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Produktpiraterie
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Ventilatorenhersteller EBM-Papst deckt Fälscherwerkstatt in China auf

  
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Dem Ventilatorenhersteller EBM-Papst ist ein Schlag gegen Produktpiraterie gelungen. Das Unternehmen mit Sitz in Mulfingen kam den Fälschern nach einer Kundenbeschwerde auf die Schliche.

In einer Fälscherwerkstatt wurden 149 Ventilatoren und 260 gefälschte Etiketten beschlagnahmt.
In einer Fälscherwerkstatt wurden 149 Ventilatoren und 260 gefälschte Etiketten beschlagnahmt.  Foto: EBM-Papst

Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, wurde bereits im August eine chinesische Fabrik aufgedeckt, die gefälschte EBM-Papst-Produkte verkaufte. Jährlich verursachten Fälschungen und die dazugehörigen Ermittlungen mehrere hunderttausend Euro wirtschaftlichen Schaden und Gesamtkosten bei dem Unternehmen, erklärte EBM-Papst dazu.

Im März erhielt das Unternehmen eine Beschwerde eines Kunden, der 40 EBM-Papst-Ventilatoren erhalten hatte, deren Aussehen von zuvor gekauften Chargen abwich. Die Mulfinger gingen dem nach. Ermittlungen führten ein Team durch die komplizierte Lieferkette und schließlich zu einem Handelsunternehmen mit Sitz in Shenzhen, China, das Quelle dieser Bestellung war. Das Unternehmen hatte über einen Online-Shop gefälschte EBM-Papst-Ventilatoren vertrieben. Die herstellende Firma war aber nach wie vor unbekannt.

EBM und Markenschützer nahmen Lieferkette unter die Lupe

 Foto: EBM-Papst

Unter der Leitung von Ralf Duckeck, der für den Schutz geistigen Eigentums im Unternehmen verantwortlich ist, hat der Ventilatorenhersteller zusammen mit der Markenrechtsschutzorganisation STU China eine langwierige Prüfung entlang der Lieferkette unternommen.

Das Team ging vor Ort, nahm jedes Detail unter die Lupe. Es wurden Muster der mutmaßlich gefälschten Produkte beschafft und mit echten EBM-Papst-Ventilatoren verglichen. 

Aufgedeckt wurde am Ende eine Fabrik in Foshan, Guangdong, die für die Aufarbeitung und den Vertrieb der Fälschungen verantwortlich war.

Bei einer Razzia durch die örtlichen Behörden wurden 149 Ventilatoren und 260 gefälschte Etiketten beschlagnahmt. Zudem wurde eine Strafe von umgerechnet rund 2500 Euro gegen die Fälscher verhängt. „Gefälschte Produkte stellen sowohl für unser Unternehmen als auch für unsere Kunden eine erhebliche Gefahr dar“, erklärt Duckeck. „Sie untergraben den Ruf unserer Marke und gefährden das Vertrauen, das unsere Kunden in uns setzen.“ 

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