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Oedheim gilt als Wohngemeinde mit viel Potenzial

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Bei der Vor-Ort-Aktion der Heilbronner Stimme in der Oedheimer Sportheimgaststätte wollen Bürger viel von den anwesenden Vertretern der Zeitung wissen. Die Einheimischen wissen am besten, wo im Ort der Schuh drückt.

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Die integrative Kraft der Vereine ist in Oedheim stark, der ÖPNV ein Problem. Das erzählten die Bürger Chefredakteur Uwe Ralf Heer (rechts).
Foto: Mario Berger
Die integrative Kraft der Vereine ist in Oedheim stark, der ÖPNV ein Problem. Das erzählten die Bürger Chefredakteur Uwe Ralf Heer (rechts). Foto: Mario Berger  Foto: Berger, Mario

Der aktuelle und der ehemalige Bürgermeister, Gemeinderäte, Schulleiter, Interessierte - alles gut informierte Zeitungsleser. Die rund 50 Zuhörer, die zur Vor-Ort-Aktion der Heilbronner Stimme im Rahmen von "50 Wochen - 50 Orte" in die Sportheimgaststätte Kocheraue gekommen sind, haben jede Menge Fragen, auch über ihre Heimatzeitung im Gepäck. Da sind sie bei Chefredakteur Uwe Ralf Heer genau richtig. Anderthalb Stunden dauert der angeregte Austausch.

Veranstaltung ist komplett auf meine.stimme.de zu sehen

Und die Zuhörer kennen auch die kleinen Anekdoten vom Ort. Etwa, was es mit dem Gäulbibber auf sich hat, eine Anspielung auf die Oedheimer Pferde-Transportunternehmer von früher. Lob bekommt Ute Plückthun, freie Stimme-Mitarbeiterin, die häufig aus ihrem Heimatort berichtet. Bemängelt werden die zu "kleinen Bilder". Manfred Rappold, der die ganze Veranstaltung filmt und in gesamter Länge auf meine.stimme.de und YouTube online veröffentlicht, regt die Mitbürger an, auch öfter einen Blick auf meine.stimme.de zu werfen - wo schließlich auch viele Bilder eingestellt seien.

"Wir versuchen, eine ausgewogene Mischung herzustellen, haben sogar genau ausgewertet, welcher Ort wie oft im Blatt ist", erklärt Heer die eigene Analyse im Pressehaus.

Integrative Kraft der Vereine ist groß

Ludger von der Pütten-Bluhm, den es als Vereinsfunktionär einst sehr schmerzte, dass die Deutsche Meisterschaft im Gardetanz mit 3000 Leuten in der Heilbronner Harmonie vor einigen Jahren nur im Lokalteil und nicht im Sportteil der Zeitung erschienen ist, bricht eine Lanze für seine Wahlheimat. Die integrative Kraft der Vereine sei sehr groß, das hat der Rheinländer am eigenen Leib erfahren. "Hier wird so viel Arbeit geleistet, da sind wir ganz weit vorne."

Was Bürgermeister Matthias Schmitt bestätigt. "Wir haben wirklich jedes Wochenende Veranstaltungen. Die Stärke Oedheims ist der gesellschaftliche Zusammenhalt. Das findet man nicht überall."

Öffentlicher Nahverkehr ist ein Problem

Ein Wermutstropfen bleibt der öffentliche Nahverkehr. Dass er vor 50 Jahren mit dem Bus nach Heilbronn zu seiner Lehrstelle fahren konnte und pünktlich um 7 Uhr anfing, erzählt ein Bürger. "Das geht heute nicht mehr." Denn seit dem Stadtbahnanschluss in Bad Friedrichshall gilt: kein Parallelverkehr mit dem Bus. Immerhin sei die Bus-Taktung nach Neuenstadt verbessert worden. Von dort geht es für die Oedheimer dann weiter Richtung Heilbronn.

Neckarsulm anzusteuern, bleibt ein Problem, sagt der Bürgermeister. Um die Buga in Heilbronn zu erreichen, habe er über eine Stunde gebraucht, erzählt Manfred Rappold. "Danach bin ich nur noch mit dem Auto zur Buga gefahren."

Oedheim ist primär Wohngemeinde

Wo liegt die Zukunft Oedheims? "Wir sind eine Wohngemeinde, und das werden wir bleiben", sagt Matthias Schmitt. Wichtig sei es, die Infrastruktur zu erhalten. "Da läuft ja gerade sehr viel. Investoren rennen uns die Bude ein." In Degmarn werden 36 Bauplätze erschlossen, in Oedheim sind 90 Bauplätze anvisiert.

 
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