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Widderner Schul-Kooperation ist ein Glücksfall für Schüler

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In Widdern liegen zwei Schulen dicht beieinander: Von dieser Nähe profitieren alle.

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Im Zeichen des Widders: Kristin Heunemann und Dirk Schwarz kooperieren mit ihren Schulen. Wegen Corona ist diese Zusammenarbeit in der üblichen Form derzeit nicht mehr möglich.
Foto: Simon Gajer
Im Zeichen des Widders: Kristin Heunemann und Dirk Schwarz kooperieren mit ihren Schulen. Wegen Corona ist diese Zusammenarbeit in der üblichen Form derzeit nicht mehr möglich. Foto: Simon Gajer  Foto: Gajer, Simon

Die Nähe ist ein Gewinn für die Kinder: Die Grundschule Widdern und die Feinauschule als Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) liegen aneinander. Und ohne Corona verschwimmen die Grenzen. Feste finden stets gemeinsam statt. Lehrer helfen sich auf dem kleinen Dienstweg, Schüler kommen miteinander in Kontakt und lernen voneinander. Corona hat das alles erst einmal gestoppt, denn Schülergruppen sollen sich nach Möglichkeit nicht miteinander vermischen.

Kurzer Dienstweg führt Lehrer zusammen

Ohne Corona sind die Wege auf dem Widderner Campus extrem kurz. Wissen die Lehrer an der Grundschule bei Lern-Schwierigkeiten eines Kindes nicht weiter, holen sie sich bei den Experten des SBBZ Rat - ganz unkompliziert. Das ist so eigentlich nicht vorgesehen, denn die Feinauschule darf sich nur um jene Kinder kümmern, die gezielt zu ihr geschickt werden.

"Wenn Probleme auftauchen, die wir nicht zuordnen können, fragen wir an der Feinauschule", sagt Grundschulrektor Dirk Schwarz. Die Lehrer geben Tipps oder zusätzliches Material, um das Kind zu unterstützen. Der Schulleiter freut sich über diesen Austausch der Kollegien. "Das ist toll." Die Freude ist bei der Feinauschule mit 43 Kindern in Widdern genauso groß. Denn die Schule ist auch in umliegenden Standorten im Einsatz, wo 18 Kinder mit Bedarf in herkömmlichen Klassen unterstützt werden. Inklusion, darum geht es dabei. Die Lehrer seien deshalb oft unterwegs, nicht so bei der Zusammenarbeit mit Widdern, sagt Rektorin Kristin Heunemann.

Die beiden Schulen wollen wieder gemeinsame Klassen bilden

Die Schulen haben sogar schon einmal in Widdern gemeinsame Klassen gebildet. "Da wollen wir wieder hin", kündigt Kristin Heunemann an. Schon vor Corona war dies nicht mehr möglich, weil der Grundschule Personal abgezogen wurde. Von der Kooperation profitieren aber alle Kinder, die in einer solchen Klasse sind: Die beiden Lehrer sind immer gemeinsam im Unterricht.

Sind bereits zwei Lehrer ein Gewinn für den Unterricht, so stärken sich die Kinder gegenseitig. Die Rektoren kennen den Fall eines Jungen, der Klassenbester der Feinauschule war. An der Grundschule, die zurzeit 62 Kinder hat, merkte er, dass es noch besser geht - und er orientierte sich an den besseren Kindern. Mittlerweile geht er auf die Gemeinschaftsschule. "Alle lernen gemeinsam auf verschiedenen Niveaustufen, das ist Inklusion", freut sich Kristin Heunemann. "Das ist unser Wunschtraum."

Den Kindern kommt die Nähe der Schulen zugute. Beispielsweise könnten Mädchen und Jungen, für die die Grundschule erst einmal zu schwer ist, auf die Feinauschule gehen und später ein paar Meter weiter in die Grundschule wechseln. "In manchen Fällen können ein bis zwei Jahre etwas bringen", weiß Rektor Schwarz. Ohnehin ist ein solcher Wechsel für alle Feinauschüler möglich. "Man hat noch alle Wege offen", sagt Kristin Heunemann. Das werde bei der Beratung vielen Eltern immer wieder gesagt.

Es startet bald ein neues Zeichen der Zusammenarbeit

Zusammenarbeit ist wichtig - auch bei der Ausstattung. Beim Material sprechen sich die Rektoren erst einmal ab. "Wir kaufen Lernmittel gemeinsam", sagt Kristin Heunemann. Bald gibt es ein weiteres Zeichen des Miteinanders: Die Widderner warten auf Post des zuständigen Amtsgerichts. Dann ist der gemeinsame Förderverein eingetragen.

 
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