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Berner-Tochter BTI feiert das 50-jährige Bestehen

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Mit dem Ableger BTI wollte Albert Berner einst die Abhängigkeit von der Automobilindustrie reduzieren. Heute hat sich das Unternehmen einen Platz beim Bauhandwerk gesichert.

Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft feierten gemeinsam mit der Unternehmensführung die 50 Jahre Erfolgsgeschichte der BTI.
Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft feierten gemeinsam mit der Unternehmensführung die 50 Jahre Erfolgsgeschichte der BTI.  Foto: Emotional Perspective

Vor einem halben Jahrhundert gründete Albert Berner die Befestigungstechnik Ingelfingen, kurz: BTI, die Teil der Berner Group ist. Das Jubiläum des Bauhandwerksspezialisten wurde nun mit Gästen aus Politik und Wirtschaft und einem Mitarbeiterfest in Ingelfingen gefeiert.

Ein Dübel war der Auslöser

Alles begann mit einer Eigenentwicklung, dem Berner Nylon-Dübels Mitte der 1960er Jahre. „Heute würde man sagen, ein echter Blockbuster“, blickte der Geschäftsführer der BTI Befestigungstechnik GmbH & Co. KG, Wolfgang Zahner, bei seiner Rede auf die Anfänge des Unternehmens zurück.


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Zum Festakt am Ingelfinger Stammsitz begrüßte er neben den Ehrengästen auch Christian Berner, Vorstandschef der Berner Group, sowie Firmengründer Albert Berner und seine Frau Ursula. Albert Berner hatte die BTI am 1. September 1972 gegründet, um im Direktvertrieb statt über den Fachhandel das Bauhandwerk mit Produkten zu bedienen und sich stärker auf die Bedarfe am Bau auszurichten.

Bis zu diesem Zeitpunkt war Berner ausschließlich im Automotive-Bereich tätig gewesen. Mit BTI sollte die Abhängigkeit von einer einzigen Branche reduziert werden.

Kontinuierlich wurde das Angebot erweitert

Im Lauf der Jahre wurde bei der BTI die Produktpalette für das Bauhandwerk kontinuierlich erweitert. War das Lieferprogramm zu Beginn auf Befestigungsteile beschränkt, ergänzten Artikelgruppen wie Werkzeuge, Werkstattausrüstungen und Chemieprodukte das Angebot. Heute zählt die BTI zudem zu den führenden Spezialisten im Bereich Brandschutz.

Christian Berner, Vorstandsvorsitzender der Berner Group, spricht beim Festakt zu den Gästen und Mitarbeitern.
Christian Berner, Vorstandsvorsitzender der Berner Group, spricht beim Festakt zu den Gästen und Mitarbeitern.  Foto: Emotional Perspective

2012 hatte Christian Berner den Vorstandsvorsitz der Berner Group von seinem Vater übernommen, der 55 Jahre zuvor mit einem Auto und 3000 Mark Startkapital den Grundstein für die heute international agierende Unternehmensgruppe mit rund 8200 Mitarbeitenden gelegt hatte.

Was Marke bedeutet

„Team Orange ist damals wie heute mehr als eine Organisations-Bezeichnung für die BTI. Es ist Ausdruck von Erfolgshunger, Innovation, Kreativität und starkem Team-Zusammenhalt“, beschrieb Christian Berner, Vorstandschef der Berner Group, in seiner Rede. Er habe das mit 14 Jahren erstmals gespürt, als er als Ferienjobber in Ingelfingen gearbeitet habe, um sich ein Mofa kaufen zu können. Das habe ihn sehr inspiriert. „Das Team Orange hat mir beigebracht, was Marke bedeutet, was Strategie bedeutet.“

Christian Berner erklärte, die Farbe Orange habe sein Vater ausgewählt, weil sie ihm gut gefallen habe. Für ihn stehe sie außerdem für Mut, Kreativität, Individualität und Lebensfreude, Eigenschaften, die er allesamt bei der BTI verwirklicht sehe: „Die BTI ist der Prototyp dessen, was Deutschland zu dem gemacht hat, was es heute ist. Das deutsche Familienunternehmen“, fasste er zusammen.

2022 ist die BTI der Spezialist für Bauhandwerk in Deutschland und einer der führenden Direktvertreiber auf diesem Gebiet. Rund 700 Mitarbeiter sind im Unternehmen tätig, darunter zirka 400 im Vertrieb, die 35 000 kleine und mittlere Handwerker sowie Großkunden betreuen. Im Geschäftsjahr 2021/22 erzielte die BTI einen Umsatz von rund 130 Millionen Euro. In den kommenden acht Jahren soll sich der Umsatz verdoppeln. Dies soll in einer Kombination aus Direktvertrieb und Digitalisierung gelingen.       

 

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