Ein Rückkehrer wird bei der TSG Öhringen spielender Co-Trainer
Bei der TSG Öhringen gehen die Personalplanungen voran. Einige aktuelle Akteure haben zugesagt. Ein Rückkehrer wird als Außenverteidiger auflaufen und eine Zusatzfunktion haben.

Aktuell kämpft Fußball-Landesligist TSG Öhringen darum, die Spannung für den Rest der Saison noch aufrechtzuerhalten. Nur vier Punkte holte der Aufsteiger in den ersten fünf Spielen dieses Jahres, rutschte daher auf Platz vier ab und hat spätestens nach dem 0:4 gegen den Tabellenführer FV Löchgau an Gründonnerstag den Anschluss zu den Aufstiegsplätzen verloren.
Derweil planen die Verantwortlichen um den Sportlichen Leiter Mert Sipahi sowie den zukünftigen Trainer Thomas Kettner die Mannschaft für die nächste Saison. Priorität hat dabei die Verlängerung mit Spielern des aktuellen Kaders. Da aber mit Lorik Makolli, Philipp Schropp und Luca Provvido schon drei Abgänge feststehen, werden auch einige Neuzugänge benötigt. Denn ob und wann Sipahi selbst nochmal auflaufen kann, ist fraglich.
Bisher stehen bei der TSG Öhringen drei Abgänge für die kommende Saison fest
Sipahi laboriert an einem Riss des Außenmeniskus, einem angerissenen Kreuzband und wird demnächst operiert. Außerdem liebäugeln einige der älteren Spieler mit dem Karriereende, und der eine oder andere weitere Abgang steht im Raum. Jann Baust (TSV Pfedelbach) wurde vor einigen Wochen als erster Neuzugang präsentiert. Er folgt seinem Trainer Kettner, der ihn in der A-Jugend des FSV Hollenbach trainierte.

Die Arbeit unter Thomas Kettner war für Baust nach eigener Aussage seine lehrreichste Zeit. Nun steht mit Philipp Seybold ein spielender Co-Trainer fest, der Kettner und dessen Co Volkan Demir unterstützen wird. Der Hohenloher Seybold spielte in der Jugend schon beim SGV Freiberg, war dort auch ein Jahr bei den Aktiven im Einsatz und von 2014 bis 2024 bei der Sport-Union Neckarsulm.
Jens Gölder ist der dritte Neuzugang
Der Weg von Philipp Seybold führte dann zu den Sportfreunden Schwäbisch Hall; aktuell spielt er beim Oberligisten Türkspor Neckarsulm. Mit 32 Jahren kehrt er nun auch sportlich nach Hohenlohe zurück und wird nach Öhringen sowohl viel Erfahrung als auch spielerische Qualität mitbringen. Weiterhin steht ein dritter Neuzugang bereits fest: Jens Gölder von der Sport-Union Neckarsulm.
„Wir sind an einigen Spielern dran. Ob es klappt oder nicht, sehen wir dann.“
Mert Sipahi
Aus der A-Jugend wird Nico Hummel hochgezogen, und auch einige seiner Kameraden haben eventuell die Perspektive. „Da müssen wir aber noch etwas beobachten. Ansonsten sind wir in Gesprächen“, sagt Mert Sipahi. Vor allem ein Torhüter wird noch gebraucht. Zwar hat die Nummer eins Len Brutzer verlängert, doch sein Backup Nikolaos Drossas plant aufzuhören.
Der bisher feststehende Kader für 2026/27 ist zumindest solide
Ansonsten hat aus dem aktuellen Kader bereits Kapitän Yannick Jankowski sein Ja-Wort für die nächste Saison gegeben. Er ging früh voran, noch bevor feststand, wer der neue Trainer sein würde. Bleiben werden auch Jemal Hergüngezer, Jonas Stegmeier, Mika Frank, Simon Wilske, Mihail Darii, Alex Cosentino und Justin Scholl. Dies ist zumindest solide, heißt im Umkehrschluss aber auch, dass noch viele Gespräche zu führen sind, um den Kader komplett zu bekommen.
„Wir sind an einigen Spielern dran. Ob es klappt oder nicht, sehen wir dann“, sagt Sipahi. Für Cheftrainer Tobias Weis geht es jetzt darum, seine Mannschaft für das Spiel gegen Weinstadt am Sonntag wieder aufzubauen. Der Landesliga-Achte schlug am Sonntag den TV Oeffingen mit 1:0. Für die Öhringer zählt hingegen, letzte Punkte für den sicheren Klassenerhalt zu holen. „Wir wollen natürlich auch noch so viele Zähler und Erfolgserlebnisse wie möglich sammeln“, sagt Tobias Weis.
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