De Pizzol verhindert Debakel von Türkspor Eppingen gegen FC Victoria Bammental
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Ohne den teilweise überragend haltenden Torwart Edoardo De Pizzol wäre Türkspor Eppingen gegen den FC Victoria Bammental deutlich klarer untergegangen. Auch die SG Kirchardt verliert beim FV Brühl, die Leistung hat aber gestimmt, sagt SGK-Co-Trainer Stefan Stötzel.
Türkspor-Torwart Edoardo De Pizzol (links) war machtlos beim Elfmeter von Bammentals Matteo Olaru.
Foto: Michael Nachreiner
Den Klassenerhalt hat Mehmet Öztürk mit der 0:5-Niederlage seines Türkspor Eppingen gegen den FC Victoria Bammental abgehakt. „Ich glaube nicht, dass wir noch mal den Anschluss schaffen. Wir hätten nach meiner Rechnung sogar noch zwei Niederlagen frei, müssten also nur sieben der noch ausstehenden neun Partien gewinnen. Aber es muss auch sichtbar sein, dass Potenzial da ist. Und das ist seit zwei Spielen nicht mehr der Fall. Ich habe das Gefühl, wir nehmen das einfach nur noch so hin“, berichtet der Türkspor-Trainer. „Wir müssen jetzt schauen, dass wir uns anständig aus der Liga verabschieden.“
Die SG Kirchardt hat dagegen aus Sicht von Stefan Stötzel den Charaktertest beim FV Brühl bestanden. „Das Ergebnis ist enttäuschend“, berichtet der spielende Co-Trainer der SG Kirchardt nach dem 1:3 beim FV Brühl. „Die Mannschaft hat aber Moral gezeigt. Kämpferisch hat das gepasst. Wir Trainer können niemanden einen Vorwurf machen.“
Türkspor Eppingen - FC Victoria Bammental 0:5 (0:2)
Türkspor Eppingen konnte sich bei seinem Torwart Edoardo De Pizzol bedanken, dass der Landesliga-Neuling gegen den Verbandsliga-Absteiger aus Bammental nicht ganz böse unter die Räder gekommen ist. „Das erzähle ich immer wieder. Wenn einer einen Fehler macht, dann muss ein anderer da sein, um ihn auszubügeln“, sagt Türkspor-Trainer Mehmet Öztürk. Und am Mittwochabend gegen Bammental war das vor allem Schlussmann De Pizzol.
Denn die Gäste hatten vor allem in der zweiten Halbzeit Chancen fast im Minutentakt. Doch De Pizzol parierte teilweise glänzend gegen Hannes Linnebach (56. Minute), gegen Matteo Olaru und Linnebach bei einer Doppelchance (59.) und gegen Janis Edinger bei einem Freistoß (62.). Oder er verhinderte den Einschlag durch sein Stellungsspiel bei einem Heber von Linnebach (53.), bei einem Abschluss von Olaru (68.) und bei einem Konter von Valentino Guillaume (81.).
Dennoch musste De Pizzol fünf Mal hinter sich greifen. Zunächst war er machtlos bei einem Elfmeter von Olaru (37.). Leyan Yilmaz hatte den Bammentaler Mittelstürmer auf dem Weg aus dem Strafraum hinaus an der Schulter zu Boden gerissen. Nur zwei Minuten später bediente Felipe Ferraz Andrade Olaru, der dann De Pizzol keine Chance ließ und zum 2:0 einschob (39.). „Bei diesen beiden Gegentore hat sich wieder unsere Dummheit gezeigt“, erklärt Türkspor-Trainer Mehmet Öztürk. „Wir haben zwei Minuten davor erst das 0:1 kassiert, darauf müssen wir anders reagieren. Da müssen wir uns mit dem knappen Rückstand in die Halbzeitpause retten. Wenn man erst 0:8 bei Srbija Mannheim verloren hat, dann kann man nicht zaubern.“
Nach dem Seitenwechsel war der Türkspor-Torwart dann bei einem Kopfball von Linnebach nach einer Ecke von Edinger machtlos (64.). In der Schlussphase legte Miguel Leon Käpplinger noch zwei Treffer nach. Zunächst musste er aus 16 Metern nur noch einschieben, als ihn Eppingens Ilja Eckel bedient hatte (79.). Dann drückte eine scharfe Hereingabe von Guillaume fast von der Eckfahne zum Endstand über die Linie (86.).
Dabei standen die Eppinger defensiv zu Beginn richtig gut. Die Bammentaler kamen kaum gefährlich vor den Kasten von De Pizzol. Offensiv ging aber auch nicht wirklich etwas. Den gefährlichsten Abschluss der Gastgeber hatte Felipe Ferraz Andrade, der nach einer guten Kombination aus rund 18 Metern knapp am Pfosten vorbeizielte (22.). Das andere Mal, dass Victoria-Torwart Nikolas Dawid eingreifen musste, war bei einem Schuss von Mikail Arslanoglu in der 30. Minute.
FV Brühl - SG Kirchardt 3:1 (2:0)
Stefan Stötzel haderte wieder mit dem Spielglück seiner SG Kirchardt. Die Brühler hatten zwar deutlich mehr Ballbesitz. „Aber das war auch unsere Marschroute. Sie durften so 40 Meter von unserem Tor entfernt den Ball haben. Da waren sie ja nicht in einer gefährlichen Zone“, berichtet der spielende Co-Trainer der SGK. Gefährlich wurden die Gastgeber aber kaum. „Die Brühler sind meist blind ins Abseits gelaufen“, erzählt Stötzel.
Dann gingen sie aber mit dem zweiten Torschuss überhaupt durch Milot Berisha in der 44. Minute in Führung. Mit dem dritten Abschluss überhaupt erzielten die Gastgeber nur eine Zeigerumdrehung später durch Tobias Can das 2:0. Und direkt nach dem Seitenwechsel legte der FVB durch Abdulkerim Cakar das 3:0 nach (47. Minute). „Weniger können wir eigentlich gar nicht mehr zulassen“, erklärt Stefan Stötzel konsterniert.
Doch trotz der drei Nackenschläge rund um den Seitenwechsel „waren wir eine Einheit, ein Team. Wir sind nicht auseinandergebrochen, sondern haben einfach weitergespielt. Wir waren immer positiv - auch, wenn mal ein Abspielfehler passiert ist oder einer einen Zweikampf verloren hat, dann ist der nächste gekommen“, berichtet der spielende Co-Trainer der SG Kirchardt.
Das wurde auch belohnt. Nach einem Luftzweikampf zwischen Marvin Betz und einem Brühler kamen die Gastgeber zwar in Ballbesitz. Doch der Rückpass des FVB-Innenverteidigers zum Torwart geriet zu kurz, so dass Betz diesen erlaufen konnte und zum 1:3 verkürzte (57.). Und die Kirchardter hatten sogar die große Chance auf das 2:3. Doch bei einer Flanke fehlten Lenny Hinderhauser ein paar Zentimeter Körpergröße, um mit dem Kopf an den Ball zu kommen. Die Brühler brachten den Vorsprung mit all ihrer Routine dann aber über die Zeit.
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