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Ein herausforderndes Jahr für Zaberfelder Grundschulleiterin

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Elisabeth Schäfer leitet seit einem Jahr die Grundschule und setzt erste Akzente. Wie blickt die 37-Jährige auf das Corona-Schuljahr?

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Auf ihre Einsetzungsfeier musste Elisabeth Schäfer im Juni coronabedingt verzichten. Die Schüler hat sie bisher als fröhlich und fleißig erlebt. Foto: Friedhelm Römer
Auf ihre Einsetzungsfeier musste Elisabeth Schäfer im Juni coronabedingt verzichten. Die Schüler hat sie bisher als fröhlich und fleißig erlebt. Foto: Friedhelm Römer  Foto: Römer, Friedhelm

Es kommt eher selten vor, dass jemand mit 37 Jahren bereits die Leitung einer Schule übernimmt. Elisabeth Schäfer hat die Chance genutzt. Die junge Pädagogin hat ihre neue Stelle vor einem Jahr an der Grundschule Zaberfeld angetreten und inzwischen erste Erfahrungswerte, über die sie berichten kann.

Herausforderung in neuer Umgebung und Position

"Es ist ein herausforderndes Jahr gewesen", sagt sie mit Blick auf Corona und ihrem Start als Schulleiterin noch dazu in neuer Umgebung. Dabei war der Beginn Ende 2019 noch einigermaßen geordnet. "Es war ein ruhiger Start, dank der Unterstützung des Kollegiums", sagt Elisabeth Schäfer, die in Sternenfels lebt. Die Monate Dezember und Januar habe sie genutzt, um sich vorzustellen: In den Kindergärten, im Rathaus und beim Schulträger. "Mit der neuen Bürgermeisterin Diana Kunz habe ich oft zu tun. Wir kommen gut klar miteinander", sagt sie.

Und sie wird auch mit dem Naturpark Stromberg-Heuchelberg viel zu tun bekommen, denn die Grundschule wird zur Naturparkschule. Es steht eine enge Kooperation an. Dazu hat die Schule verschiedene Kriterien zu erfüllen, muss Module erarbeiten, wie die Themen in den Lehrplan eingebaut werden sollen. "Die Kinder sollen dadurch die Natur direkt erleben und ihre Heimat wertschätzen", sagt Elisabeth Schäfer. Aufgrund der Kooperation wird auch das Leitbild erweitert: Aus "Miteinander" wird nun "Miteinander leben in Schule und Natur".

Keine Einsetzungsfeier

Corona hat der für Juni geplanten Einsetzungsfeier allerdings einen Strich durch die Rechnung gemacht. Schäfer: "Ich bin traurig, dass sie nicht stattfinden konnte, weil eine solche Feier dazugehört." Die zurückliegenden Monate waren für sie aber vor allem aufgrund der dynamischen Coronasituation eine große Herausforderung: "Die Zeit war sehr kräftezehrend. Es war ein großer organisatorischer Aufwand mit den Schulschließungen und der Notbetreuung zu meistern." Während des Lockdowns sei sie täglich in der Schule gewesen. Doch ungeachtet aller Hygienemaßnahmen und -konzepte sei die Sorge bei ihr groß, angesichts der steigenden Corona-Fallzahlen.

Elisabeth Schäfer musste, wie es von einer Schulleiterin erwartet wird, Entscheidungen treffen. Auf diese Weise ist sie schnell in ihre neue Funktion hineingewachsen. "Das Kollegium hat mich gleich als Leitung wahrgenommen. Ich habe mich in meiner neuen Rolle bestärkt gefühlt, dass ich der Aufgabe gerecht werden kann." Der Austausch sei ihr wichtig. Austausch mit Kollegen, Eltern, Kindern und Schulträger: "Ich lege viel Wert auf Transparenz und Kommunikation." Die Schüler selbst erlebe sie als fröhlich und fleißig.

Die neue Schulleiterin hat neben der Kooperation mit dem Naturpark auch noch auf anderen Gebieten Akzente gesetzt: Die Schulsozialarbeit ist aufgestockt worden. Aus einer 50-Prozentstelle, die zu je einer Hälfte den Grundschulen in Zaberfeld und Pfaffenhofen zugute kam, wurden nun zusätzliche 25 Prozent der Grundschule Zaberfeld gewährt. Außerdem können die Kinder künftig wieder in der Schule schwimmen lernen. Schäfer: "Ich habe den Schwimmunterricht nach Zaberfeld zurückgeholt. Wir haben den letzten noch freien Termin im Lehrschwimmbecken in Eppingen-Mühlbach bekommen."

Zur Person

Elisabeth Schäfer stammt aus dem badischen Weingarten. Sie hat an der pädagogischen Hochschule Karlsruhe Deutsch und Katholische Theologie studiert und ihr zweites Staatsexamen in Pforzheim abgelegt. Die 38-Jährige war zehn Jahre an einer Grundschule in Bad Friedrichshall, anschließend drei Jahre in Eppingen. Seit 4. November 2019 ist sie Schulleiterin der Grundschule Zaberfeld mit acht Klassen und einer Vorbereitungsklasse (VKL).

 
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