Berner wächst mit mehr als zehn Prozent
Vor allem im Kerngeschäft auf dem Bau und auch in der Automobilindustrie läuft es für den Schraubenhändler aus Künzelsau. Lieferengpässe belasten das Geschäft weiterhin kaum.
Die Berner-Gruppe hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahrs (ab 1. April) neue Umsatzrekorde aufgestellt. Das familiengeführte Handelsunternehmen steigerte den Gruppenumsatz um 10,2 Prozent auf 554 Millionen Euro und erreichte damit den höchsten Halbjahresumsatz seiner Geschichte. Im Kerngeschäft, dem Handel mit Schrauben und Befestigungstechnik sowie Mobilität, beträgt das Umsatzplus sogar 14,5 Prozent.
Top-Ergebnis des Vorjahres noch einmal getoppt
Der Monat September war mit 107,9 Millionen Euro zudem der stärkste Umsatzmonat seit Gründung im Jahr 1957. Bereits im Vorjahr wurden in den Monaten August und September 2020 sehr hohe Umsätze generiert.
"Dass wir diese Vorgaben trotz der weltweit angespannten Lage im Logistiksektor und angesichts der Rohstoffknappheit erneut deutlich übertroffen haben, zeigt, dass wir vieles richtig gemacht haben", sagt Christian Berner, CEO der Berner Group. "Ich bin sehr stolz auf die Leistung des gesamten Teams."
Fast vollständig lieferfähig
Auch weltweite Störungen der Lieferketten und Rohstoffmangel beeinträchtigten die Umsatzdynamik von Berner bislang kaum. "Wir haben sehr früh und flexibel auf die Handelskrise reagiert und rechtzeitig Warenbestände für unsere Kunden gesichert", so Berner. "Unsere Warenbestände reichen für mehrere Monate im Voraus."
Berner sei in der Lage, Kunden wie gewohnt mit dem Gros der Produkte innerhalb von 24 Stunden zu beliefern.
Nur die Chemiesparte muss Rückgang verkraften
Waren die Umsätze im Segment Mobilität während der Corona-Krise 2020 eher rückläufig, zeigen die Zahlen des ersten Halbjahres 2021/22 auch bei Berner, dass die Automobilbranche wieder in Fahrt kommt. Das Umsatzplus liegt hier bei 14,1 Prozent und damit nur knapp hinter dem weiter boomenden Segment Bau (+14,3 Prozent).
Die Chemie-Tochter Caramba Chemicals Group (CCG) profitierte 2020 durch einige Großaufträge für Desinfektionsmittel und wuchs 2020 zweistellig. Jetzt, nach dem Ende der Corona-Krise und dem daraus folgenden Wegfall dieser Sonderkonjunktur, muss die Chemie-Gruppe Rückgänge verkraften und liegt mit rund 50 Millionen Euro Umsatz wieder auf dem Vor-Corona-Niveau.
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