Wenn das Gas fehlt, steht Audi Neckarsulm still
Ein Krisenstab bei VW und Audi spielt Szenarien für den kommenden Winter durch und sucht nach Einsparpotenzial. Doch eine Nachricht am Dienstagabend dürfte für Unruhe in der Region sorgen.

Der Autobauer VW bemüht sich derzeit, alle Eventualitäten durchzugehen, um bei einem möglichen Gaslieferstopp nicht komplett stillzustehen. Dazu wurde ein Krisenstab für den gesamten VW-Konzern eingerichtet, wie die Neckarsulmer Personalchefin Stefanie Ulrich am Dienstagabend bei der IHK-Vollversammlung berichtete.
Audi ist bereits seine komplette Versorgungskette durchgegangen. Dabei wurde deutlich: Das Werk in Ingolstadt könnte das Gas überwiegend durch Öl kompensieren. Für das Werk Neckarsulm gelte: „Wenn der Gashahn zugeht, stoppen wir unmittelbar sofort auch“, so Ulrich.
Damit machte sie auch für die Zulieferer und die gesamte Wirtschaft in der Region deutlich, welche Auswirkungen ein Gaslieferstopp haben könnte.
Auch Einsparpotenzial wird genutzt
Bei den angestellten Berechnungen kam zudem heraus: „Das Einsparpotenzial liegt bei rund 20 Prozent“, wie Produktionsvorstand Gerd Walker vergangene Woche in Ingolstadt berichtete.
Die Versorgungssicherheit werde durch den Einsatz alternativer Brennstoffe und die Umstellung auf Strom gewährleistet, hatte er dort betont. Das galt offenbar nur für Ingolstadt.
Welche Auswirkungen eine Umstellung auf Strom hätte, ist Angaben aus dem Unternehmen zufolge noch nicht berechnet worden.
Ein Problem sei in jedem Fall, dass auch viele Zulieferer abhängig sind vom Gas, so Walker.
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