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Derby in Eppingen: VfB fordert 1. FC Mühlhausen zum Restart der Verbandsliga Baden

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Trainer David Pfeiffer sieht seinen VfB Eppingen einen Schritt weiter als vor einem Jahr oder im Sommer. Automatismen sitzen, das Grundniveau sei höher. Vom Angriff auf die Tabellenspitze will er aber noch nicht sprechen.

Silas Schnabel (vorne) und der VfB Eppingen haben zwar keine herausragende Hinrunde gespielt, sind aber dennoch mittendrin im Aufstiegsrennen.
Silas Schnabel (vorne) und der VfB Eppingen haben zwar keine herausragende Hinrunde gespielt, sind aber dennoch mittendrin im Aufstiegsrennen.  Foto: Michael Nachreiner

Der VfB Eppingen startet direkt mit einem Highlight in die Rest-Rückrunde. Zum Restart der Verbandsliga Baden nach der Winterpause am Samstag (15 Uhr) empfängt die Mannschaft von Trainer David Pfeiffer den 1. FC Mühlhausen. Das ist nicht nur ein Derby. Es ist auch das Verfolgerduell von Spitzenreiter FV Fortuna Heddesheim am 17. Spieltag. „Gut ist, es wird die Spannung direkt da sein“, sagt Pfeiffer. „Und wir werden gleich wissen, wo wir stehen.“

Beide Kontrahenten trennen nur zwei Zähler. Der VfB Eppingen hat als Fünfter bisher 31 Punkte eingefahren, der 1. FC Mühlhausen als Dritter kommt auf 33 Zähler. Tabellenführer Heddesheim hat 35 Punkte auf dem Konto. „Wenn du vorne in der Tabelle dabeibleiben möchtest, dann darfst du dir wenig erlauben“, erklärt Pfeiffer. „Das trifft aufgrund der Tabellenkonstellation nicht nur auf uns, sondern auch auf die Mühlhausener zu. Und sie wissen, dass wir nicht so schlecht sind. Deshalb wissen auch sie, dass sie gut spielen müssen.“

Ein spezifisches Saisonziel will Eppingens Trainer Pfeiffer nicht ausgeben

Zu viel Druck will der Eppinger Trainer auf seine Spieler aber gar nicht aufbauen. Natürlich ist das Ziel weiterhin, den Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg zu realisieren. Der muss aber noch nicht in dieser Saison gelingen. „Ich halte gar nicht mehr viel davon, Marschrouten oder langfristige Ziele auszugeben. Natürlich könnten wir jetzt sagen, wir wollen oben angreifen. Aber was passiert, wenn wir die ersten beiden Spiele verlieren?“, berichtet Pfeiffer. „Klar ist aber, dass wir viele Punkte holen können, wenn wir abrufen, was wir können, und auch ein bisschen Glück in der einen oder anderen Spielphase haben. Und wenn uns das gelingt, dann ist es zwangsläufig, dass wir am Ende der Saison um etwas mitspielen können.“

Das könnte in dieser Saison tatsächlich Realität werden. Denn die Entwicklung der Eppinger „ist über die letzten anderthalb Jahre positiv“, sagt Pfeiffer. „Das ist auch etwas, was man aus der Vorbereitung mitnehmen kann: Unser Grundniveau ist im Vergleich zum Sommer stabiler geworden.“

VfB Eppingen leistet keine krassen Aussetzer mehr

Vor allem die Art und Weise, wie die Kraichgauer ihre Spiele absolvieren, sind für den Coach dafür Indiz. „Wir haben keine krassen Aussetzer mehr wie in der Sommervorbereitung, machen nicht mehr so gravierende Fehler. Wir waren jetzt im Winter komplett solide. Bis auf die Partie gegen Löchgau und eine Halbzeit gegen 08 Bissingen waren unsere Leistungen konstant gut, das eine oder andere Spiel sogar richtig gut“, berichtet Pfeiffer. „Daran merkt man, dass viele Abläufe noch gefestigter sind und junge Spieler weitere Schritte in ihrer Entwicklung gemacht haben.“

Das machte sich auch in den Trainingseinheiten in der Vorbereitung bemerkbar. An manchen Dingen musste Pfeiffer mit seinem Team gar nicht mehr so intensiv arbeiten. „Beim Pressingverhalten mussten wir gar nicht mehr so sehr ins Detail gehen wie noch vor einem Jahr. Die Automatismen sitzen“, freut sich der VfB-Coach. Dafür blieb mehr Zeit für konditionelle Grundlagen und andere taktische Prinzipien wie das Positionsspiel. „Wir haben immer wieder Bausteine dazugesetzt in der Hoffnung, dass wir jetzt alles beisammenhaben zum Restart“, sagt Pfeiffer.

Dino Corajevic hat sich einen kompletten Knieschaden zugezogen

Und die Eppinger Spieler haben mitgezogen. Das macht es dem Trainer nicht einfacher, die Startelf gegen Mühlhausen aufzustellen. „Viele Spieler haben gezeigt, dass sie eine Option für die Startelf sind“, erklärt Pfeiffer. Für den Rest der Saison raus ist allerdings Dino Corajevic. Der Stürmer hat sich im Test bei 08 Bissingen das Kreuzband und den Meniskus gerissen.

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