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Würth-Tochter Reisser baut neues Logistikzentrum für 45 Millionen Euro

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Der Schraubenhersteller zieht mit neuem Gebäude nach Osterburken, nachdem am Stammsitz in Ingelfingen-Criesbach kein Platz mehr ist. So werden auch dort neue Möglichkeiten geschaffen.

Spatenstich für ein riesiges Projekt: In Osterburken entsteht das neue Logistikzentrum, das am Stammsitz in Ingelfingen neue Möglichkeiten eröffnet.
Spatenstich für ein riesiges Projekt: In Osterburken entsteht das neue Logistikzentrum, das am Stammsitz in Ingelfingen neue Möglichkeiten eröffnet.  Foto: Reisser

Die Reisser Schraubentechnik GmbH baut ein hochmodernes Logistikzentrum in Osterburken. Mit dem Spatenstich in turbulenten Zeiten setzt das Unternehmen nach eigenen Angaben ein positives Signal für die heimische Wirtschaft. "Alles läuft bisher nach Plan. Wir gehen von einer Bauzeit von 18 Monaten aus", erläuterte Projektleiter Matthias Essig.

Erweiterungen sind möglich

Auf einer Fläche von vier Hektar wird in Osterburken eine Lagerhalle von rund 20.000 Quadratmetern entstehen, die 100 Meter breit und 200 Meter lang ist. "Das neue Gelände in Osterburken bewegt sich in einer ähnlichen Größendimension wie der Haupt- und Produktionssitz in Ingelfingen-Criesbach", betonte Essig.


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Das Unternehmen hat sich zudem ein Vorkaufsrecht für zusätzliche acht Hektar auf einem angrenzenden Grundstück im RIO.

Größte Investition der Firmengeschichte

Am neuen Logistikstandort zwischen Odenwald und Jagsttal wird neben der Hightech-Lagerhalle auch ein modernes Verwaltungsgebäude errichtet. Michael Dartsch und Alexander Kimmerle blicken positiv in die Zukunft.

Die beiden Geschäftsführer sehen in der Investition einen Meilenstein für Reisser. "Die Investition in Osterburken ist die größte in der über hundertjährigen Firmenhistorie", so Dartsch.

Die räumlichen Kapazitäten am Hauptsitz von Reisser in Ingelfingen-Criesbach sind begrenzt. "Die frei werdenden Flächen in Criesbach können wir für die Erweiterung unseres Maschinenparks nutzen", sagte Kimmerle. Bisher hatte Reisser die Lagerlogistik mit zusätzlichen Außenlagern durch externe Dienstleister gestemmt.

"Die Durchlaufzeiten und die Prozesszeiten sind in den vergangenen Jahren aber immer länger geworden", erklärte Kimmerle. Künftig werde in Osterburken alles aus einer Hand kommen, die Außenlager fallen weg.

Verkehrsgünstig an der A81 gelegen

Für den neuen Standort in Osterburken spricht auch die verkehrstechnisch günstige Lage mit direktem Autobahnanschluss zur A81 Stuttgart - Heilbronn - Würzburg. Zirka 60 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen werden nach Fertigstellung des Projekts vom Hauptsitz Criesbach nach Osterburken umziehen. Der Know-how-Transfer sei wichtig.

Mit dem neuen Logistikzentrum in Osterburken beschreitet Reisser auch technisches Neuland: Herzstück im Logistikzentrum ist ein Autostoresystem, ein vollautomatisiertes Lager- und Kommissioniersystem. Erstmalig in der Firmenhistorie werden autonom fahrende Hochregalstapler eingesetzt. "In der neuen Lagerhalle werden die fertig verwogenen und verkaufsfähigen Schraubenpäckchen in insgesamt über 75.000 Autostorebehältern gelagert", erläuterte Kimmerle.

Nachhaltigkeit auch hier ein Thema

Beim Bau der Lagerhalle und des Verwaltungsgebäudes setzt Reisser auf eine nachhaltige Bauweise. Beim Verwaltungsgebäude wird die Hybridbauweise Beton-Holz die tragende Rolle spielen. Betonkerntemperierung, Photovoltaikanlagen auf den Hallendächern und Wärmepumpen sind nur Beispiele für die Energiemaßnahmen.

 

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