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Für Kommandanten ist die Untereisesheimer Feuerwehr gut aufgestellt

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Corona wirbelt auch die Stimme-Aktion "50 Wochen – 50 Orte" durcheinander. Eine Vor-Ort-Aktion mussten wir ausfallen lassen, stattdessen hat die Redaktion angeboten, dass sich Leser telefonisch äußern konnten. Themen ansprechen, Kritik üben – das war möglich. Außerdem hat die Redaktion in dieser Zeit gezielt bei einer wichtigen Institution nachgehakt: der Freiwilligen Feuerwehr.

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Übergabe des neuen Fahrzeugs an die Freiwillige Feuerwehr Untereisesheim: Im Jahr 2019 haben die Helfer einen Gerätewagen bekommen.
Foto: Archiv/Veigel
Übergabe des neuen Fahrzeugs an die Freiwillige Feuerwehr Untereisesheim: Im Jahr 2019 haben die Helfer einen Gerätewagen bekommen. Foto: Archiv/Veigel  Foto: Veigel

"Die Feuerwehr ist ganz gut aufgestellt", betont Kommandant Steffen Götz im Gespräch mit unserer Zeitung. 42 Mitglieder zählt die Einsatzabteilung, zum Nachwuchs gehören 16 Jugendliche, in der Altersabteilung bringen sich neun Personen ein. Über die Unterstützung aus dem Rathaus, von der Verwaltung, Bürgermeister Bernd Bordon und dem Gemeinderat, kann sich die Freiwillige Feuerwehr nicht beklagen. Sie bekommt im Schnitt jedes Jahr 10?000 Euro, um Geräte auszutauschen. Stück für Stück, immer wieder, so erneuere die Wehr ihre Ausrüstung. Der Kommandant betont: "Wir gehen maßvoll mit dem Geld um." In diesem Jahr stehen 20?000 Euro für neue Einsatzkleidung bereit. Überraschend ist es deshalb nicht, dass Steffen Götz bei einer Frage kurz überlegt und dann mit einem Wort antwortet: Welchen Wunsch hätte er für die Wehr? "Keinen."

Um sich und andere vor dem Corona-Virus zu schützen, liegen auf jedem Platz in den Fahrzeugen Mundschutz-Masken parat, die die Helfer sofort anziehen. Außerdem fallen erst einmal die Übungen aus. Noch wirkt sich das nicht auf die Einsatzbereitschaft aus. Steffen Götz befürchtet aber: "Irgendwann fängt es an, wehzutun." Die Routine, sagt er, sei dann nicht mehr vorhanden: Schläuche ausrollen, mit der Hydraulik arbeiten, den Atemschutz anlegen. Ohne regelmäßiges Training werde man langsamer.

Nach wie vor bleibt die Feuerwehr Untereisesheim bei bestimmten Einsätzen auf die Unterstützung aus Neckarsulm angewiesen. Das ist dann der Fall, wenn tagsüber größere Alarmierungen reinkommen. Der Wehr aus der kleinen Gemeinde fehlen, wie auch andernorts, ausreichend Mitglieder, die werktags ausrücken können. Abends und nachts sowie an den Wochenenden ist das kein Problem, unter der Woche schon – weil viele, wie der Kommandant selbst, auswärts arbeiten. Steffen Götz beschreibt die Situation deshalb wie folgt: "Wir bekommen schon immer mal wieder das Auto voll." Nur nicht regelmäßig, deshalb dankt er ausdrücklich der Wehr aus der Nachbarstadt. Den Menschen, die Hilfe benötigen, sei allerdings am Ende ohnehin egal, welches Gemeindewappen auf einem Feuerwehrfahrzeug prangt. "Hauptsache ist, dass geholfen wird", sagt Götz.

Unterdessen arbeitet die Kommunalpolitik seit mehreren Monaten daran, dass die Feuerwehr langfristig ein neues Magazin erhält. In Richtung Obereisesheim will der Gemeinderat ein kleines Gewerbe- und ein neues Baugebiet erschließen – inklusive Standort für die Helfer. Wann es losgeht, lässt sich derzeit nicht sagen.

 
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