Mit der AOK Hautkrebs frühzeitig erkennen: Krankenkassen übernehmen Kosten für Screening

Je häufiger man sich UV-Strahlung aussetzt, desto höher ist das Risiko für Hautkrebs. Die Kosten für die Früherkennung werden in der Regelversorgung der Krankenkassen ab einem Alter von 35 Jahren übernommen.
Kurz in der Sonne gesessen direkt danach prangt ein zartes Rot im Gesicht? Die Haut ist im Frühjahr gegen über der UV-Strahlung der Sonne empfindlicher als im Sommer, weil sie ihr monatelang nur wenig ausgesetzt war. Das hauteigene Schutzschild aus Pigmentzellen – sichtbar als Bräune – ist in dieser Zeit des Jahres dadurch noch nicht voll ausgebildet. Noch ein Grund mehr, gerade jetzt auf guten Sonnenschutz zu achten. Denn während die Sonne einerseits zum Wohlbefinden beiträgt, kann sie auch eine Gefahrenquelle darstellen.
So ist sie eine der Hauptursachen für Hautkrebs, eine der häufigsten Tumorarten. Derzeit er kranken in Deutschland nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts jährlich mehr als 250.000 Menschen an hellem und circa 23.000 an schwarzem Hautkrebs. 2024 wurde bei 14.709 Versicherten der AOK Baden-Württemberg Hautkrebs diagnostiziert. Viele dieser Erkrankungen könnten vermieden werden, in dem man sich gegen starke UV-Strahlen schützt.
Heller Hautkrebs trifft meist Körperregionen wie Nase, Stirn und Ohren
Je häufiger und länger man sich der UV-Strahlung aussetzt, desto größer ist das persönliche Risiko, erklärt die Deutsche Krebsgesellschaft. Beim hellen Hautkrebs trifft es besonders die Körperregionen, die vermehrt dem Sonnenlicht ausgesetzt sind, wie etwa Nase, Stirn und Ohren. Wer unter den Männern an Haarausfall leidet, sollte auch den Kopf besonders gut vor der Sonne schützen. Bei Männern finden sich Melanome häufig auf dem Rücken, bei Frauen an den Beinen.
Schatten ist der beste Sonnenschutz – vor allem in den Mittagsstunden, wenn die Sonne am intensivsten scheint. Der Schatten schützt jedoch nicht immer vor indirekter Strahlung durch reflektierende Flächen wie Sand, Beton und Schnee oder vor seitlich einfallen der Strahlung. Wasser reflektiert die UV-Strahlen und verstärkt so deren Wirkung um rund 50 Prozent.

Je höher der UV-Index, desto schädlicher die Strahlung für die Haut
Die Intensität der UV-Strahlung wird durch die Jahres- und Tageszeit, geografische Gegebenheiten wie Breitengrad und Höhenmeter, die Dichte der Bewölkung und die Reflexion der UV-Strahlung durch die Umgebung bestimmt. Der UV-Index zeigt, wie stark die Sonnen strahlen (UV-Strahlen) aktuell sind. Er ist mit einer Zahl von 1 bis 11+ und einer Farbskala dargestellt. Je höher der UV-Index, desto stärker und schädlicher ist die Strahlung für die Haut. Die Zahl gibt uns Orientierung, ob und wie wir uns vor der Sonne schützen sollten. Denn: Deren UV-Strahlung sorgt nicht nur für lästige Sonnenbrände, wenn sie auf ungeschützte Haut trifft, sondern steigert auch das Risiko für eine Hautkrebserkrankung.
Internetseite des Deutschen Wetterdienstes zeigt jederzeit aktuellen UV-Index
Der aktuelle UV-Index kann je derzeit auf den Internetseiten des Deutschen Wetterdienstes und des Bundesamtes für Strahlenschutz ermittelt werden. Ab UV-Index-Werten von 3 raten Experten, Haut und Augen vor der Sonne zu schützen. Solche mittleren Werte können laut dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Deutschland bereits im März erreicht werden. Wie bei vielen Krebsformen hängt der Heilungserfolg davon ab, wie früh der Hautkrebs erkannt wird. Bei nicht metastasiertem schwarzem Hautkrebs ist die Prognose sehr günstig, wenn dieser entdeckt wird, bevor er eine Dicke von einem Millimeter in der Hautschicht erreicht hat.
Die Fläche der betroffenen Stelle ist dabei weniger wichtig. Entfernt ein Arzt den schwarzen Hautkrebs in diesem Stadium, sind die Chancen auf eine vollständige Heilung sehr gut. Hat der Krebs je doch bereits Metastasen etwa in Haut, Lymphknoten oder Knochen gebildet, verschlechtert sich die Prognose. Beim Basaliom sind die Aussichten auf Heilung noch besser, da es sehr selten Metastasen bildet.

Krankenkassen übernehmen in der Regelversorgung Hautkrebs-Früherkennung
Die Kosten für die Hautkrebs-Früherkennung werden in der Regelversorgung der Krankenkassen ab einem Alter von 35 Jahren übernommen. Die AOK Baden-Württemberg bezahlt für ihre Versicherten das Screening bereits ab dem 20. Lebensjahr, um jungen Menschen einen besseren Schutz zu bieten.
Umfassende Informationen zur Hautkrebsvorsorge finden Interessierte gleich hier.
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