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Betriebsratswahlen bei Schunk offiziell eingeleitet

  
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Lauffen/Neckarsulm - Die ersten Betriebsratswahlen bei der Firma Schunk haben begonnen. In der Neckarsulmer Verwaltungsstelle der IG Metall wählten Beschäftigte des Lauffener Unternehmens jetzt einen Wahlvorstand.

Von Werner Tewes
Lauffen/Neckarsulm - Die ersten Betriebsratswahlen bei der Firma Schunk haben offiziell begonnen. In der Neckarsulmer Verwaltungsstelle der IG Metall wählten Beschäftigte des Lauffener Unternehmens am Donnerstagabend einen Wahlvorstand. Sowohl Geschäftsleitung als auch Gewerkschaft bekräftigen, dass nun auch die Auseinandersetzungen ein Ende finden sollen.

„Das Fundament für einen Betriebsrat ist gelegt“, so Rudolf Luz, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Neckarsulm. „Wir begrüßen, dass bei der Firma Schunk jetzt ungehindert eine Arbeitnehmervertretung auf gesetzlicher Grundlage gewählt werden kann.“ Zur Betriebsversammlung bei der IG Metall in Neckarsulm waren 80 Schunk-Beschäftigte gekommen.

Sie wählten den fünfköpfigen Wahlvorstand, der die Betriebsratswahlen begleiten wird. Anvisiert ist, dass die 1250 Mitarbeiter der Firma Schunk an den Standorten Lauffen und Hausen Ende Mai erstmals einen Betriebsrat bekommen. Jetzt wird der Wahlvorstand zunächst einmal eine Liste der Wahlberechtigten erstellen und die Betriebsratswahlen im Unternehmen bekanntgeben. In den kommenden Wochen wird zudem nach Kandidaten für den Betriebsrat gesucht, dann kann abgestimmt werden.

Mit der Einleitung der Wahlen ist auch das Thema Vertrauensrat endgültig vom Tisch. Die Geschäftsleitung hatte in den vergangenen Tagen kräftig für die Gründung eines freiwilligen Vertrauensrats statt eines gesetzlich verankerten Betriebsrats geworben. Erst am Mittwoch gab die Chefetage bekannt, ihren Vorstoß zu beenden. Man wolle weitere Spannungen vermeiden, um sich auf die eigentlichen Aufgaben konzentrieren zu können, hieß es. Auch Rudolf Luz sagt, dass man eine faire und konstruktive Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung anstrebe: „Für uns sind die vorangegangenen Konflikte Vergangenheit“, so der IG-Metall-Chef.

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