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Thyssen-Krupp-Team investiert Samstag für Opfer der Flut im Ahrtal

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Als Erntehelfer und Abrissmannschaft sind rund zehn Mitarbeiter des Autozulieferers aus dem Raum Heilbronn im Ahrtal aktiv gewesen. Die Verwüstung ist dort noch immer groß.

Noch immer gibt es viel zu tun in den Überschwemmungsgebieten.
Foto: privat
Noch immer gibt es viel zu tun in den Überschwemmungsgebieten. Foto: privat  Foto: privat

50 Mitarbeiter des Automobilzulieferers Thyssen-Krupp sind am vergangenen Samstag ins Ahrtal gefahren, um den Betroffenen der Flutkatastrophe im Ahrtal zur Hand zu gehen. Mit dabei waren auch rund zehn Freiwillige aus dem Raum Heilbronn.

Unter ihnen sind auch Falk Nüßle, Chef der Karosseriebau-Einheit Automotive Body Solutions in Heilbronn, und sein Arbeitsdirektor Felix Bader. "Die Menschen dort sollten merken, dass sie nicht vergessen sind", berichtet Bader unserer Zeitung.

Viele Helfer am Wochenende, wenig unter der Woche

Nach einem ersten Einsatz in den Weinbergen ging es in verschiedene Orte für Aufräum- und Abrissarbeiten. Das Thyssen-Krupp-Team war Teil einer insgesamt 2500 Männer und Frauen starken Helferkolonne an diesem Tag.

"Das darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich inzwischen unter der Woche nur noch wenige Hundert Leute auf die vielen Ortschaften verteilen", sagt Bader. Die Hilfe werde noch immer dringend benötigt.


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Bewohner weiterhin in schwieriger Lage

Bei den Bewohnern sei durch die Nachricht, dass fast alle Häuser wieder aufgebaut werden dürfen, die Erleichterung spürbar gewesen. "Ich bin kein Psychologe, aber ich befürchte, dass bei den meisten irgendwann eine Gegenreaktion kommt, denn viele haben da schlimme Dinge gesehen und erlebt", sagt Bader. Und es werde noch sehr viel Zeit in Anspruch nehmen, bis wieder so etwas wie Normalität in der Gegend Einzug hält.


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Nachahmer gesucht

Der Autozulieferer übernahm die Kosten für Anfahrt und Organisation. "Seite an Seite gemeinsam zu arbeiten, da entsteht automatisch ein Gemeinschaftssinn, ein Miteinander", erzählt Bader.

Doch im Mittelpunkt habe auf jeden Fall die ganz praktische Hilfe für die Betroffenen gestanden. "Es wäre schön, wenn die Aktion Nachahmer auch in der Region findet."

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