Stimme+
Mulfingen
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

EBM-Papst kauft sich ein Werk 6 in Osterburken

   | 
Lesezeit  1 Min
Erfolgreich kopiert!

Der Ventilatorenhersteller aus Mulfingen übernimmt den ehemaligen Stadtmüller-Standort von LTI. 130 Mitarbeiter haben damit den Arbeitgeber gewechselt.

Der ehemalige LTI-Standort Osterburken war bis 2019 die Produktion der Stadtmüller GmbH. Nun hat EBM-Papst diesen Geschäftsbereich Schutzgitter von LTI mit 130 Mitarbeitern übernommen.
Foto: privat
Der ehemalige LTI-Standort Osterburken war bis 2019 die Produktion der Stadtmüller GmbH. Nun hat EBM-Papst diesen Geschäftsbereich Schutzgitter von LTI mit 130 Mitarbeitern übernommen. Foto: privat  Foto: privat

Der Ventilatorenbauer EBM-Papst hat von LTI-Metalltechnik in Schöntal den Geschäftsbereich Schutzgitter übernommen. Damit geht die Produktion in Osterburken mit 130 Mitarbeitern, die bis 2019 unter Stadtmüller GmbH firmierte, als Werk 6 an die Mulfinger. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Jetzt hat EBM-Papst alles in einer Hand

Schutzgitter gehören zu Ventilatoren wie die Stoßstange ans Auto. Und so hat sich EBM-Papst einen Zulieferbetrieb gesichert, mit dem er seit Jahrzehnten eng zusammengearbeitet hat. Schon bisher lag die Entwicklung und das Design der Schutzgitter bei den Auftraggebern, nun kann EBM-Papst diese Prozesse integrieren, alles kommt aus einer Hand.


Mehr zum Thema


Zudem ergänzt das neue "Werk 6" der Mulfinger das italienische Tochterunternehmen LAE, das 2017 zugekauft wurde und ebenfalls Schutzgitter für EBM-Papst herstellt. Wie beide Unternehmen betonen, würden aber weiterhin auch andere Kunden des Schutzgitter-Werks beliefert, darunter auch der Künzelsauer EBM-Papst-Wettbewerber Ziehl-Abegg.

Thomas Wagner, der für die Produktion zuständige Geschäftsführer Produktion der EBM-Papst-Gruppe, sieht in der Übernahme eine positive Entwicklung - auch für den neuen Unternehmensstandort in Osterburken. "Die Konstruktion und auch die Fertigung von hochwertigen Gittern werden dadurch zukünftig in einer Hand liegen."

Schwesterunternehmen kamen erst 2019 zusammen

Die Schutzgitter-Produktion in Osterburken gehörte bis 2019 der Stadtmüller GmbH, die wegen ihrer familiären Verbindungen zur LTI-Eigentümerfamilie Isaak auch häufig als "Schwesterfirma" von LTI bezeichnet wurde. So hatte Stadtmüller 2006 bereits Flächen von LTI übernommen.

2018/19 kam Stadtmüller allerdings in wirtschaftliche Probleme. Geschäftsführer Uwe Stadtmüller erhielt die Unterstützung von seinem Schwager Frank Isaak, Geschäftsführer von LTI. Das Werk und seine Belegschaft wurden gerettet, es wurde investiert. Inzwischen sei der Standort aus den Problemen heraus, erklärt Boris Hofmann, Technischer Geschäftsführer bei LTI, gegenüber der Heilbronner Stimme. "Aber wir sind Blechbearbeiter."

Soll heißen, das Unternehmen aus Schöntal-Berlichingen will sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren. Dort ist LTI in unterschiedlichen Branchen tätig, etwa im Bereich Windkraftanlagen, Medizintechnik - und auch für die Ventilatorenhersteller EBM-Papst und Ziehl-Abegg.

Bereits zum 1. Mai sind die Geschäfte in Osterburken an EBM-Papst übergegangen. Jetzt werde an der Integration des Schutzgitterbereichs und an der Harmonisierung von Prozessen und Systemen gearbeitet, heißt es in einer Mitteilung. "Wir freuen uns sehr, unsere neuen 130 Kolleginnen und Kollegen in der EBM-Papst-Familie herzlich begrüßen zu können", so Thomas Wagner.

 

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben