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Halbleiterkrise bremst Audi-Produktion in Neckarsulm

  
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Die A6/A7-Produktion wird nächste Woche gestoppt. Außerdem meldet der Autobauer wieder Kurzarbeit an. Die Pandemie und die Lieferketten sind weiterhin verantwortlich für viele Unsicherheiten.

Die Lage in der Corona-Pandemie bleibt angespannt, der Landkreis Heilbronn ist hiervon besonders betroffen. Aufgrund dieser Entwicklung bleiben die kundennahen Bereiche an den Standorten Ingolstadt und Neckarsulm auch im Mai in Kurzarbeit. Auch für die Produktion wurde wieder Kurzarbeit angemeldet. Bereits in den nächsten Tagen wird die A6/A7-Montage vorübergehend gestoppt, wie ein Audi-Sprecher in Neckarsulm mitteilt.


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Teileversorgung weiterhin kritisch

Denn insbesondere im Halbleiter-Bereich ist die Teileversorgung offenbar nach wie vor kritisch. "Die Corona-Pandemie und die damit verbundene Halbleiterkrise fordert weiterhin unsere volle Aufmerksamkeit. Wir haben unsere Lieferketten genau im Blick", erklärt Dieter Braun, Leiter Supply Chain beim Autobauer in Ingolstadt, im firmeneigenen Intranet.

Da die Lage weiterhin ernst bleibe, könne es jederzeit wieder zu Engpässen kommen. "Deshalb haben wir erneut beschlossen, für die Produktion und die tangierten Bereiche vorsorglich Kurzarbeit anzumelden", so Braun. Dass Audi vorsorglich Kurzarbeit anmeldet, bedeutet allerdings nicht automatisch, dass diese in allen Bereichen tatsächlich eintreten wird.

Zahlreiche Mitarbeiter in Neckarsulm gehen in Kurzarbeit

Aktuell steht allerdings bereits fest, dass es in der nächsten Woche am Standort Neckarsulm zu einer Produktionsunterbrechung kommen wird. Aufgrund fehlender Halbleiter-Teile findet bei den Modellen A6 und A7 vom 26. bis 30. April keine Produktion statt. Die von den Arbeitsausfällen betroffenen Mitarbeitenden gehen für diesen Zeitraum in Kurzarbeit.


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