Biomammut: Nur zwei Filialen in der Region bleiben bestehen
Die insolvente Bio-Supermarktkette aus Böblingen erzielt bei der Restrukturierung in Eigenverwaltung nur einen Teilerfolg. In einer Filiale in der Region startet nun der zweiwöchige Räumungsverkauf.

Zwei von fünf Filialen der insolventen Bio-Supermarktkette Biomammut haben eine Zukunftsperspektive. Wie das Unternehmen am Dienstag bekanntgab, hat der Bio-Großhändler Bodan aus Überlingen die Biomammut-Standorte in Lauffen und Eppingen mit insgesamt 18 Mitarbeitern übernommen. Über den Kaufpreis wurde nichts mitgeteilt.
29 Mitarbeiter haben ihre Kündigungen erhalten
Dagegen werden die Filialen in Heilbronn, Böblingen und Mössingen in rund zwei Wochen schließen. "Wir haben bis zuletzt gekämpft, haben alle infrage kommenden Bio-Anbieter angesprochen, um sie als Investoren zu gewinnen. Leider vergeblich", teilte Biomammut-Geschäftsführer Peter Raab mit. Die 29 Mitarbeiter dieser drei Standorte haben ihre Kündigungen bereits erhalten. Sie werden noch etwa zwei Wochen für den Räumungsverkauf weiterbeschäftigt. An der Filiale im Heilbronner Käthchenhof weist Biomammut auf den Räumungsverkauf hin, der am 1. Februar mit einem Rabatt von 50 Prozent auf das restliche Sortiment startet.
Umsatzeinbruch in Folge des Ukraine-Kriegs und Preissteigerungen führten zur Insolvenz
Raab ist zuversichtlich, dass die 29 Mitarbeiter rasch einen gleichwertigen Arbeitsplatz in der jeweiligen Region finden. "Jeder Einzelhändler kann sich glücklich schätzen, die Kollegen zu seinen Beschäftigten zu zählen", sagt der Biomammut-Chef. Die 2008 gegründete Bio-Marktkette hatte im November 2022 die Restrukturierung im Eigenverwaltungsverfahren angestrebt. Die Hauptursache sei der massive Umsatzeinbruch infolge des Ukraine-Krieges und gestiegener Preise gewesen, hieß es damals.
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