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Wäre im Harthäuser Wald Platz für einen Weltraumtechnik-Park?

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Stefan Hässler, Standortleiter der Arianegroup, verabschiedet sich. DLR-Direktor Stefan Schlechtriem hat noch große Pläne. Einige Partner könnten im Umfeld noch Platz finden.

Platz für neue Pläne? Stefan Hässler (Arianegroup, rechts) und Stefan Schlechtriem (DLR) mit den Gästen vor dem Forum in Lampoldshausen. Foto: Christian Gleichauf
Platz für neue Pläne? Stefan Hässler (Arianegroup, rechts) und Stefan Schlechtriem (DLR) mit den Gästen vor dem Forum in Lampoldshausen. Foto: Christian Gleichauf  Foto: Gleichauf, Christian

Die Zeit der "zwei Stefans" an den Spitzen von DLR und Arianegroup in Lampoldshausen läuft ab. Professor Stefan Schlechtriem vom DLR hat noch ein paar Jahre, doch Dr. Stefan Hässler von der Arianegroup verlässt Lampoldshausen nach sechs Jahren nun wieder. Das Duo hat sich offenbar schätzen gelernt. "Manchmal macht die Zusammenarbeit mit euch richtig Spaß", neckt Hässler in seiner Rede zum 60-jährigen Bestehen am Standort, die auch ein wenig Abschiedsrede ist.


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Die Konkurrenz schläft nicht

Dabei bringt er auch das Westcott Space Cluster ins Gespräch - ein Raumfahrtstandort in Südengland, der Agentur, Dienstleister und sonstige Raumfahrtunternehmen räumlich vereint und damit sehr erfolgreich ist. "Diesem Wettbewerb müssen wir uns stellen."

Auch da ist sich Hässler einig mit seinem "Vermieter" Stefan Schlechtriem vom DLR. Deshalb sei auch die Raumfahrtstrategie des Landes, die am 6. Juli vorgestellt wird, so wichtig.


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Einst bewusst weitab von größeren Siedlungen im Wald gegründet, ist für Schlechtriem der Standort heute für eine Weiterentwicklung zum Technologiepark prädestiniert. "Eine Erweiterung vor dem Forum wäre möglich", sagt der Direktor des DLR-Instituts für Raumfahrtantriebe.

Staatswaldgebiet des Landes gibt es noch im Umfeld des Testgeländes. So könnten Zulieferer in direkter Nachbarschaft von Arianegroup und DLR Platz finden. Und auch die Wasserstoff-Projekte nehmen nun Gestalt an. Viele Millionen investieren Land und EU dafür hier.

Für mehr Mitarbeiter ausgelegt

Schlechtriem zufolge ist der Standort Lampoldshausen, was die Infrastruktur angeht, in Teilen bereits auf bis zu 1000 Beschäftigte ausgelegt. 300 arbeiten derzeit für die Arianegroup. Die Zahl könnte in den nächsten Jahren noch ansteigen, glaubt Hässler.



Das DLR beschäftigt noch einmal 250, und das werde auch bis auf weiteres so bleiben, sagt Anke Kovar, die als Standortleiterin des DLR in Stuttgart auch für Lampoldshausen zuständig ist. Immerhin hat der Standort mit den Abnahmetests für die Ariane-Oberstufe nun auch eine gute Basis und gehöre wie Kourou zu den Standorten, die über die ESA mitfinanziert werden, erklärt Schlechtriem.

Nichtsdestotrotz seien es schwierige Zeiten für die Raumfahrt, betont Kovar. Das DLR stelle sich derzeit neu auf. Da wird die Frage, was künftig am Standort im Harthäuser Wald passiert, offenbar eine wichtige Rolle spielen.

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