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Das Hoffenheimer Momentum: Selbst in Unterzahl hält die Siegesserie 

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TSG Hoffenheim erarbeitet sich in Unterzahl in Bremen weitere drei Punkte, durch die der Glaube an die eigene Stärke und das Punktekonto weiter wächst. 

Die Hoffenheimer Feiergesellschaft nach dem 2:0 in Bremen.
Die Hoffenheimer Feiergesellschaft nach dem 2:0 in Bremen.  Foto: Carmen Jaspersen

Die zwei Tore der TSG Hoffenheim zum vierten Sieg im vierten Spiel 2026, sie stehen stellvertretend für die bisherige Saison. Erst ein Traumtor mit ganz viel Schmackes vor der Pause, dann eins mit einem cleveren Schubser, als direkte Antwort auf den Platzverweis gegen Wouter Burger.Dieser 2:0-Arbeitssieg der TSG Hoffenheim im Bundesliga-Nachholspiel bei Werder Bremen, er ließ den Trainer der TSG Hoffenheim am späten Dienstagabend selig lächelnd vors TV-Mikro treten. „Unsere Situation zeigt, dass wir gerade das Momentum haben“, sagte Christian Ilzer. Dass sie einen feinen Fußball spielen beim Tabellendritten, das sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Am Dienstagabend brauchte es aber auch noch die Qualität leidenschaftlicher Verteidigung in Unterzahl.

Der Zweite Dortmund ist schon in Reichweite für die TSG Hoffenheim 

Das freute Ilzer mindestens genauso wie die drei weiteren Punkte auf dem Weg zurück ins internationale Geschäft. Mit 39 Punkten hat die TSG nun schon zwölf Zähler Vorsprung auf Rang sieben, aber nur noch zwei Punkte Rückstand auf Borussia Dortmund auf Rang zwei. Die TSG Hoffenheim hat einen Lauf und das Momentum auf ihrer Seite. „Das kreiert man aber auch nur, wenn man einen guten Teamspirit hat und viel für das Ziel opfert“, sagte der 48-jährige TSG-Trainer. Im Mittelpunkt standen am Dienstagabend die zwei Torschützen. Alexander Prass erlebte im 50. Ligaspiel seine Bundesligator-Premiere. Und das nicht irgendwie. „Da hat der „Prassi“ einen reingelegt. Rechts oben ist immer frei, sagt man“, staunte Trainer Ilzer über den sehenswerten Distanztreffer rechts oben in den Winkel kurz vor der Halbzeitpause. Der Österreicher Prass profitierte zuletzt von der Afrika-Cup-Teilnahme von Bazoumana Touré, machte intensive Werbung in eigener Sache. „Er bringt eine extreme Laufbereitschaft mit“, lobte Teamkollege Grischa Prömel.

Auch für Ilzer ging der Platzverweis in Ordnung 

Die war spätestens nach dem Platzverweis für Wouter Burger noch mehr nötig als davor. Der Niederländer trat Bremens Puertas in der 52. Minute um – und sich aus dem Spiel. „Es war kein brutales Foul, aber die Stollen am Schienbein. Die Rote Karte geht schon in Ordnung“, sagte Ilzer über den Niederländer, der damit am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Union Berlin fehlen wird. Es gehört zum Hoffenheimer Momentum, immer die richtige Antwort geben zu können. Einer weniger? Kein Problem, erzielen wir eben nach zwei Minuten den zweiten Treffer, lautete das TSG-Motto.Grischa Prömel verpasste kurz davor Bremens Jovan Milosevic einen kleinen, aber regelkonformen Schubser. „Fußball ist ein Kontaktsport, da gehört Körperlichkeit dazu“, sagte Prömel. Aber auch das hier: Die 250 mitgereisten TSG-Fans bekamen ihre Tickets von der Hoffenheimer Mannschaft spendiert. „Es ist ja nicht gerade die kürzeste Anreise und gehört gewürdigt“, sagte Alexander Prass über den 1200-Kilometer-Trip. 

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