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Zukunftsfonds Heilbronn gibt jährlich halbe Million für KI-Start-ups

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Mit dem Inkubatorprogramm AI Founders sollen künftig zweimal im Jahr zehn KI-Start-ups ihre Entwicklung beschleunigen. Das Projekt verantworten die Campus Founders. So schließt sich eine Lücke im Gründerbiotop.

Einen Greifarm mit Künstlicher Intelligenz ausstatten? Eine von vielen Ideen, die ein Geschäftsmodell der Zukunft ermöglichen. Die Campus Founders starten für solche und ähnliche Ansätze ihr Inkubatorprogramm AI Founders.
Einen Greifarm mit Künstlicher Intelligenz ausstatten? Eine von vielen Ideen, die ein Geschäftsmodell der Zukunft ermöglichen. Die Campus Founders starten für solche und ähnliche Ansätze ihr Inkubatorprogramm AI Founders.  Foto: Campus Founders

Eine halbe Million stellt der Zukunftsfonds Heilbronn künftig jährlich zur Verfügung, damit die Campus Founders Start-ups nach Heilbronn holen können. Der Fokus liegt dabei auf Künstlicher Intelligenz (KI). Mit dem Programm AI Founders wird eine Lücke im Ökosystem für Gründer geschlossen.

"Es ist eine Art Boot Camp für Gründer", erklärt Sascha Karstädt, der das Projekt bei den Campus Founders verantwortet. Unter den Start-ups, die sich bewerben, werden zehn ausgesucht.

Campus-Founders-Geschäftsführer Oliver Hanisch sagt dazu: "Unsere Mission ist es, das Heilbronner Start-up-Ökosystem auf ein internationales Niveau zu heben und neue talentierte Experten auf dem Gebiet der KI aktiv zu unterstützen."


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Konkurrenz in Deutschland wächst

Inkubatoren, also Entwicklungsbeschleuniger für Startups, gibt es mittlerweile viele in Deutschland. Um sich abzuheben, legt AI Founders beispielsweise hohe Maßstäbe an, was die Mentoren angeht. Eine Zusage haben sie etwa von Paul Bragiel aus dem Silicon Valley, der zu den ersten Investoren von Uber zählt, oder auch von KI-Experte Sébastien Foucaud aus Berlin.

Diese Mentoren kommen aus freien Stücken. Bezahlt wird nur die Anreise und die Unterkunft. "Hier kommt die Paying-Forward-Mentalität zum Tragen", sagt Karstädt. Heißt: Man investiert in die Zukunft. Nicht jedes Engagement lohnt sich, doch es gibt immer die Chance, ein paar Rohdiamanten in einer frühen Phase auszumachen. Und dann können auch die Mentoren auch finanziell aktiv werden.


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Es soll ins Gesamtkonzept passen

Die Konzentration auf den KI-Bereich soll ein weiteres Alleinstellungsmerkmal sein. Damit fügt sich das neue Programm auch in die Strategie, die die gesamte Stadt mithilfe der Dieter-Schwarz-Stiftung und der namhaften Landesförderung verfolgt. Hier entsteht der Innovation Park Artificial Intelligence, kurz IPAI, wie der KI-Park seit kurzem heißt.

Dafür ein Umfeld zu schaffen ist natürlich auch eine Aufgabe für Einrichtungen wie die Campus Founders. "Wir freuen uns, wenn die besten Teams eine Perspektive hier in Heilbronn sehen", sagt Björn Conrad, der Sprecher der Campus Founders.

Der zweite Kandidat für das Venture Forum ist gefunden

Dafür gibt es in der Stadt dann auch finanziell und räumlich Möglichkeiten, weitere Stufen zu erklimmen. Mit dem Venture Studio etwa. Seit dem Frühjahr können die Campus Founders vielversprechende Kandidaten mit 100.000 Euro aus eigenen Mitteln unterstützen.

 


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Formal wurde dafür eine eigene GmbH gegründet, weil an diesem Punkt die Gemeinnützigkeit endet. Gerade wurde der zweite Kandidat ausgemacht. RevoAI aus Karlsruhe wird nach Iuna AI aus Untergruppenbach in den Genuss der Pre-Seed-Finanzierung kommen. Künstliche Intelligenz ist auch hier das verbindende Element.

Im Zukunftspark wird Platz geschaffen

Direkt anschließend sind andere Investoren gefragt. Aus der Region kann der Zukunftsfonds-Ableger Born2Grow ins Spiel kommen, aber auch andere Kapitalgeber und Business Angels. Sollte das Geschäftsmodell wachsen, bietet die Innovationsfabrik - ab dem kommenden Jahr in neuen Räumen im Zukunftspark Wohlgelegen - Platz für Entwicklung.

Und dann gibt es ja noch den Zukunftsfonds selbst, der ab 2005 von Dieter Schwarz mit rund 200 Millionen Euro ausgestattet worden war. Das "Schwarz-Netzwerk", wie es auch genannt wird, ist damit bereits ziemlich engmaschig. Für Sascha Karstädt, der zuvor die Deutschland-Vertretung des Founders Institute in Berlin geleitet hat, fühlt sich das alles sehr gut an, wie er sagt. Aber er sagt auch: "Heilbronn ist noch am Anfang."

 


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Das Programm

AI Founders startet am 31. Oktober. Die erste Runde endet 3. Februar mit einem "Demo-Day". Gesucht sind zehn Gründerteams, die Bewerbungsfrist läuft seit 29. Juli. Das zwölfwöchige Inkubatorprogramm beinhaltet eine finanzielle Unterstützung von je 25.000 Euro, kostenlose Unterkunft für die Teilnehmer und Zugang zum Coworking Space und dem internationalen Netzwerk der Campus Founders. Es gibt einen strukturierten Ablauf und eine aktive Begleitung durch Mentoren.

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