Bei SG Kirchardt und Türkspor Eppingen steigt Druck nach Niederlagen am ersten Spieltag im Jahr 2026
Die SG Kirchardt muss in der Landesliga Rhein-Neckar zum direkten Verfolger FV Nußloch, der auf dem Abstiegsrelegationsplatz steht. Schlusslicht Türkspor Eppingen hat mehr oder weniger einen Freischuss beim Tabellendritten FV Brühl.

In der Landesliga Rhein-Neckar ist erst ein offizieller Spieltag seit der Winterpause absolviert. Nach den jeweiligen Niederlagen der SG Kirchardt (0:1 gegen VfB St. Leon) und Türkspor Eppingen (0:3 gegen SC Rot-Weiß Rheinau) stehen die beiden Kraichgau-Clubs weiter unter Druck. Die SGK steht mit nur einem Punkt Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz auf dem ersten Rang, der den Klassenerhalt bedeutet. Türkspors fast unmögliche Mission Klassenerhalt hat einen herben Dämpfer erhalten.
Am Sonntag (jeweils 15 Uhr) haben beide Teams aber unterschiedliche Voraussetzungen. Kirchardt hat ein sogenanntes Sechs-Punkte-Spiel gegen den FV Nußloch vor sich, der auf dem Abstiegsrelegationsplatz steht. Eppingen kann beim Dritten FV Brühl befreit aufspielen, niemand erwartet etwas.
FV Nußloch – SG Kirchardt
Kämpfen, kratzen, beißen – die Grundtugenden standen bei der SGK in dieser Woche auf dem Trainingsplan. „Es kommt gerade viel zusammen. Deshalb macht es vielleicht gar nicht so viel Sinn, sich auf einen Punkt zu konzentrieren“, erklärt SGK-Trainer Denis Schwager. „Was aber wichtig sein wird in den nächsten Wochen, sind die Grundtugenden, was wir in der zweiten Halbzeit gegen St. Leon haben vermissen lassen. Wir müssen erst mal wieder zu den Basics zurückkommen.“
Denn das erwartet der Coach auch vom nächsten Gegner. „Die Nußlocher sind auch unter Druck. Auch sie werden die Grundtugenden auf den Platz zu bringen mit Zweikampfstärke und Härte, um zu zeigen, dass sie die Situation annehmen“, berichtet Schwager. Ein Sieg wäre für jede der beiden Mannschaften fast sechs Punkte wert. „Die Saison ist noch lang. Aber mit zwei, drei Siegen in solchen Partien kann man schnell ganz weit nach oben klettern, mit Niederlagen aber auch unten reinrutschen“, sagt der SGK-Coach. „Deshalb ist uns die Brisanz bewusst, denn nach der Niederlage gegen St. Leon sollten wir nicht in einen negativen Flow reinrutschen.
Verzichten müssen die Kirchardter auf jeden Fall auf David Reitarow nach seiner Roten Karte gegen St. Leon. „Ich gehe von einer Sperre von zwei Spielen aus“, erklärt Schwager. Leichte Entwarnung gibt es dagegen bei Stefan Stötzel. Die Zerrung scheint nicht so schlimm zu sein, wie anfänglich befürchtet.
FV Brühl – Türkspor Eppingen
Türkspor hat eines der einfachsten Spiele in der Rückrunde vor sich. Das Schlusslicht muss beim Tabellendritten ran. „Es gibt auf dem Papier eigentlich nichts zu holen“, sagt Mehmet Öztürk. Aber die praktisch nicht vorhandene Chance wollen die Kraichgauer nutzen und die Brühler überraschen. „Vielleicht werden wir ja etwas unterschätzt“, ergänzt der Eppinger Trainer. Denn die Brühler haben am Mittwoch wahrscheinlich alle Aufstiegschancen verspielt – sie verloren beim Zweiten VfR Mannheim II, der nun acht Punkte Vorsprung auf den FVB hat – und könnten in ein Loch fallen. „Je länger wir das 0:0 halten oder vielleicht sogar führen, desto bitterer könnte es für sie werden“, erklärt Öztürk.
Um eine Chance auf etwas Zählbares im Städtedreieck Mannheim-Heidelberg-Speyer zu haben, müssen die Eppinger aber anders auftreten als zuletzt gegen Rheinau. „Wir müssen uns mit voller Leidenschaft in jeden Zweikampf reinwerfen, kämpfen, positiv bleiben und sich gegenseitig unterstützen“, berichtet der Türkspor-Trainer. Dass die Kraichgauer das können, haben sie im Jahr 2026 bereits bewiesen. Im Nachholspiel gegen St. Leon brachten sie genau diese Tugenden auf den Platz.
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