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In neue Kita in Gochsen zieht bald Leben ein

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Die Schlüsselübergabe für die Einrichtung "Ob dem Kirchhof" findet nach nur fünf Monaten Bauzeit statt. Im November startet der Betrieb und die ersten Kinder ziehen ein.

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In die Kita "Ob dem Kirchhof" in Gochsen ziehen im November die ersten Kinder und Erzieherinnen ein. Auch das Baugebiet drumherum ist fertig erschlossen.
Fotos: Ralf Seidel
In die Kita "Ob dem Kirchhof" in Gochsen ziehen im November die ersten Kinder und Erzieherinnen ein. Auch das Baugebiet drumherum ist fertig erschlossen. Fotos: Ralf Seidel  Foto: Seidel, Ralf

Seit mehr als 50 Jahren ist die Kita "Ob dem Kirchhof" die erste neu gebaute Kindertagesstätte in Hardthausen. Und wohl auch die am schnellsten gebaute. Von der Beauftragung bis zur Schlüsselübergabe, die jetzt stattgefunden hat, vergingen gerade einmal fünf Monate. "Alles ging Hand in Hand", sagte Bürgermeister Thomas Einfalt und hob auch die Firma Wolff und Müller hervor, die die Erschließung schneller als ursprünglich geplant umgesetzt habe. So seien das Baugebiet "Ob dem Kirchhof II" und die neue Kita gleichzeitig fertig. Für die neue Einrichtung hat die Gemeinde knapp 2,5 Millionen Euro investiert. Im November ziehen die ersten Kinder ein.

Module aus Holz und Beton

Dass die Einrichtung so schnell hochgezogen werden konnte, hat mit einer speziellen Bauweise zu tun. Das Gebäude wurde aus Modulen errichtet. Sie bestehen aus einer Betonbodenplatte und einer Holzwand, erläuterte Tobias Knülle, Geschäftsführer der Firma Komminvest. Die Module werden im Werk parallel zu den Vorarbeiten auf der Baustelle gefertigt. Anfang September wurden sie geliefert und in rund fünf Wochen montiert. Dieses Konzept hat Tobias Knülle mit seinen Mitarbeitern erst vor vier Jahren entwickelt. Die Kita in Gochsen ist die siebte, die sein Unternehmen auf diese Art errichtet hat.

Tobias Knülle (von links), Christina Veyel und Thomas Einfalt freuen sich über die neue Kita. Knülle überreichte neben dem Schlüssel auch ein Insektenhotel.
Tobias Knülle (von links), Christina Veyel und Thomas Einfalt freuen sich über die neue Kita. Knülle überreichte neben dem Schlüssel auch ein Insektenhotel.  Foto: Seidel, Ralf

Nun folgen der Innenausbau und die Möblierung. Derzeit wird am Herzstück der Kita gearbeitet: der Küche. Wenn die Corona-Krise vorbei ist, soll sie ein Ort der Begegnung für alle Kinder, Erzieherinnen und Eltern sein , sagte Einrichtungsleiterin Christina Veyel. Geplant ist, gemeinsam zu kochen und zu backen, auch eine Getreidemühle werde es geben.

Die Kita ist in zwei Bereiche geteilt. Tritt man durch den Eingang, sind auf der linken Seite die Räume für die unter Dreijährigen. Bis zum Ende des neuen Kindergartenjahres werden hier zehn Kinder betreut, womit der Platz ausgeschöpft sein wird. Im Bereich für über Dreijährige ist noch mehr Puffer. Der Platz reicht hier in zwei Gruppen für insgesamt 50 Kinder. Im ersten Jahr sei er zu 60 Prozent ausgelastet, berichtete Bürgermeister Einfalt. Durch das neue Baugebiet kämen aber sicher weitere Kinder hinzu, weshalb der Bau der neuen Einrichtung dringend notwendig war.

Kitas sind stark ausgelastet

Die Küche mit Getreidemühle und Arbeitsflächen auch für Kinder soll das Herzstück der Kita sein. Hier wird derzeit fleißig gearbeitet.
Die Küche mit Getreidemühle und Arbeitsflächen auch für Kinder soll das Herzstück der Kita sein. Hier wird derzeit fleißig gearbeitet.  Foto: Seidel, Ralf

Die drei weiteren Kitas der Gemeinde sind laut Einfalt komplett ausgelastet. Anbaumöglichkeiten gebe es nirgends. Nun müsse man sehen, wie sich die Kinderzahl entwickle. Er hoffe, dass der Platz in "Ob dem Kirchhof" eine gute Weile ausreiche.

In der neuen Kita ziehen zum Start im November erst einmal drei Krippen- und 14 Kindergartenkinder ein. Zehn der älteren Kinder wechseln von der Einrichtung in der Haaggasse in die neue Kita.

Um ihnen den Übergang so einfach wie möglich zu machen, findet ein richtiger Umzug statt, erzählt Veyel. Die Kinder packen Koffer und Bollerwagen, dürfen leihweise auch ein Lieblingsspielzeug mitnehmen und richten sich dann in den neuen Räumen ein. "Die Kinder freuen sich", weiß die Einrichtungsleiterin. Und auch sie sei voller Vorfreude. Das Profil der Kita - Bildung für nachhaltige Entwicklung - passe einfach zu ihr.

Fokus liegt auf Nachhaltigkeit

Auf das Profil "Bildung für nachhaltige Entwicklung" der neuen Kindertagesstätte "Ob dem Kirchhof" ist auch die Einrichtung zum Teil abgestimmt. Es gibt zum Beispiel eine Getreidemühle, mit deren Hilfe die Kinder den Prozess vom Korn zum Brot erleben können, erläuterte Einrichtungsleiterin Christina Veyel. Im Garten, der derzeit noch angelegt und bald mit Spielgeräten ausgestattet wird, sind zwei Hochbeete geplant. Hier können die Kinder laut Veyel viel über den Kreislauf in der Natur lernen. Gut dazu passe auch das Insektenhotel, das der Einrichtung zum Start geschenkt wurde.

 
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