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Oedheim
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Wie die Oedheimer zu ihrem Spitznamen kamen

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Die Gemeinde Oedheim gehört zu jenen, die ihren Spitznamen in der Tat nur einem einzigen Mann zu verdanken haben. Seine Geschichte reichte dazu aus, den Bewohnern des gesamten Ortes schon vor langer Zeit den Stempel „Bärentreiber“ aufzudrücken.

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Aug’ in Aug’ mit zwei Braunbären wähnte sich ein betrunkener Oedheimer im Aspenwald. Die anschließende Jagd nach den vermeintlich gefährlichen Bestien blieb freilich erfolglos.
Foto: dpa
Aug’ in Aug’ mit zwei Braunbären wähnte sich ein betrunkener Oedheimer im Aspenwald. Die anschließende Jagd nach den vermeintlich gefährlichen Bestien blieb freilich erfolglos. Foto: dpa  Foto: Christophe Gateau (dpa)

Der Oedheimer an sich ist ein geselliger Mensch – und einem Gläschen in fröhlicher Runde nicht abgeneigt. Das war auch schon vor ein paar Jahrhunderten so, als sich ein Oedheimer nach dem Zechen im Wirtshaus auf den Weg zum Lautenbacher Hof gemacht hatte. Der lag zwar auf Oedheimer Markung – aber doch ziemlich abseits. In früherer Zeit war der Weg dorthin dunkel und gruselig – zumal dann, wenn man ein wenig zu tief ins Glas geschaut hatte. Dass die beiden zum Hofgut gehörenden großen Hunde zuweilen auf eigene Faust durch die Flur streunten, machte die Lage nicht besser.

Gut bewaffnet zur Bärenjagd

Bis zum Gemeindewald Aspenloch war der gut Angeheiterte auf seinem Weg schon gekommen, als er just den beiden Hofhunden begegnete. Da er infolge seines übermäßigem Alkoholgenusses nicht mehr wirklich gut sah und auch die Größe der Tiere nicht mehr einzuschätzen vermochte, war er sich sicher, gerade zwei Bären zu begegnen. Obwohl – oder gerade weil ihm ein Riesenschreck in die Glieder fuhr, lief er so schnell ihn seine wackeligen Beine trugen in den Ort zurück und schlug – ob der Bestien, denen er vermeintlich begegnet war – Alarm.

Für ausgeschlossen hielten die Oedheimer die Geschichte nicht. Also traten sie gut bewaffnet zur Bärenjagd im Aspenwald an. Dort angekommen, fanden sie von Meister Petz allerdings keine Spur – nur die beiden Hunde vom Lautenbacher Hof konnten aufgespürt werden. Damit endete die erfolglose Bärenjagd der Oedheimer. Dachten sie. Denn die Geschichte machte in Windeseile die Runde – besonders in den Nachbarorten. Und dort verpasste man den mutigen Jägern ihr Bärentreiber-Prädikat, das sich bis heute hartnäckig hält.

Ruf von fliegenden Händlern

Weniger skurril ist die Geschichte, die den Degmarnern zu ihrem Uz-Namen verhalf. Viele der Bewohner des heutigen Oedheimer Ortsteils verdienten in früherer Zeit ihren Lebensunterhalt als „fliegende Händler“. Auf den Märkten im Land präsentierten sie ihr Angebot, wobei die meisten von ihnen mit Trikotwaren handelten. Auf die Qualität der guten Baumwolle sollen sie ihre Kundschaft weiland mit dem immer gleichen Ruf: „Makko, Makko“ aufmerksam gemacht haben.

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