Freibad in Wüstenrot erhält endlich neue Sanitärräume
Am Dienstagabend gab der Gemeinderat grünes Licht, die Sanitäranlagen im Freibad in Wüstenrot für rund 120.000 Euro sanieren zu lassen. Im Mai 2020, pünktlich zur neuen Badesaison, sollen alle Arbeiten fertig sein.

Bis zur nächsten Badesaison im Mai 2021 soll die Sanierung der Sanitärräume im Freibad in Wüstenrot abgeschlossen sein. Darüber war sich der Gemeinderat am Dienstagabend einig.
Zum einen soll die einzige (Kaltwasser-)Dusche im Außenbereich ersetzt werden. Dann können sich Besucher auf zwei neue Duschen mit warmen Wasser freuen. Außerdem sollen die Toiletten modernisiert werden. "Im Zuge dessen könnte auch gleich eine Trennung zwischen Personal- und Besucher-WC vorgenommen werden", lautet der Vorschlag von Bürgermeister Timo Wolf, der mit Ausgaben zwischen 120.000 und 150.000 Euro rechnet. Außerdem werde geprüft, welche Vorarbeiten der örtliche Bauhof leisten kann.
Zuletzt 2018 ein Thema
"Ich denke, das ist gut angelegtes Geld. Immerhin stand das Thema schon länger auf der Agenda", ist Timo Wolf froh, dass es nach vielen Jahren endlich losgeht. Zuletzt kamen 2018 Überlegungen auf, das in die Jahre gekommene Sanitärgebäude des Freibades zu sanieren. Die Verwaltung beauftragte das örtliche Architekturbüro Schoch, eine Bestandserhebung zur Sanierung des gesamten Gebäudes vorzunehmen. Kostenpunkt: 440.000 Euro. "Das war uns zu teuer", sagt der Rathauschef. 2020 aber gibt es grünes Licht "und das trotz Corona", freut sich Timo Wolf.
Die Gesamtsanierung soll in drei Bauabschnitte unterteilt werden. Zustimmung auch beim Gremium: "Wir sollten so schnell wie möglich mit den Arbeiten beginnen. Der Zustand der Sanitäranlagen ist nicht mehr tragfähig", betont Heiko Dietterle (FWV) und ergänzt mit sarkastischem Unterton: "Schön, dass ich die Sanierung noch erleben darf."
Für Manfred Schmidgall steht fest: "Wir haben oft genug darüber diskutiert. Wir müssen endlich handeln, das steht außer Frage." Trotzdem erinnert der FWV-Gemeinderat an das von der Verwaltung versprochene Konzept für das restliche Freibad. "Seit zwei Jahren warten wir darauf."
Gremium wünscht sich Konzept über Gesamtzustand

Manfred Schmidgall interessiert vor allem die Technik. "Vor zehn Jahren hieß es bereits, die würde nicht einwandfrei funktionieren." Bürgermeister Timo Wolf verspricht, Informationen über den Zustand des gesamten Freibades in Erfahrung zu bringen, betont aber auch, dass das größte Problem die Toiletten wären. "Die gehen wir als Erstes an."
Das eine mit dem anderen zu koppeln, mache wenig Sinn, weil man sich sonst schnell wieder an dem Punkt vor zwei Jahren befinde, an dem lange nichts mehr vorwärts ging.Der Zustand der Technik sei akzeptabel, beruhigt Timo Wolf. "Das Freibad fliegt uns nicht gleich um die Ohren."
Jetzt werden die Arbeiten ausgeschrieben, damit die Aufträge schnellstmöglich vergeben werden können. "Dann werden wir sehen, wie wir mit den Kosten hinkommen", so Timo Wolf.


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