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Fußball

Dreierpack des FSV Hollenbach gegen Spitzenteams

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Hollenbach trifft in den nächsten Spielen auf die Top-Drei der Oberliga. Trainer Reinhard Schenker sieht seine Mannschaft keinesfalls chancenlos.  

Hannes Scherer (Dritter von links) erzielt gegen Göppingen nach dem Schuss von Luke Knapp das vermeintliche 1:0, soll dabei im Abseits gestanden sein.
Foto: Schmerbeck
Hannes Scherer (Dritter von links) erzielt gegen Göppingen nach dem Schuss von Luke Knapp das vermeintliche 1:0, soll dabei im Abseits gestanden sein. Foto: Schmerbeck  Foto: Marc Schmnerbeck

Der FSV Hollenbach steht vor einem ganz unangenehmen Dreierpack. Eingeläutet wird dieser am Samstag um 14 Uhr mit dem Spiel bei Oberliga-Tabellenführer VfR Aalen. Es folgen die beiden Heimpartien gegen den VfR Mannheim (2.) und den TSV Essingen (3.). „Ganz chancenlos sind wir aber auch da nicht“, sagt Trainer Reinhard Schenker.

Das zarte Pfänzchen Selbstbewusstsein

Nach sieben Punkten aus drei Spielen haben die Hohenloher wieder frisches Selbstvertrauen gewonnen. „Das ist aber erstmal ein zartes Pflänzchen“, sagt Schenker. Jedes Erfolgserlebnis in den drei Partien gegen die Spitzenteams würde dabei helfen, dass das Pflänzchen nicht sofort wieder eingeht – und gleichzeitig der Anschluss ans Mittelfeld gewahrt bleibt.

Aalen ist gegen Hollenbach Favorit

„Ich muss schon sagen, dass Aalen einfach eine brutale Klasse hat“, spricht Schenker auch davon, dass die Aufgabe am Samstag die schwerste der drei kommenden sein wird. „Klar ist, dass Aalen haushoher Favorit ist und wir nahezu eine perfekte Leistung abliefern müssen, um da was zu holen.“

Er schaute sich gleich zu Beginn der Woche das Video des Spitzenspiels an. Der Aalen und der VfR Mannheim trennten sich dabei 1:1. „Also die haben in der ersten halben Stunde Katz und Maus mit Mannheim gespielt“, sagt Schenker. Seine Mannschaft wird deshalb von Beginn an versuchen müssen, den Tabellenführer nicht in den Flow kommen zu lassen. Mit zunehmender Spieldauer sei es dann ausgeglichener geworden, wobei Aalen die bessere Mannschaft gewesen sei.

Schenker hat versucht einen Plan auszuarbeiten

Der Hollenbacher Coach hat deshalb auch versucht, einen Plan auszuarbeiten. „Ich glaube, dass wir einfach sehr, sehr gut verteidigen müssen. Es wird keinen Sinn machen, gegen die den offenen Schlagabtausch zu suchen. Dafür haben sie dann einfach zu viel Qualität und sind zu ballsicher. Dann wirst du wahrscheinlich zu oft ins offene Messer laufen“, sagt Schenker. „Es wird einfach darum gehen, dass wir wirklich sehr gut verteidigen und dann auch den Mut haben, durch Umschaltaktionen ein bisschen für Entlastung zu sorgen.“

Aalen tritt mannschaftlich geschlossen auf

Die Aalener treten mannschaftlich sehr geschlossen auf und haben dazu auch noch starke Einzelspieler. „Die machen es sowohl offensiv als auch defensiv taktisch sehr gut und haben dann auch die technische Qualität, um ihr Spiel auch so durchzuziehen“, sagt Schenker. „Es ist dann immer die Frage ob man eine gute Idee hat und diese dann auch umsetzen kann.“ Bisher sieht die Bilanz gegen das Team von der Ostalb aber gar nicht so schlecht aus. Von vier Aufeinandetreffen bisher ging nur eines verloren – das Hinspiel mit 2:4. „Wir gehen das nach den letzten drei Spielen schon mit Selbstvertrauen an und wollen, wenn es geht, in jedem Spiel punkten“, sagt Schenker, schränkt aber ein: „Es gibt aber andere Spiele in der Saison, wo ich sage, dass der Ausgang von unserer Leistung abhängig ist und wir etwas holen, wenn wir wirklich ans Limit kommen. In Aalen werden wir es auch dann schwer haben, wenn die nur annähernd ihr Leistungsvermögen abrufen.“ Die Rollen sind also ganz klar verteilt.

Kleine Erfolgsserie war ein Stimmungsaufheller

Trotzdem sind die Hollenbacher aktuell positiv gestimmt. Die kleine Erfolgsserie war ein Stimmungsaufheller. „Natürlich hat man in den ersten drei Spielen 2026 gemerkt, dass der Druck groß ist. Und es war dann eigentlich schon mit dem ersten Sieg gegen Bissingen deutlich gelöster. Was man natürlich jetzt merkt nach sieben Punkten in drei Spielen, dass auch das Selbstvertrauen so ein bisschen zurückkommt. Die Jungs wissen jetzt wieder, dass sie konkurrenzfähig sind. Das ist ganz wichtig. Und vor allem wissen sie auch, dass egal, ob wir führen oder hinten liegen, dass sie immer in der Lage sind, ein Spiele zu drehen. Diese Gewissheit kann schon auch was auslösen.“

Andererseits brachten die Hollenbacher nun auch gegen Göppingen eine Führung durch – trotz einiger Rückschläge wie dem vermeintlichen Abseitstor oder dem zurückgenommenen Elfmeter, nach dem kurz darauf das 1:3 fiel. „Wir waren zu keinem Zeitpunkt, egal wie es stand, nachlässig“, nennt Schenker den Grund für den Erfolg.

Nun geht es in Aalen darum, daran anzuknüpfen und so wenige Eigenfehler wie möglich zu machen.

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