Alternative für die Startelf: Bei der Heim-EM muss Nagelsmann flexibel sein
Die Zeit der Startelf-Kontinuität ist im DFB-Team vorbei, aber Nagelsmann ist flexibel, sagt unser Autor.

Das Leben ist kein Wunschkonzert. Man muss es nehmen, wie es kommt. Et kütt wie et kütt, sagt der Kölner. Also füge dich in das Unabwendbare und mache möglichst das Beste draus.
Das ist nun die Devise für den Fußball-Bundestrainer. Julian Nagelsmann hat in allen drei Gruppenspielen der Heim-EM auf dieselbe Startelf gesetzt − aus Überzeugung, nicht wegen fehlender personeller Optionen. Jetzt aber muss und kann er das Team an hochsensiblen Stellen verändern.
Tah gesperrt, Rüdiger verletzt – Wen stellt Bundestrainer Nagelsmann in die Startelf?
Er muss, weil in der Abwehrmitte Jonathan Tah fürs Achtelfinale am Samstag in Dortmund gesperrt ist und dessen Nebenmann Antonio Rüdiger mit einer Oberschenkel-Zerrung auszufallen droht. Er kann, weil Niclas Füllkrug einmal mehr im DFB-Trikot seinen herausragenden Torriecher unter Beweis gestellt hat. Wäre er nicht vielleicht der bessere Startelf-Mittelstürmer als Kai Havertz?
Gegner im EM-Achtelfinale steht noch nicht fest: Bundestrainer Nagelsmann beweist Flexibilität
In dieser Frage hängt viel vom Gegner ab, der aber erst am Dienstagabend feststehen wird. England? Dänemark? Slowenien? Serbien? Es ist der noch völlig offene Zweite der Gruppe C.
Der Fußballstratege Julian Nagelsmann muss das Beste draus machen. Das erwartet die EM-euphorisierte Nation vom Bundestrainer. Die Party soll ja nicht schon im ersten K.o.-Spiel platzen. Das erwartet aber auch der ehrgeizige Nagelsmann von sich selbst. In großen Turnieren ist Flexibilität eine wichtige Grundtugend.
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