Der FSV Hollenbach muss gegen den KSC II wieder umdenken
Nach den Spielen gegen die Top-Mannschaften wartet nun ein direkter Konkurrent im Abstiegskampf auf den Fußball-Oberligisten FSV Hollenbach. Am Sonntag steht das Gastspiel beim Karlsruher SC II an.

Am Sonntag wird sich Sebastian Schiek nicht mit in den Mannschaftsbus setzen. Für ihn steht um 16 Uhr praktisch ein Heimspiel an. Der Kapitän des Oberligisten FSV Hollenbach wohnt ihn Linkenheim, vor den Toren von Karlsruhe. Und dort, beim Karlsruher SC II gastieren die Hohenloher zur ungewohnten Zeit.
Nach drei Spielen gegen Top-Mannschaften, steht nun wieder ein Duell gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf an. Die Karlsruher stehen auf Rang zehn und haben zwei Punkte mehr als der 14. Hollenbach. Und den Sportclub kennt Schiek gut.
Zweikampfstarker Führungsspieler
In der Jugend spielte er beim KSC und auch von 2011 bis 2014 bei den Aktiven, bevor ihn der Weg unter anderem über Sonnenhof Großaspach und Fortuna Köln nach Hollenbach führte. Der 36-jährige Routinier ist nicht nur in dieser Saison ein wichtiger Stabilisator in der Defensive des FSV Hollenbach. „Er ist präsent. Er ist zweikampfstark, hat jetzt auch ein wichtiges Tor gemacht. Also alles das, was einen Führungsspieler auch ausmacht“, sagt Trainer Reinhard Schenker. „Vor allem hat er die individuellen Fehler abgestellt.“
Ungewohnte Anstoßzeit am Sonntag um 16 Uhr
Der Coach hofft, dass die ungewohnte Anstoßzeit am Sonntagnachmittag sein Team nicht aus dem Rhythmus bringt, auch wenn sicher eine andere Atmosphäre herrsche als normal. „Ich hoffe, dass wir uns davon nicht beeinflussen lassen und trotzdem genauso unser Potenzial abrufen wie in den letzten Wochen“, sagt Schenker.
Die Karlsruher sind insofern schwer einzuschätzen, da sie immer viel Rotation in ihren Aufstellungen haben. Immer wieder gibt es auch Hilfe von der Zweitliga-Mannschaft. „Das kenne ich von früher, als zum Beispiel Lars Stindl in der zweiten Mannschaft spielen musste“, sagt Schiek. „Aber das ist auch nicht immer förderlich, weil das Gefüge dann nicht mehr stimmt.“
Karlsruhe stellt eine junge, talentierte Mannschaft
Insgesamt wird auf die Hollenbacher eine junge, talentierte Mannschaft warten. „Sie sind sehr wild, sehr aggressiv, was Vorteil aber auch Nachteil sein kann. Aber sie haben natürlich schon spielerische und auch taktische Qualität“, sagt Schenker. „Es ist aber so ein bisschen wie bei allen jungen Mannschaften. Man muss einfach versuchen, diese Anfangseuphorie, die sie mit Sicherheit haben und dieses wilde draufgehen zu überstehen und dann auch Lösungen finden. Dann wird sich das Spiel in der Regel auch mit zunehmender Spieler auch immer so ein bisschen beruhigen. Und wir müssen es dann versuchen, in die Hand zu nehmen.“
Die Hollenbacher sind zum Rotieren gezwungen
Allerdings muss auch Schenker rotieren. Denn weiter fällt Juan Faßbinder wegen seiner Gehirnerschütterung aus, die er sich gegen den VfR Mannheim zuzog. Niklas Dörr (Bänder) und Inas Music (Rippen) verletzten sich beim 2:1 gegen den TSV Essingen am vergangenen Samstag und werden wohl ebenfalls fehlen. Dafür dürfte Hannes Scherer nun seine Krankheit überstanden haben und wieder fit sein. „Wir werden wieder eine eine Lösung finden und dann hoffentlich eine gute Mannschaft stellen können“, sagt Schenker.
Wichtig für den FSV ist, die einfachen Fehler abzustellen
In seiner Spielanalyse waren die technischen Fehler gegen Essingen ein großes Thema. Dann geht es aber darum, dass man einfach jetzt nach diesen drei Top-Teams, die wir jetzt gespielt haben, natürlich auch wieder versuchen wollen, offensiv einfach durchschlagskräftiger zu werden“, sagt Schenker. „Wir wollen jetzt schon auch gegen den KSC dem Spiel auch in der Offensive mehr den Stempel aufdrücken und mehr Akzente setzen.“
Doch der große Schlüssel liegt sicher darin, dass die Defensive so konzentriert und stabil zu Werke geht, wie zuletzt gzeigt. „Die Basics müssen einfach stimmen“, sagt Schiek.
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