Theater Heilbronn geht mit sechs Premieren in den Frühling

Mörderische Freundin, David Bowies Vermächtnis, mutiges Mädchen und hochkarätige Gastspiele im Tanz und Musiktheater
Das Theater Heilbronn geht voller Energie in den Frühling und bietet im März und April 2026 ein vielseitiges Programm. Neben dem Repertoire stehen sechs neue Inszenierungen auf dem Spielplan. Der Premierenreigen startet am 13. März 2026 im Komödienhaus mit Steven Moffats »Eine Mords-Freundin«. Hier lernen Debbie und Peter auf einer Kreuzfahrt die toughe Amerikanerin Elsa kennen und versprechen sich den Kontakt zu halten. Als Elsa dann tatsächlich bei ihnen vor der Tür steht, versucht das Paar mehr über sie herauszufinden und muss erfahren, dass es sich im wahrsten Sinne des Wortes um eine Mords-Frau handelt.
Einen Tag später am 14. März 2026 ist im Großen Haus Premiere für David Bowies Musical »Lazarus«, das als sein großes Vermächtnis angesehen wird. Die Uraufführung im Dezember 2015 war sein letzter öffentlicher Auftritt. Es geht um den Außerirdischen Thomas Jerome Newton, der zur Erde kam, nicht mehr zurückkehren kann und sich nach Erlösung sehnt. »Lazarus« versammelt 17 Welthits von David Bowie. Es ist ein Werk, das zwischen Traum und Wirklichkeit changiert und über die Sinnhaftigkeit menschlichen Daseins philosophiert.
Noch einmal ist das Nationaltheater Mannheim Tanz mit einem großen Tanzabend von Stephan Thoss zu Gast. Die Premiere von Poem an Minotaurus/Le Sacre du Printemps findet am 20. März 2026 im Großen Haus statt. Der Doppelabend »Poem an Minotaurus« und »Le Sacre du Printemps« stellt zwei außergewöhnliche Künstler des 20. Jahrhunderts ins Zentrum, die ihre jeweilige Kunstform revolutioniert haben und als Schlüsselfiguren der Moderne gelten. Was Pablo Picassos Kunst an bahnbrechenden Neuerungen für die Malerei bedeutete, brachte Igor Strawinsky an radikalen Modernisierungen für die Musik.
Mit der gefeierten Inszenierung der Rock-Oper »Jesus Christ Superstar« von Andrew Lloyd Webber ist ab dem 27. März 2026 das Pfalztheater Kaiserslautern im Großen Haus zu Gast. Die Geschichte der letzten sieben Tage Jesu Christi wird aus der Perspektive seines engen Freundes und späteren Verräters wider Willen Judas Iskariot erzählt. Die mitreißende Musik kombiniert Rock-, Pop- und auch klassische Elemente. Seit mehr als 50 Jahren berührt und begeistert das Stück und warnt vor einem Glauben, der zum Fanatismus wird.
Die Oper »La Bohéme« von Giacomo Puccini fand in der Meininger Inszenierung große überregionale Beachtung. Denn diese Künstleroper wurde von Markus Lüpertz, einem der bedeutendsten zeitgenössischen Maler, auf die Bühne gebracht, der - neben Bühne und Kostüm - auch erstmals für die Regie verantwortlich war. Ab dem 9. April ist Puccinis Meisterwerk, das das Leben der Bohéme zwischen Faszination und Existenzangst thematisiert, im Großen Haus zu sehen.
In der BOXX ist ab dem 12. April 2026 das Kinderstück »Siri und die Eismeerpiraten« von Frida Nilsson zu erleben. Im Mittelpunkt steht das Mädchen Siri, die ihre kleine Schwester aus den Fängen des gefährlichsten aller Piraten befreien will. Ein großes Abenteuer für alle großen und kleinen Theaterfreunde in der BOXX.
Außerdem ein Hinweis für alle Freunde des zeitgenössischen Tanzes: Am 19. März 2026 wird das Programm des Festivals Tanz! Heilbronn vorgestellt. An diesem Tag beginnt auch der Vorverkauf.




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