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Würth gewinnt für Produktneuheit Umwelttechnikpreis des Landes

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Würth-Innovation bietet eine Lösung, um alte Dächer fit für Photovoltaik zu machen. Die Zulassung ist für das kommende Jahr geplant. Auch Brücken können damit ertüchtigt werden.

Solarmodule auf einem Flachdach: Um dafür auch ältere Dächer zu ertüchtigen, bietet Würth ein neues Produkt an. Dafür gab es nun den Umwelttechnikpreis.
Solarmodule auf einem Flachdach: Um dafür auch ältere Dächer zu ertüchtigen, bietet Würth ein neues Produkt an. Dafür gab es nun den Umwelttechnikpreis.  Foto: Rainer Jensen

Voith, Mahle, Max Wild und auch Würth haben den Umwelttechnikpreis des Landes für ihre innovativen Produktneuheiten erhalten. Am Dienstagabend würdigte der Umwelt-Staatssekretär Andre Baumann, dass die Unternehmen in Baden-Württemberg in der Umwelttechnik so zukunftsfähig aufgestellt sind.

Auch Brücken können mit Würth-Innovation ertüchtigt werden

Vor vier Jahren schon hat der Befestigungsspezialist Würth Aufsehen erregt mit der Idee, baufällige Betonkonstruktionen wie Brücken nicht zu ersetzen, sondern mithilfe von langen Schrauben zu ertüchtigen. Inzwischen haben die Künzelsauer ein ähnliches System entwickelt, um die Traglast von Porenbetondächern zu erhöhen. Damit können Photovoltaik-Anlagen auf Dächern errichtet werden, die bisher nicht dafür geeignet waren. Dafür gab es vom Umweltministerium des Landes nun den Preis in der Kategorie "Materialeffizienz".

 


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Ältere Dächer tragen schwere PV-Last nicht

PV-Anlagen sind schwer. Vor allem Industriebauten, die älter als 25 Jahre sind, haben häufig Dächer aus Porenbeton, die bisher nicht für den Aufbau einer solchen Anlage infrage gekommen sind. Reinforce AC heißt nun das Würth-Produkt, das die Tragfähigkeit um bis zu 80 Prozent erhöht. Das System arbeitet mit Schrauben und einem Verfestigungsmörtel, der in die Luftkapillaren des Porenbetons gepresst wird. "Schrauben, Mörtel, Aluminiumstäbe - mehr braucht es nicht, um ein Porenbeton-Dach so zu ertüchtigen, dass es eine Photovoltaik-Anlage tragen kann", erklärte Staatssekretär Andre Baumann. Der Aufwand sei gering - insbesondere, wenn man es mit der Alternative vergleicht, ein Dach komplett zu ersetzen.

Behörden seien bei neuer Technik zurückhaltend, heißt es

Das System wurde gemeinsam mit der Toge Dübel im Reinhold Würth Innovationszentrum Curio entwickelt. Toge Dübel ist seit 2014 ein Tochterunternehmen der Würth-Gruppe und hat bereits das Relast-System zur Ertüchtigung der Brücken mitentwickelt. Durchgesetzt hat sich allerdings jenes hochgelobte System noch nicht - obwohl die notwendigen Zulassungen vorliegen. Offenbar sind die Behörden, die für die Instandhaltung von Brücken und Bauwerken zuständig sind, noch zurückhaltend, was neue Techniken angeht.

 


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Beeindruckt von vielen fortschrittlichen Lösungen

Auch das Reinforce-AC-System für Porenbetondächer soll im kommenden Jahr die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung erhalten. "Das Besondere an unserer Verstärkungslösung ist, dass sie sich problemlos nachträglich und im laufenden Betrieb realisieren lässt", erklärte Thomas Klenk, in der Geschäftsführung der Adolf Würth GmbH & Co. KG unter anderem für Forschung und Entwicklung zuständig.

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