheismann vor allem noch in der Restverteidigung und Konterabsicherung sowie bei Standards. „Da gibt es immer noch einige Themen, und wir haben noch Potenzial“, sagt der Coach. Außerdem müsse das Ziel sein, „unser Spiel über 90 Minuten durchzudrücken. Wir haben es immer wieder in Phasen geschafft, aber noch nicht wirklich über die gesamte Spielzeit“.

Die TSG bleibt trotz aller bisherigen Erfolge bescheiden

Die Bäume wachsen bei der TSG trotz der guten Hinrunde aber nicht in den Himmel. „Wir bleiben weiter demütig, wollen erst mal weiter von unten wegkommen. Unser erstes Zwischenziel sind 45 Punkte, da sind wir noch 14 entfernt. Und dann wollen wir weiterklettern“, berichtet Kleineheismann. Wichtig sei dabei, jedes Spiel „ans Limit zu gehen. Sonst wird es in dieser Liga, aber generell im Profibereich schwer“. Auch Feichtenbeiner drückt auf die Euphoriebremse. „Noch ist nichts entschieden. Mit 31 Punkten haben wir den Klassenerhalt noch nicht sicher, was wichtig wäre – auch wegen der individuellen Entwicklung unserer Talente“, erklärt der Sportchef.

Winterabgänge

Die U 23 der TSG Hoffenheim muss in der Rückrunde auf ihren besten Scorer verzichten. Ayoube Amaimouni-Echghouyab wechselt mit sofortiger Wirkung zu Eintracht Frankfurt. Beim hessischen Bundesligisten unterschrieb der 21-Jährige, der in 18 Einsätzen in der 3. Liga neun Treffer erzielt und sieben weitere vorbereitet hat, einen Vertrag bis zum 30. Juni 2031. „Mit seiner Dribbelstärke, Dynamik und Torgefahr erweitert er unsere Variabilität auf der offensiven Außenbahn“, wird SGE-Sportdirektor Timmo Hardung auf der vereinseigenen Homepage zitiert. „Uns ist bewusst, dass der Sprung über zwei Ligen eine gewisse Anlaufzeit erfordert, wir trauen Ayoube aber zu, sich schnell den neuen Anforderungen anzupassen.“ Außerdem muss TSG-Trainer Stefan Kleineheismann in der zweiten Saisonhälfte auf die Bundesliga-Jungprofis Hennes Behrens (Leihe an den 1. FC Heidenheim) und Umut Tohumcu (Leihe an Holstein Kiel) sowie Gianluca Pelzer verzichten, der „langfristig“ bei Energie Cottbus unterschrieben hat. nac

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