Die Zeitung quasi in die Wiege gelegt
Die Bürger können bei der Vor-Ort-Aktion der Heilbronner Stimme in der Weinsberger Kernerstraße Wünsche und Anregungen äußern.

Kalt ist es an diesem klirrend-klaren Dienstagmorgen, und die Passanten in der Weinsberger Kernerstraße beeilen sich, ins Warme zu kommen, sei es beim Bäcker, der Kreissparkasse, der Apotheke oder bei einem der Ärzte. Einer, der sich an der Kälte kaum stört, ist Jürgen Supp. Er ist sie gewohnt, war er doch mit Mischlingshund Toni schon in aller Frühe Gassi. Jetzt bekommt Toni erneut Auslauf, weil Jürgen Supp den Rundbrief an seine Kollegen des Jahrgangs 1943 austrägt. Da ist ein wenig Zeit für einen Plausch bei der Vor-Ort-Aktion der Heilbronner Stimme natürlich drin.
Meckern allein reicht nicht
Ein Eingeborener sei er, sagt Jürgen Supp, ein Weinsberger mit Leib und Seele. Auch wenn sein Heimatort für ihn berufsbedingt viele Jahre lang nicht viel mehr war als eine Schlafstatt - "ich war viel unterwegs" - nie hätte er woanders wohnen wollen. "Ich finde alles gut in Weinsberg", sagt der frühere Vorsitzende des TSV im Gespräch mit der stellvertretenden Chefredakteurin Tanja Ochs und mit Redakteurin Anja Krezer. Klar: "Zu meckern gibt es immer was." Aber der Ruheständler findet: "Man muss es erst mal besser machen." Auch mit seiner Heimatzeitung ist er "rundum zufrieden". Quasi "von Geburt an bin ich Stimme-Leser", sagt Jürgen Supp und lacht. Bereits kurz nach 5 Uhr schlägt er die Seiten auf.
Ausparken ist hier sehr schwierig
Bürgermeister Stefan Thoma, der ebenfalls zum Vor-Ort-Termin unserer Zeitung gekommen ist, erinnert daran, dass dort, wo er und die Journalistinnen stehen und wo sich die Besorgungs- und Arztbesuchswege vieler Einwohner kreuzen, einstmals die Karosseriewerke Weinsberg waren. "Das kann man sich heute überhaupt nicht mehr vorstellen." Natürlich weiß der Rathauschef um das Manko der viel befahrenen Kernerstraße: Wer hier parkt, hat es schwer, aus der Lücke wieder herauszukommen. Man verrenkt sich fast den Hals beim rückwärts Ausparken, so unübersichtlich ist es. "Irgendwann wird man die Straße richten müssen, und dann werden sicher auch die Parkplätze neu angelegt", sagt Stefan Thoma.
Urteil steht weiter aus
Nebenbei erfährt man noch das Eine oder Andere bei der Vor-Ort-Aktion: etwa, dass das Urteil des Verwaltungsgerichtes Stuttgart zur Bürgermeisterwahl wohl noch eine Weile auf sich warten lässt, weil das Gericht überlastet sei. Bekanntlich reichte Thomas Herausforderer Lutz Ronneburg Klage ein, weil das Landratsamt Heilbronn Ronneburgs Einspruch gegen die Wahl vom 2. Februar zurückgewiesen hatte. Dem Urteil sieht Thoma entspannt entgegen, sagt er.
Wenig entspannt reagiert der Weinsberger Rathauschef dagegen auf die seiner Meinung nach unberechtigte Kritik von Siegbert Müller an der Führung des Kernervereins. Siegbert Müller moniert, dass er als Gästeführer im Kernerhaus/Kernergarten nicht so aktiv werden dürfe, wie er sich das wünsche.

Stimme.de
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