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Hannover-Messe nimmt sich der Zukunftsthemen an

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Aussteller und Veranstalter ziehen eine positive Bilanz. Nun, so die Hoffnung, soll die Aufbruchstimmung auch zu Veränderungen führen.

Auch die Großen zeigen, was sie können: Google, Microsoft und viele andere waren bei der Hannover-Messe dabei.
Foto: Christian Gleichauf
Auch die Großen zeigen, was sie können: Google, Microsoft und viele andere waren bei der Hannover-Messe dabei. Foto: Christian Gleichauf  Foto: Gleichauf, Christian

4000 Aussteller und 130.000 Besucher. Das sind die Zahlen zur diesjährigen Hannover-Messe, die Jochen Köckler, Vorstandschef der Deutschen Messe AG, am Freitag verkündete. Es waren deutlich mehr als im vergangenen Jahr, aber weniger als 2017, als 225.000 gekommen waren.



Viele Besucher, gute Kontakte

"Das überwiegende Echo war ausgesprochen positiv", erklärte ZVEI-Präsident Gunther Kegel, der auch Vorsitzender des Ausstellerbeirats der Messe ist. Sowohl die Quantität habe gestimmt, als auch die Qualität. "Wir müssen es wenigstens einmal im Jahr schaffen, wahrgenommen zu werden außerhalb der Industrie." Das sei gelungen.

Und: "Die positive Aufbruchstimmung werden wir mitnehmen aus Hannover", so Kegel. Die Messe habe gezeigt, dass es Technologien für eine wettbewerbsfähige und gleichzeitig klimaneutrale Industrieproduktion gibt", sagte Messe-Chef Köckler.

Geld für grünen Wasserstoff

Das Themenspektrum war auch in diesem Jahr breit. Nachhaltigkeit, Digitalisierung, KI standen im Fokus - oder auch Wasserstoff. So bekam der Stahlkonzern Salzgitter auf der Messe einen Förderbescheid von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil über eine Milliarde Euro, um eine auf Wasserstoff basierende, CO2-arme Stahlproduktion aufzubauen.

Die weltpolitische Lage und das Verhältnis zu China war ein weiteres ständiges Gesprächsthema. Oder auch die Situation in Deutschland: "Bürokratische Hemmnisse müssen sehr schnell abgebaut werden", forderte Köckler und nahm damit indirekt Bezug auch auf die Kanzlerrede bei der Eröffnung, der nochmal die neue "Deutschland-Geschwindigkeit" versprochen hatte.

Wittenstein: "Frische, offene Messe"

Insgesamt waren auch die Unternehmen aus der Region wieder mit Freude auf die Messe gefahren. "Endlich ist wieder Hannover-Messe", hatte der Chef des Igersheimer Mechatronikkonzerns Wittenstein, Bertram Hoffmann, zu Anfang gleich formuliert. Die Erwartungshaltung gegenüber den Anfangsjahren hat sich dabei auch geändert. "Wir finden hier keine neuen Partner", sagte Hoffmann, "aber wenn wir nicht da sind, dann fragen die Leute: Warum seid ihr nicht da?"

Sein Aufsichtsratchef Manfred Wittenstein, ehemals Präsident des Maschinenbauer-Verbands VDMA, sieht in der Messe zudem eine Chance, Nachwuchs auf sich aufmerksam zu machen: "Die Hannover-Messe ist eine wirklich frische, offene Messe, sehr international." An das erste Jahr, in dem er dabei war, hat er da andere Erinnerungen: "1983 war das noch eine reine Männergesellschaft."

 

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