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Intersport-Chef Alexander von Preen stellt Verbund auf Rezession ein

  
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Der als neuer HDE-Präsident gehandelte Intersport-CEO Alexander von Preen sieht den Sporthändler-Verbund gut aufgestellt. Doch nach den Energiekosten-Abrechnungen im nächsten Jahr könnte vielen Familien das Geld für Einkäufe fehlen.

Alexander von Preen, Vorstandsvorsitzer des Sportfachhändlers Intersport.
Alexander von Preen, Vorstandsvorsitzer des Sportfachhändlers Intersport.  Foto: Bernd Weißbrod (dpa)

Der Chef des Intersport-Verbunds, Alexander von Preen, stellt die Mitgliedsunternehmen auf harte Zeiten ein. "Die ersten Wolken einer Rezession stehen am Himmel" , sagte von Preen bei der Einweihung einer neuen "Sporterlebniswelt" in Bad Homburg. Und die Wahrscheinlichkeit, dass diese Rezession nach dem Sommer auch eintritt, sei äußerst hoch. Das Konsumklima werde sich weiter eintrüben. Für die kommenden Monate sei er in Bezug auf den Sportfachhandel noch optimistisch. "Doch die Rahmenbedingungen können sich schnell ändern."

HDE-Kandidatur kein Thema

Von Preen soll im November zum Präsidenten des Handelsverbands Deutschland (HDE) gewählt werden. Der HDE-Vorstand hat ihn zuletzt einstimmig vorgeschlagen. Dazu äußerte sich von Preen bei diesem Termin allerdings nicht.


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Der Intersport-Verbund sei auch deshalb relativ gut durch die Corona-Krise gekommen, weil die Menschen weiter Sport treiben wollten und der Vertrieb über die digitalen Kanäle funktionierte. Doch durch den Krieg in der Ukraine und die Preissteigerungen fehle vielen Familien nun das Geld, vermutet der Intersport-Deutschland-CEO. Das werde durchschlagen, wenn Abrechnungen für Mieter ausgestellt werden. "Aber wir werden im genossenschaftlichen Verbund auch diese Situation meistern."

Preissteigerungen könnten nicht komplett weitergegeben werden

Derzeit gebe es bei vielen Produkten wie Wander- oder Fußballschuhen Lieferengpässe. Doch weil sich Firmen wie Nike aus dem Russland-Geschäft zurückziehen, muss die Ware, die für diesen Markt vorgesehen war, andernorts verkauft werden. "Das Pendel könnte bald in die andere Richtung ausschlagen." Derzeit ist der Sportfachhandel jedoch vor allem von steigenden Rohstoff- und Energiepreisen betroffen. "Wir können und wollen nicht jede Preissteigerung an die Kunden weitergeben", sagte von Preen dazu.

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