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Kletterarena Heilbronn
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Unternehmer stellen sich frech und zuversichtlich der Zukunftsangst

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Wie Menschen und Unternehmen sich fit für die anstehenden Herausforderungen machen, im Alltag und bei der Arbeit – das war das Thema bei der Weiterbildungsmesse in der Kletterarena Heilbronn.

Aus Berlin, Stuttgart und Darmstadt sind die Start-ups aus dem Bildungssektor gekommen, um sich bei "Bildung trifft Wirtschaft" in der Kletterarena zu präsentieren. Neue Lernformen werden immer wichtiger.
Aus Berlin, Stuttgart und Darmstadt sind die Start-ups aus dem Bildungssektor gekommen, um sich bei "Bildung trifft Wirtschaft" in der Kletterarena zu präsentieren. Neue Lernformen werden immer wichtiger.  Foto: Christian Gleichauf

Am Ende ging es die Wand hoch: Unternehmer und Vertreter regionaler Unternehmen waren am Samstag in der Kletterarena zu Gast bei "Bildung trifft Wirtschaft". Arbeitsagentur Heilbronn und das Netzwerk Transformotive hatten die Weiterbildungs-Veranstaltung im Rahmen der Bundeskonferenz (Buko) der Wirtschaftsjunioren gemeinsam organisiert.

Gedrückte Stimmung unter den Unternehmern in Deutschland

Ein Impulsgeber ist Marcel Aberle. Der Trendforscher, der in der Region aufgewachsen ist und unter anderem Geschäftsführer beim Zukunftsinstitut in Wien war, warnt in seinem Vortrag: "Zukunft ist leider kein Hoffnungsraum mehr." Besonders wenn er zurück in Deutschland sei, dann empfinde er die Stimmung doch als "sehr gedrückt".

 


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Dabei müsse man sich bewusst sein, dass der Mensch auf Neues häufig sehr ängstlich reagiere, die Vergangenheit dagegen idealisiere. Mit seinen Nichten illustriert er, was es seiner Meinung nach jetzt immer mehr brauche: Mehr Frechheit und Mut, mehr Zuversicht und mehr Neugier.

Weiterbildung spielt eine entscheidende Rolle

Trendforscher Marcel Aberle spricht über die derzeitigen Stapelkrisen.
Trendforscher Marcel Aberle spricht über die derzeitigen Stapelkrisen.  Foto: Christian Gleichauf

Bei Johanna Bath, Professorin an der Hochschule Reutlingen, geht es anschließend um New Work und generell die Herausforderungen der Arbeitswelt. Ein Trend, der die nächsten 20, 25 Jahre prägen wird, ist der Fachkräftemangel. "Recruiting alleine reicht da nicht aus", sagt sie.

Und man könne auch nicht einfach das "Employer-Branding" hochfahren, das Problem mit immer höheren Marketing-Ausgaben lösen. "Weiterbildung spielt eine entscheidende Rolle", sagt Johanna Bath.

Beispiele für Qualifizierungsmaßnahmen von Audi & Co.

Das wird auch an den vielen Tischen und Ständen in vielfältiger Weise illustriert.Wie kann ich meine Mitarbeiter motivieren? Wie kann ich sie schulen? Was braucht es dazu? Verschiedene Ansätze präsentieren Unternehmen wie der IT-Dienstleister Xeptum aus Neckarsulm, wie die Elektrotechnik-Firma von Ruven Baumgärtner aus Massenbachhausen oder auch die Audi Akademie, die die interne Weiterbildung beim Autobauer organisiert.

 


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Bei mehr als 15.000 Mitarbeitern am Standort gibt es da viel zu tun. "Kleine Unternehmen tun sich natürlich im Vergleich schwerer", sagt Ulrich Eckhardt. Die Audianer haben deshalb Beispiele ihrer Qualifizierungsmaßnahmen mitgebracht.

Start-ups in der digitalen Welt

Gegenüber finden sich die Start-ups, die sich mit neuen Lernformen beschäftigen. 3Spin Learning aus Darmstadt ermöglicht es etwa, virtuelle Trainings ohne Programmierkenntnisse zu erstellen. "Da sind wir eine der wenigen Plattformen weltweit", betont Miguel Fernandez.

Gyde aus Stuttgart bereitet "digitale Lernreisen" unter anderem für Führungskräfte auf. "Mikro-Lerneinheiten ermöglichen es, das auch in einen vollen Arbeitsalltag zu integrieren", erläutert Lukas Alber. Stackfuel aus Berlin arbeitet mit seinen digitalen Bildungsangeboten bereits bundesweit mit den Arbeitsagenturen zusammen. "Wir bilden die Leute zu Data Scientists und Data Analysts weiter", erzählt Maria Schwenke.

 


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Und alle sind sie bereits Mitglied beim Learntech Hub, der neuen Plattform der Campus Founders für den Bildungsbereich. Er ist hier ebenso vertreten wie der TUM Campus Heilbronn.

Die Veranstaltung soll den Unternehmen auch Fördermöglichkeiten aufzeigen: "Ich bin der Mann mit dem Geld", signalisiert Manfred Grab, der Leiter der Arbeitsagentur Heilbronn, scherzhaft.

Ein wenig Werbung für den Alpenverein

Für die sportlichen der Besucher ging es nach den Vorträgen und dem Netzwerken noch unter Anleitung an die Kletterwand.
Für die sportlichen der Besucher ging es nach den Vorträgen und dem Netzwerken noch unter Anleitung an die Kletterwand.  Foto: Berger\, Mario

Nebenbei ist dieser Freitagnachmittag auch ein bisschen Werbung für den Deutschen Alpenverein. Die Heilbronner Sektion ist mit 18.000 Mitgliedern der größte Verein in Heilbronn-Franken und einer der größten im Land, wie Vorstand Claudius Walz betont. Größten Anteil hat daran - neben Heilbronner Hütte und Heilbronner Weg - natürlich die Kletterarena. Wie viel Spaß das Kraxeln dort machen kann, testeten einige der Besucher dann noch aus.

"Es war eigentlich Zufall, dass wir zusammengefunden haben", sagt Petra Hildenbrandt von der Agentur für Arbeit in Heilbronn über das Zusammenspiel von Buko und der Veranstaltung in der Kletterarena. Angesichts der Fülle von Terminen auf der Buko-Agenda blieb es dann aber in erster Linie ein Angebot an die regionale Wirtschaft.

Mit dem Veranstaltungsort wolle man Wissenschaft, Wirtschaft und Sport in der Stadt zusammenbringen, sagt Hildenbrandt. Die Kletterarena bot sich auch deshalb an, weil sie bis April im Vorstand des Deutschen Alpenvereins war und sich weiterhin für ihn einsetzt. "Wir wollen signalisieren: Sport ist wichtig,Ehrenamt ist wichtig."

 
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