Stimme+
Finanzielle Krise
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Insolvenzen in der Region Heilbronn häufen sich: Diese Firmen trifft es

   | 
Lesezeit  1 Min
Erfolgreich kopiert!

Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland im März auf einen Rekordwert gestiegen. Auch einige Unternehmen in der Region Heilbronn sind jüngst in Schieflage geraten. Das sind die Gründe:

Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland im März auf einen Rekordwert gestiegen. Auch einige Unternehmen in der Region sind jüngst in Schieflage geraten. Das sind die Gründe:
Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland im März auf einen Rekordwert gestiegen. Auch einige Unternehmen in der Region sind jüngst in Schieflage geraten. Das sind die Gründe:  Foto: Heilbronner Stimme/ Kuhnle, Heilbronner Stimme/ Kühl, Heilbronner Stimme/ Archiv

So viele Insolvenzen wie noch nie seit 2016 hat das Institut für Wirtschaftsforschung Halle im März gezählt. Mit 1297 Insolvenzen liege der aktuelle Wert zudem um 35 Prozent höher als im März vergangenen Jahres. Auch in der Region Heilbronn sind mehrere Unternehmen in den vergangenen Wochen und Monaten in eine Krise geraten.

Insolvenz in Heilbronn: Thermoformmaschinen-Bauer Illig sucht einen Investor

Illig, der Maschinenbauer für Verpackungen und Thermoformen mit Sitz in Heilbronn-Sontheim, hat erst diese Woche einen Insolvenzantrag gestellt. Der Grund sei die schwächelnde Konjunktur und die Zurückhaltung der Kunden bei Investitionen.

Für die 515 Mitarbeiter am Stammsitz geht der Betrieb zunächst normal weiter: Ziel des Unternehmens ist es, im Eigenverwaltungsverfahren einen Investor zu finden. Der Betriebsrat geht davon aus, dass das Unternehmen Perspektiven hat.

Insolvenzen in der Region Heilbronn: Sanitärbetrieb Herold sucht nach Ursachen für seine Schieflage

Fehlende Neubauten haben den Sanitär- und Heizungsbetrieb Herold in Lauffen in Bedrängnis gebracht. Der Betrieb mit 27 Mitarbeitern läuft erstmal weiter, während die Insolvenzverwalter auf Ursachensuche gehen. Herold wurde 1911 in Heilbronn gegründet.

Bera halbiert Belegschaft fast und schließt Standorte – auch in Heilbronn

Anfang des Jahres hat die Zeitarbeitsfirma Bera ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung angetreten. Die Krise in der Autoindustrie und damit fehlendes Geschäft sowie viele Krankheitsfälle hatten die Notlage ausgelöst. Für die Firma hatte das drastische Konsequenzen: Die Belegschaft wurde fast halbiert, fünf Standorte geschlossen. Auch der Sitz in Heilbronn ist von der Insolvenz betroffen. 

Weitere Firmen in der Region Heilbronn stecken in der finanziellen Krise

Die Liste ist damit nicht zu Ende: Vergangenes Jahr musste etwa der Sportartikelhändler Sportscheck Insolvenz anmelden, infolge der Signa-Pleite des Skandal-Unternehmers René Benko.DenIttlinger Hühnerstall-Hersteller Salmet übernahm im Zuge des Insolvenzverfahrens das niedersächsische Unternehmen Fienhage.

Im Februar war außerdem bekannt geworden, dass die Raumausstatterkette TTL aus Heidenheim in Schwierigkeiten steckt: Wegen ausbleibender Zahlungen an Mitarbeiter und Kunden wird nun ermittelt. Auch das Bad Wimpfener Bauunternehmen Gustav Buck mit rund 30 Mitarbeitern steckt in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Der Grund: Lieferprobleme, gestiegene Baukosten und Zinsen. Viele Bauvorhaben seien dadurch unrentabel geworden, potenzielle Bauherren verunsichert, hieß es in einem Schreiben an die Belegschaft.

Auch der Konzern Galeria Karstadt Kaufhof war insolvent, doch neue Investoren übernehmen 70 der Galeria-Filialen in Deutschland.

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben