Stimme+
Cleebronn
Lesezeichen setzen Merken

Technisches Knowhow und Adrenalinschübe auf der Achterbahn

   | 
Lesezeit  2 Min
Erfolgreich kopiert!

Bei einer Technikführung im Erlebnispark Tripsdrill dürfen 18 Leserinnen und Leser hinter die Kulissen dreier Großattraktionen blicken. Die Aktion findet im Rahmen des XXL-Lesersommers statt.

Von Linda Saxena

Geräuschvoll fährt die Achterbahn "Volldampf" über die Köpfe der 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des XXL-Lesersommers der Heilbronner Stimme hinweg. Achterbahn gefahren ist hier jeder schon einmal, doch "was dahintersteckt" wisse man gar nicht so genau, meint Leser Manfred Ritter. Hier kommt Lukas Marschik, Werkstattmeister im Erlebnispark Tripsdrill, ins Spiel. Der Feinwerkmechanikermeister ist bestens mit den Fahrgeschäften des Erlebnisparks vertraut und führt die Leser hinter die Kulissen dreier rasanter Attraktionen. So lernen die Teilnehmer die drei Achterbahnen "Volldampf", "Hals-über-Kopf" und "Karacho" bei einer Technikführung aus einer ganz anderen Perspektive kennen - inklusive VIP-Fahrten an jeder Station.


Achterbahnen sind einzigartig auf der Welt

In den Technikräumen und Wartungshallen der Achterbahnen erfahren die Leser nicht nur allgemeine Eckdaten und technische Details, sondern können auch einzelne Maschinenelemente aus der Nähe begutachten. Manfred Ritter aus Talheim ist erstaunt, "wie kompakt die Technik doch ist". Im Fokus der Führung liegen zwei Großattraktionen, welche im Juni 2020 eröffnet wurden und die es so "nur einmal auf der Welt gibt", erklärt Lukas Marschik. Gemeint sind die Familienachterbahn "Volldampf" und die Hängebahn "Hals-über-Kopf" des Herstellers Vekoma.

Am Ort des Geschehens erfahren die Leser zahlreiche Details über die Achterbahnen "Volldampf" und "Hals-über-Kopf". Foto: Andreas Veigel
Am Ort des Geschehens erfahren die Leser zahlreiche Details über die Achterbahnen "Volldampf" und "Hals-über-Kopf". Foto: Andreas Veigel  Foto: Veigel, Andreas

Die Besonderheit: Der Streckenverlauf beider Bahnen kreuzt sich mehrfach. "Volldampf ist ein Family-Boomerang-Coaster, 22 Meter hoch, 250 Meter lang und bis zu 60 km/h schnell", führt Marschik aus. "Hals-über-Kopf" kann eine Maximalgeschwindigkeit von 80 km/h auf einer Strecke von 730 Metern und einer Lifthöhe von 30 Meter aufnehmen. Der Werkstattmeister erklärt, wie eine Achterbahn angetrieben wird und aus welchen Komponenten sich die Bremssysteme zusammensetzen. Dann dürfen die Leser die soeben erfahrenen Details und auch die Beschleunigungskräfte bei einer Fahrt am eigenen Leib erleben.

Sicherheit und Schutzvorkehrungen

Auch das Thema Sicherheit ist allgegenwärtig. Beim morgendlichen Check „lassen wir uns Zeit“, berichtet Marschik. Engmaschige Kontrollen sowie durchwechselnde Mechaniker dienen dazu, „das Risiko Mensch auszuschließen.“ Neben den vorgeschriebenen Kontrollgängen habe jede Anlage etliche Schutzvorkehrungen, die im Notfall in Kraft treten. Außerdem melden Sensoren im Boden, wenn der Grundwasserspiegel eine bestimmte Grenze übersteigt und die Standfestigkeit der Anlagen nicht mehr gewährleistet werden kann. 

Rasante Fahrten und die Altweibermühle

Einen Adrenalinschub der Extraklasse gibt es bei der Achterbahn "Karacho". Sie beschleunigt in 1,6 Sekunden auf 90 km/h. Ein wenig zerzaust, aber fröhlich landet die Leserschaft nach etlichen Loopings am Ausstieg. "Es hat mich etwas Überwindung gekostet", erzählt Maria Kircher, die mit ihren beiden Enkelkindern an der Leseraktion teilnimmt. Doch bereut sie die "Hals-über-Kopf"-Fahrt nicht. "Es hat Spaß gemacht." Nun dürfen die Leserinnen und Leser den restlichen Tag im Park verbringen. Dafür haben sich Manfred Ritter und Tochter Anna eine Strategie zurechtgelegt: „Alles einmal fahren. Auch das, wo man nicht so lange anstehen muss.“ Er ergänzt: „Aber Rutschen in der Altweibermühle, das ist Pflicht!“

 
Kommentare öffnen
  Nach oben