Städteranking: Starkes Heilbronn bleibt die große Unbekannte
In Heilbronn gibt es viele Top-Unternehmen, sogar überdurchschnittlich viele, wie das Informationsnetzwerk DDW in seiner neuesten Auswertung zeigt. Aber so richtig bekannt scheint das noch nicht zu sein.
Welchen Stellenwert die deutschen Städte mit Blick auf Mittelstand, Familienunternehmen, Auslandsunternehmen oder Investoren haben, hat das Informationsnetzwerk Die Deutsche Wirtschaft (DDW) in Neuss untersucht. Das Ergebnis: Hamburg, München und Berlin bleiben ganz vorn. Sie haben jeweils mehr als 700 Topunternehmen am Standort, wie im Fall München, oder gar mehr als 1000 in Hamburg. Heilbronn liegt demnach mit seinen 52 Top-Unternehmen auf Rang 37.
Es hängt ja alles auch an der Größe
Angesichts der Größenordung der Städte erscheint diese Bewertung durchaus realistisch. Denn nach Einwohnern berechnet liegt Heilbronn bundesweit auf dem 61. Platz aller Großstädte.
Das fast doppelt so große Freiburg liegt beispielsweise im DDW-Wirtschaftsscoring hinter dem Oberzentrum des Unterlands. Das darf in Heilbronn als Achtungserfolg gewertet werden.
Beim Image liegen kleinere Städte weit vorn
Interessant wird die Auswertung von DDW, wenn die sogenannte Leserbenotung als Maßstab herangezogen wird. Dann sind Meckenheim, Neu-Isenburg und Hilden auf dem Treppchen zu finden.
Das sind allesamt keine Großstädte, aber sie haben wohl viele Fans. Im Gegensatz zu Heilbronn, das in dieser Disziplin auf Rang 640 zu finden ist, knapp hinter Orten wie Öhringen (508), Cleebronn (581), Güglingen (533). Ach ja, Wertheim, aus dem Norden unserer Region liegt hier auf Rang 4.
Ein beeindruckendes Ergebnis, das auch eine Erklärung dafür liefern könnte, dass nicht alle in Heilbronn-Franken auf die Strahlkraft Heilbronns angewiesen sind. Es könnte allerdings auch ein Hinweis darauf sein, dass die Bewertungsgrundlage des DDW in dieser Hinsicht etwas dürftig ist. Schwäbisch Hall liegt nach dieser Auswertung übrigens auf Rang 3285.
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