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Fußball-Oberliga

Der Neuensteiner Blick geht nach oben

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Nach dem Sieg gegen Heidenheim kommt mit Hegnach ein Angstgegner zu den Pink Ladies.

Die Neuensteinerin Jana Uhl (rechts) versucht, sich durchzusetzen. Bisher spielten die Pink Ladies eine starke Rückrunde und können nach oben blicken.
Foto: Kurt Gesper
Die Neuensteinerin Jana Uhl (rechts) versucht, sich durchzusetzen. Bisher spielten die Pink Ladies eine starke Rückrunde und können nach oben blicken. Foto: Kurt Gesper  Foto: KURT GESPER

Ihre gute Laune kann sich Leonie Uhl leisten – auch im sportlichen Sinne. Es läuft in der Rückrunde bei den Pink Ladies des TSV Neuenstein. Zehn Punkte holte der Oberligist in den ersten fünf Spielen der zweiten Saisonhälfte, ebenso viele verbuchte auch der SV Alberweiler - besser ist bisher nur der FSV Waldebene Stuttgart Ost (15 Punkte). Der Klassenerhalt scheint mittlerweile nur noch eine Formsache zu sein.

Der Blick geht nach oben

Der Blick von Uhl und der Mannschaft geht nach oben. „Langsam kommen wir in die Region, in die wir auch hingehören“, sagt Uhl „Die Mannschaft hat das Potenzial oben mitzuspielen.“

Auf Platz sechs stehen die Neuensteinerinnen nach dem 2:1-Erfolg beim 1. FC Heidenheim. Beide haben 26 Punkte. Nun könnten die Pink Ladies auch mit, dem nächsten Gegner gleichziehen. Am Sonntag um 13 Uhr ist der Tabellenvierte SV Hegnach (28 Zähler) zu Gast in Neuenstein. „Das Ziel ist schon, zu gewinnen“, sagt Uhl. „Dann haben wir sie eingeholt, haben sie geschnappt, sind vorbeigezogen.“ Allerdings gibt es da einen Haken. Die bisherige Bilanz gegen Hegnach. Das Hinspiel (Uhl: „Das war keine gute Leistung von uns.“) ging verloren. Überhaupt liegen die Hegnacherinnen den Hohenloherinnen überhaupt nicht. Neun Mal trafen die beiden Vereine aufeinander, neun Mal ging der SV als Sieger vom Platz.

Die Neuensteiner Bilanz gegen Hegnach ist schlecht 

Uhl hat das Hinspiel noch mal als Anschauungsunterricht hergezogen. „Wir müssen genau die Präsenz und die Zweikampfstärke vom Spiel gegen Heidenheim auf den Platz bringen, damit wir eine Chance haben“, sagt Uhl. „Natürlich haben wir in verschiedenen Ligen und unterschiedlichen Zusammensetzungen gegen Hegnach gespielt. Aber das wäre jetzt noch so ein Ziel, dass wir Hegnach wirklich mal schlagen.“

Gegen Heidenheim liefen die Neuensteinerinnen hoch an und führten die Zweikämpfe aggressiv. So kam der Gegner nicht wirklich ins Spiel. Dies muss nun auch das Ziel gegen Hegnach sein. „Wenn wir das von der Mentalität her wieder so auf den Platz bringen, muss sich Hegnach warm anziehen. Dann ist ein Sieg drin“, sagt Uhl.

Leonie Uhl spricht von guter Stimmung im Team

Und während Sophia Klärle weiter ausfällt, kommen Laura Adler und Edony Ymeri, die beide am vergangenen Wochenende krank waren, wieder zurück in den Kader. Das gibt Uhl wieder mehr Optionen.

„Man merkt, dass die Mädels wieder richtig Spaß haben“, nennt die Trainerin einen der Gründe für den Aufschwung. „Das ist schon auch entscheidend, um vielleicht die letzten Prozente herausholen zu können. So ist auch im Training die Stimmung gut, und die Einheiten werden gut durchzogen“, sagt Uhl.

Es wurde viel gesprochen

Sie hat viel mit den Spielerinnen gesprochen - auch individuell. „Und ich habe auch das Gefühl, dass die wieder zu mehr Selbstvertrauen gekommen sind. Jede hat das Gefühl, dass sie gebraucht wird“, sagt die Trainerin. „So haben wir wieder ein sehr, sehr harmonisches Team, in dem sich die Mädels gegenseitig pushen. Und auch jüngere Spielerinnen übernehmen Verantwortung auf dem Platz. Das ist auch ein Schlüsselfaktor.“

Dazu arbeitete sie im taktischen Bereich an der defensiven Stabilität. Was jetzt noch benötigt wird, ist noch etwas mehr Konsequenz bei der Chancenverwertung - oder überhaupt im letzten Drittel.

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